Ist das eine tragende Wand?

26.09.2018 derpinman



Hallo zusammen,
Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.
Ich habe ein Haus Baujahr 1929. Auf den Bildern könnt ihr sehen das ich eine Wand schon ein Stück abgetragen habe.
Die Holzkonstruktion war mal eine Tür die zugemauert wurde. Maße sind 10x6 cm. Stärke.
Die gemauerten Steine sind nicht wie man es kennt gemauert, sondern hochkant.
Die Wand ist auch nicht gegründet. Die Balken verlaufen in der Richtung wie die Wand steht.
Wurden tragende Wände mal so gebaut?
Ich denke das es keine tragende wand ist.
Unten war durchgängig ein Balken der aber an beiden Enden Faul war. Die Wände die in der gleichen Richtung wie die Deckenbalken laufen haben unten diesen Balken. Die anderen Wände auf denen die Balken liegen sind vollgemauert. Allerdings auch nur eine steinreihe. Die sind aber auch gegründet und nicht hochkant.
Noch eine Info: In dieser Wand stand auch mal ein Kachelofen der beide Zimmer beheizt hat.

Für euer Feedback Danke ich euch.



Glaskugel



Ich bin bei mir im Bild auch von einer nichttragenden Wand ausgegangen. Da jedoch darüber eine alte Fachwerkwand vorhanden war, habe ich das genauer angeschaut. Obwohl die Wand (Rahmen 10 cm) unten dem Deckenputz nachträglich eingezogen wurde, wird dadurch der rechte Balken getragen, da vorne am Fenster die Verbindung gebrochen war. Nach dem Freilegen der Deckenbalken wurde klar, dass der rechte Balken früher von einer Fachwerkwand getragen war.

Bei mir war dann ein Statiker fällig, der dem Balken einen Pfosten und eine Eisenverstärkung verordnet hat. In alten Häusern ist das alles nicht so einfach zu sagen, auch wenn deine Wand für eine Tragwand zu dünn erscheint.



Es gibt mehr



Hallo, zu bedenken als tragend oder nicht. Ich weiß nicht was sie von Beruf sind. Würden sie es gut finden wenn ich als Laie darin "herumwerken" würde. Sicherlich es ist Ihr Eigentum und da können Sie machen was Sie wollen, aber Fachmann ist Fachmann. Ich gebe mal noch einen Tipp, wenn die Räume über 4 Meter lang sind, könnte es sich ja auch um eine aussteifende Wand handeln. Ich lege bei jedem Tipp trotzdem nahe, fragt einen Fachmann. Ihr werdet dabei nicht arm, aber die Wahrscheinlichkeit, das Ihr nichts zerstört ist wesentlich höher. Der Irrglaube, ich kann es ja kaufen also muß es doch nicht so schwer sein, hat sich erschreckend verbreitet.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Danke erstmal



Ich möchte natürlich nicht einfach so rumdoktorn. Schließlich sollen meine Familie und ich einmal in diesem Haus leben.
Ich hatte den Statiker schon mal da weil ich an einer offensichtlich Tragenden Wand einen Durchbruch machen möchte.
Der sagte aufgrund das eine Etage höher eine Wand der Gaube drauf steht das ich mindestens das Stück Wand unten stehen lassen soll das Ihr auf dem Foto an Wand noch sehen könnt. Soweit halte ich mich an vorgaben.
Ich habe nur diese dünnen Hölzer gesehen die offensichtlich nur ein Türstock sind und die hochkant gemauerten Steine und hab mich gefragt was passiert wenn ich die komplette Wand raus nehme.

Ich würde jetzt das Stück Wand stehen lassen und noch 2 Stück 10x10 Bohlen aus Unterstützung mit einbauen. Was meint ihr?
Danke fürs Feedback, auch wenn ich den „Tonfall“ nicht immer mag wenn er anklagend wird. Hätte lieber einen guten Austausch. Vielen Dank für eure Hilfe.



keine Klage



Hallo, es war keine Klage, es war ein Tipp. Einfacher ist sich einen Plan machen, vielleicht sogar mit einem Fachmann,und dann alle Punkte abarbeiten, das spart auf beiden Seiten Zeit und Nerven.
MfG Michael Schmidt



Tragende Wand



Entscheidend ist- (neben aussteifender Funktion, die auch eine dünne Wand übernehmen kann) was sich darüber befindet.
Wenn weder Wand noch Punktlasten darüber vorliegen vermute ich keine tragende Funktion.
Ohne die gesamte Situation zu kennen läßt sich kaum Genaueres sagen.

Du kannst ja eine Betonstütze mit einem Kantholz darunterstellen, wenn die Balken entfernt werden und dann mit Lasermesser oder zwei nebeneinander gelegten Holzleisten überprüfen, ob und in welchem Maße sich beim Herunterdrehen der Stütze die Decke in diesem Bereich absenkt.
Ansonsten die Deckenbalkendimensionierung, Abstand, Spannweite, Eigengewicht und Verkehrslast überprüfen und so ermitteln, ob die Dimensionierung ohne Unterstützung genügt.
Andreas Teich