Wie den Schimmel in der Jauchegrube vernichten?

24.06.2007



Wie wir das Ding zukippen können, haben wir hier bereits erfahren. Aber villeicht eignet sich das Loch unter unserem demnächst Wohnzimmer noch für was Anderes... Mal sehen, wir überlegen noch. Für eine Zisterne ist es leider etwas zu klein und der Aufwand lohnt sich dem Nutzen nach nicht- wir haben keinen Garten zu bewässern bzw. die Zisterne wäre nach einem Regenguss sofort voll. Soviel aufs Klo gehen können wir gar nicht :-)

Wie bekommen wir nach dem "Ausschippen" das Gemäuer so richtig schimmelfrei?? Vielleicht kann man das tolle Gewölbe noch als Kriechkeller und Getränkelager nutzen.

liebe Grüße
Sabine



so sieht es "Innen" aus





lesen Sie dazu mal die Schriften von edmund bromm



Suchen Sie im Netz unter :-) Feuchte Keller und bromm



Ach, …



… das Buch habe ich gelesen. Ich verrate aber noch nix…

@Sabine Gottstein: Zuerst würde ich mal so etwas :

http://www.purux.de/desinfektion-reinigung/schimmel-stopp/

draufsprühen.


Für die weitere "Behandlung" ist ungelöschter Branntkalk eine Ansage.

Ist das an den Wänden nur Schimmel oder auch Salz oder Sinterkalk?

Wichtig: Die Fugen von Wand und Gewölbe überprüfen und ggf. erneuern.



Wenn



da mal Jauche drin war, sind das unter Garantie Salzausblühungen! Ob da überhaupt Schimmel im Spiel ist wäre ich mir gar nicht so sicher.



Jauchegrube



Lieber Herr de Meineweg/Schwarzwild,
Wenn Sie dem Fragesteller als Behandlungsmöglichkeit
Branntkalk empfehlen wird dann sollten Sie ihm auch ein paar Tipps geben wie das damit funktionieren soll.

Viele Grüße



Nun so etwas funktioniert garantiert immer, nur keiner weiß was rauskommt



Wie gut, dass hier niemand zur Verantwortung für falsche Beratung haftbar gemacht werden kann.
Da kann ja jeder empfehlen was er will.
Es wird schon irgendwie gehen.
Warum machen wir in der WTA e.V. Merkblätter für Instandsetzungen oder für was gibt es Normen?
.
Warum macht der DHBV einen Lehrberuf aus den Bautenschützern und bildet Techniker aber auch Meister aus?
Warum gibt es Bauingenieure die sich auf solchen Gebieten auch nach dem Studium weiterbilden usw..
Sicher gibt es auch andere Speziallisten und Könner die Ihr Handwerk gelernt haben.
.
Aber es steht sicher fest, es ist ein Fachbereich wo viele Speziallisten zusammen helfen müssen um den Bereich Feuchte- und Salzschäden in den Griff zu bekommen.
.
Wer da meint - diese oder jene Pampe oder irgend einen Putz auf zu tragen der handelt sehr Leichtsinnig.
Aber wie vor: man haftet für nichts.



Früher …



… wusste der Bauer noch, wie das mit der Jauchegrube oder dem Stall funktionierte, wussten die Leute den Kalk im Plumpsklo noch zielgerichtet einzusetzen, heute muss man sich dafür ausgebildete Bautenschützer heranholen, die dann die alte Güllegrube für viel Geld mit Folie auskleiden.

Ich muss passen und übergebe hiermit an die Profis.



bei



solche Fragen empfehle ich immer ein (paar) Schwefelstäbchen vom Gewächshausdesinfizieren (auch für Weinfässer geeignet) - aber bitte nicht selber dazu in die Grube steigen - brennend reinwerfen und dann Abdichten - zügig arbeiten, gegebenenfalls erst eins testen !
Das tötet (fast) alles Lebende ab.



