Jauchegrube im Fundament - was tun?

15.08.2016 Hecot



Hallo Zusammen!

Ich brauche eine Rat und zwar haben wir beim Freilegen des Fundamentes eine alte Jauchegrube entdeckt. Die Breite ist etwa 1,2m und 70cm tief - die Grube geht bis weit unter das Haus - wie weit genau kann ich derzeit nicht sagen.

Den Bereich, der nach außen ragt habe ich bereits abgestemmt, mein Plan ist es auf der verbliebenen Bodenplatte aufzumauern und so die Außenmauer zu schließen.

Momentan frage ich mich aber wie ich nach innen weiter mache? Momentan ist alles mit Sand und Schutt verfüllt, aber durch das Abtragen und weil ich dachte die Grube wäre nicht so tief bis unter das Haus habe ich schon einem großen Hohlraum geschaffen.

Von Innen gibt es keine Probleme mit evtl. einstürzenden Boden, weil der Bereich nicht begangen werden kann - es ist dort ein Treppenaufgang.

Also wie weiter? Alles raus und dann sauber auffüllen oder lieber wieder Sand drauf? Wenn verfüllen womit? Problematisch ist vor allem die Verfestigung, weil ich von oben ja nicht richtig drankomme, lediglich von außen könnte ich etwas mit einem Kantholz o.ä. etwas verdichten.



Gründung



Unabhängig von Ihrem Problem mit der Verfüllung das nur von oben zu lösen ist verstehe ich nicht warum Sie Ihr Fundament freilegen wollen.
Für eine Jauchegrube halte ich das nicht; eher für eine Kompost- Toilettenanlage.
Stammt Ihr Haus aus der Zeit nach 1920?



Problem



also zumauern (Verzahnung stemmen), Abdichtung ergänzen, bevor die letzten 3 Schichten zu sind, Splitt auffüllen und verdichten, dann zumauern und ein (besser 2) KG-Rohr 1m schräg mit einmauern, sp dass es bünndig innen abschließt. Das wird später mit Mörtel als Trichter verfüllt - der Druck im höheren Rohr füllt dann weitestgehend alle Hohlräume (Rüttelflasche verwenden). Nach Erhärtung ablexen.



Jauchegrube



Wenn der Bereich innen ohnehin nicht belastet wird und einstürzen kann- warum dann bis oben verfüllen?

Ich würde innen vor die Wand eine verlorene Schalung montieren, außen eine Schalung hinstellen, darüber Einfüllöffnungen für den Beton stemmen und das Fundament mit Beton ausgießen- wenn nicht alles aufgemauert werden soll.

Seitlich ggf zur besseren Verankerung einige Eisen einbohren.

Andreas Teich



Komposttoilette



Danke für die Kommentare!

Das Haus ist Baujahr 1935 - also wird das wirklich wohl eine Komposttoilette gewesen sein. Für eine Jauchegrube wäre das auch wohl etwas klein :)

Anbei noch mal ein Blick von unten - links kommt nur Sand. Keine Ahnung wo da die Bodenplatte kommt (wenn überhaupt).

Auch wenn das wegen Tragfähigkeit nicht nötig wäre fände ich es komisch dort einen Hohlraum zu lassen ... müßte ich das dann nicht besser belüften? Also z.B. bei der obersten Reihe keinen Zement zwischen die Steine und kleine Fugen lassen?

Vom Bauch her tendiere ich zum verfüllen - ich hatte gedacht vorne mit Ziegelsteinen einen Mauer vorzusetzen, damit ich dann langsam auffüllen und etwas mit Brett und Fäustel verdichten kann.

Habe mir gerade eine Video von einer Rüttelflasche angeschaut, kannte ich bis dato noch nicht. Müßte ich mir wohl leihen oder Firma beauftragen die sowas hat.

@Olaf: Du meinst also Splitt sei der Richtige Werkstoff zum auffüllen - wäre nicht Pellite besser?



Rüttler



kann man mieten im Bauwerkzeugebedarf. Loch weiter oben stemmen geht auch - würde ich aber wegen Sturz nicht machen.
Splitt wäre bei uns billiger ..



Dürfte



eine 2-Kammer-Hauskläranlage sein. So eine hatte mein Elternhaus (Bj.45) auch, diese lag jedoch komplett außerhalb, da das Haus unterkellert ist.