Ist Dachpappe noch aktuell ?

05.01.2014



Wir wohnen in Norddeutschland in einen Holzfertighaus von 1916 (mein Elternhaus). wir haben noch Dachpappe (ca. 250qm) Dachfläche, grosses Haus. Lohnt sich das wäre nicht Betonziegel besser und langlebiger?



Das kommt



auch auf die Statik und die Dachneigung an. Betonziegel sind schwerer und sie sollten nicht auf zu flache Dächer gedeckt werden. Das gleiche gilt für Tondachziegel. Bei den meisten ziegeln gilt: Nicht unter 30° Dachneigung.
Alternativ gibt's noch Gummibeschichtung, z.B.: Hertalan oder Blechdach.
Ralph Schneidewind





wie gesagt kommt auf die neigung des daches an bzw auf den zustand des dachstuhls.

welche Eindeckung war vor der pappe?

tonziegel sind meiner meinung betonziegel vorzuziehen. sind nicht um so viel teurer, passen außerden viel besser zum holzhaus.



ist Dachpappe noch aktuell ?



Vielen Dank, das Dach hat eine Neigung von ca. 35 Grad. unser Zimmermann hat sich die Verhältnisse schon angeschaut. Es war immer Dachpappe,da es zuerst ein großes, sehr großes Wochenendhaus war.



Falls doch



kein Blech oder Dachziegel/Steine zum Eisatz kommen und Dachpappe vermieden werden soll, wäre das hier vielleicht die machbare Möglichkeit:http://www.hertalan.de/
Der Vorteil von dem Zeugs: Es braucht, im Gegensatz zu Dachpappe, nur einmal verlegt werden. (Dachpappe: 3-fach)
Ich bin kein Vertreter von der Firma. Mir ist es bekannt, weil ein Kollege von mir dieses Material häufig verlegt.
Ralph Schneidewind





Vielen Dank! jetzt haben wir eine Entscheidungshilfe!!



Asphaltschindeln



... auch eine Alternative.



Die Statik wurde bereits angesprochen,



d.h. Dachsteinen (Betonziegel) und Dachziegeln (Tonziegel) sind eben deutlich schwerer und daher sollte der Dachstuhl auf Tragfähigkeit geprüft werden. Bei 35 Grad Dachneigung ist es grundsätzlich mal überhaupt kein Problem, diese überhaupt zu verwenden. Die Regeldachneigung spricht bei den meisten Ziegeln von 22 Grad, Braas hat mit der Harz 7+ sogar nen Dachstein im Angebot, der ab 7 Grad verlegt werden darf...mit entsprechender Unterdeckung (sprich Unterspannbahn und Holzschalung).
Sollte Ihr Zimmermann zu der Ansicht kommen, daß Ihr Gebälk statisch zu schwach für Ziegel ist, wären Aluminiumschindeln eine weitere, dauerhafte Alternative. Diese haben durch ihre Befestigungsart gleichzeitig die geforderte Windsogsicherung und sind mit 2,3 kg/qm echte Leichtgewichte auf jedem noch so schwachbrüstigen Dachstuhl. Voraussetzung ist hier allerdings eine Vollschalung aus Brettern von mindestens 24 mm (Dachschindel) oder einer Unterlattung (Dachpfanne). Preislich liegen diese durchaus höher als Dachsteine oder Dachziegel, dafür gibts 40 Jahre Garantie auf Material und Farbbeschichtung...nicht ganz unwesentlich bei der Entscheidungsfindung.

Ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen, daß bei Ihnen nur Dachpappe auf dem Dach verlegt worden ist. Könnte es sein, daß es sich eher um Schweißbahn oder zumindest Bitumenschindeln handelt ?
Sollte es tatsächlich nur Dachpappe sein, halte ich das generell für bedenklich. Dachpappe ist seit jeher als Unterdeckung bzw. für kleinere Nebengebäude sinnvoll.

Gruß Andreas





In Dänemark verwendet man im Landwirtschaftsbau gerne eine schwarze Welle: Onduline. Internet: http://www.onduline.com/de/Produktinformation

Es gibt mittlerweile verschiedenste Farben. Das Gewicht ist mit 6,5 kg/m² auch günstig.

Grüße



ist Dachpappe noch aktuell?



Vielen Dank für die letze Nachricht! Sehr hilfreich. Es war immer nur Dachpappe, meine Eltern haben einmal schon einen neuen Dachstuhl erhalten. Ich will das jetzt nicht mehr, nur mein Bruder meint es reicht da Dachpappe billiger ist und 20 Jahre reicht. Wir hatten mit einem neuen Anstrich schon Probleme. DAs Haus ist zweistöckig und hat 280 qm.