Jauchegrube



Hallo Sabine,
vergessen sie das mit dem Branntkalk, das ist Quatsch. Wände und Decken kann man damit nicht behandeln, außerdem ist es saugefährlich.
Das mit den Schwefelstäbchen funktioniert, was den Schimmel betrifft.
Nur: Das bisschen Schimmel da unten ist kein Problem sondern die Salze, insbesondere Nitrate. Die können zu einem ernsten Problem werden wenn oben drüber Wohnraum geschaffen werden soll. Wenn Sie auf ausschwefeln stehen kommen zu den Nitraten noch Sulfate dazu, die insbesondere den Fugenmörtel zerstören. Sie treiben ein kleines Teufelchen mit Beelzebub aus.

Viele Grüße



Mal wieder der übliche Privatkrieg…



Schade, dass Herr Böttcher es auch hier nicht lassen kann, seinen üblichen Kleinkrieg hier weiter zu führen, insbesondere schade, weil dem Thema nicht dienlich bzw. einfach nur abwegig abwegig.

Für detaillierte Tipps fehlen uns leider noch mehr Informationen. Ist die Grube bereits entleert? Ist dort noch starke Restfeuchte vorhanden bzw. sammelt sich immer wieder Wasser auf dem Boden? Wie ist die Geruchsbelastung?

Ich bleibe mei meiner o.g. Aussage: Gegen den Schimmel (insofern es wirklich Schimmel ist) und andere möglicherweise gesundheitsgefährdende Keime helfen H2O2-basierte Mittel. Bei der Anwendung sind die üblichen Sicherheitsvorschriften zu beachten, danch zerfällt es aber in harmlose Bestandteile.

Stinkender Fäkalschlamm bzw. aus den durchfeuchteten Wänden und Fugen nachlaufende Ekelbrühe auf dem Boden verlieren ihre atemlähmenden Eigenschaften nach Bestreuung mit ein paar Schippen ungelöschtem Brandkalk, gilt auch für den unteren, nassen Bereich der Grubenwände, einfach seitlich anwerfen. Die eher trockenen oberen Wände und die Decke logischerweise nicht. Natürlich gibt es die üblichen chemischen Reaktionen, es brutzelt in der Brühe und wird etwas heiß. Saugefährlich? Ich gehe davon aus, dass Ihr die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen beachtet, dann ist es auch nicht gefährlicher als in jeder Durchschnittsküche.

Schwefeln würde ich allerdings sein lassen. Im Fäkal- und Faulschlammmilieu sind überwiegend anaerobe Bakterien und Blaualgen aktiv und sorgen für den unapptitlichen Geruch. Diese werden durch oxydative Mittel (wie Wasserstoffperoxyd oder eben Branntkalk) neutralisiert, wobei Branntkalk insbesondere die schwefeligen und besonders eindringlich riechenden Geruchsstoffe bindet, somit wäre die Zuführung von oxydationshemmendem Schwefel wohl eher kontraproduktiv.
Insekten oder Hefebakterien, die mit so einer Schwefelpackung gnadenlos gekillt werden, stellen in einer Fäkalgrube wohl nur das geringste Problem dar.

Vor Überlegungen bezüglich einer Nutzung als Getränkekeller o.ä. ist der Fugenmörtel zu überprüfen und höchstwahrscheinlich zu erneuern. Nachdem der ganze stinkende Dreck draußen bzw. "neutralisiert" ist, könnte sich dazu ja evtl. mal ein Experte das Gewölbe und die Wände anschauen.

Zum weiteren Vorgehen, also bezüglich der evtl. Salzausblühungen und des geeigneten späteren Putzes oder Anstrichs gibt es hier im Forum genügend Beiträge, einfach mal suchen.



Jauchegrube



Ich habe nicht nach H²O² gefragt oder wie Gerüche bekämpft werden können.
ich wollte einfach nur wissen was Sie der Fragstellerin raten wie sie den Schimmel! an Decke und Wänden mit Branntkalk bekämpfen soll. Nicht mehr.

Viele Grüße



Hier geht es doch nicht um einen Privatkrieg, selbst dann nicht...



..wenn Sie anderer Meinung sind.
Ich bin froh, dass solche Menschen, wie Herr Bötcher sich hier einbringen.
Bei den Beiträgen von Herr Bötcher erkennt man Fachwissen was ansonsten bei vielen fehlt.
Nur so kann man Menschen helfen die Hilfe brauchen.