Ist das Hausschwamm

05.01.2022 Hoggemeister

Ist das Hausschwamm

Wir haben grade beim Entfernen von Rigips im Bad einen alten und schon länger trockenen Wasserschaden entdeckt. Dabei sind mir Spinnweben-ähnliche Fasern und der gefürchtete "Würfelbruch" aufgefallen. Zumindest bilde ich mir das ein.
Ein Labor Befund steht noch aus aber ich wollte schon mal die Frage an euch stellen, ob das ggf. Hausschwamm oder vielleicht ein anderer Pilz ist und welche Maßnahmen wir ergreifen sollten und/oder müssen falls das der Fall sein sollte.
Vielen Dank schon mal für eure Antworten



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Rückseite der Fliesen hinter der Dusche



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Vorderseite der Fliesen hinter der Dusche



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Styroporboden der Duschwanne



Kellerschwamm?



Sieht für mich auf den ersten Blick eher wie ein Brauner Kellerschwamm Coniophora puteana aus. Muss aber im Labor geklärt werden. Liegen Fruchtkörper vor und hast du davon ggf. auch Bilder?
Der Unterschied in der Sanierung gegenüber dem Echten Hausschwamm ist der Umfangd er Sanierung. Der Kellerschwamm muss bis ins Gesunde zurückgebaut werden. Also der gesamte Befall. Der Echte Hausschwamm auch darüber hinaus.

Also erst mal ab ins Labor und solange drücken wir die Daumen, das es nur der Kellerschwamm ist.

Toi,toi, toi - M.Mattonet, Ingenieurbüro Bergisches Land



Verschiedene Schäden?



Dieses Geflecht an der Duschwanne ist ja sicherlich nicht 50 Jahre alt - so lange war die Wanne bestimmt nicht verbaut.
Der Würfelbruch an dem Balken kann m.M.n. auch schon älter sein.

Ungeachtet des ausstehenden Gutachtens würde ich die Duschwanne, den Styroporträger und alles was irgendwie mit diesen Gespinsten befallen ist, schnellstens wegschaffen und entsorgen.

Bei uns hat das Labor dann geraten die Wände abzuflammen und mit einer Emulsion behandeln zu lassen. Den verrotteten Balken herausnehmen und ersetzen. Alles in allem war das Ganze mit 1000,- € erledigt.



Immer gleich vorgehen



Guten Abend,

ungeachtet des Ergebnisses des Labors ist das Vorgehen eigentlich immer das Gleiche, da kann ich meinem Vorredner nur zustimmen:

Alles was nach sichtbarem Befall aussieht, möglichst schnell und sorgfältig entsorgen. Dazu gehört das Holz, Styropor, Lehm, Schüttungen, Dämmmaterilien etc. Also alle Materialien, die vom Pikzmycel durchwachsen werden können.

Fugen werden aus gekratzt und anschließend zusammen mit den Mauersteinen abgeflammt. Soweit die Ursache des Feuchtigkeitsschaden gefunden ist, kann ein zusätzlicher Eintrag von Chemie erspart bleiben.

Wichtig ist nur, dass man unabhängig des Ergebnisses, 50 cm bis 1 m ins Gesunde schneidet, um wirklich sicher zu sein, dass man auch die kkeinste Mycelreste entfernt.