Wärmeisolierung im Altbau an Außenwand und EG- Fußboden

09.07.2005



Ich habe eine Altbauhaushälfte gemietet und möchte nun etwas die Isolierung verbessern. Da der Vermieter die Isolierung für haustypisch ausreichend hält, will ich nun auf eigene Kosten und natürlich ausschließlich im Innenbereich eine Isolierung vornehmen. Ich denke, daß mein Partner handwerklich dazu in der Lage ist, aber alle unsere Überlegungen erscheinen mir zu aufwendig. Vielleicht könnt Ihr mir ja ein paar Tipps geben, wie ich einfach und auch nicht zu kostenintensiv Fußboden und Außenwände Isolieren kann. Die Fußbodenisolierung betrifft vordergründig das Erdgeschoß. Diese Haushälfte ist nicht unterkellert.



Die Frage der nachträglichen Wärmedämmung



wurde in den früheren Beiträgen schon vielfach - auch kontrovers diskutiert. Sie finden die Beiträge in der entsprechenden Rubrik.

Meine Meinung: Die nachträgliche Dämmung ist energetisch nutzlos und bautechnisch hochriskant, da sie Feuchteschäden des Wandgefüges provozieren kann.

Weitere Info und Abrechnungsdaten zur Nutzlosigkeit der "Dämmung" finden Sie auf www.konrad-fischer-info.de/7fehrtab.htm. Man darf keinesfalls annehmen, daß Dämmstoff Wärme wie ein Damm Wasser beim Abfließen dämmt. Um einen Stau zu erzeugen braucht es übrigens auch beim Deichen und dämmen von Wasser etwas sehr Massives und nix Porig-Fasriges - und bei der Wärme ist es nicht viel anders - auch wenn hier die physikalischen Verhältnisse nicht 1:1 übersetzbar sind.

Wesentlich ist bei der Behinderung von Wärmetransporten am Bauwerk die Speicherfähigkeit, nicht der aus stationären Labormessungen unter praktisch nicht relevanten Bedingungen abgeleitete U-Wert der Konstruktion.





Wie Herr Fischer schreibt, bezüglich Wärmedämmstoffen differieren die Meinungen hier im Forum teils erheblich.

Mir fällt es in diesem Fall allerdings auch nicht schwer Ihnen abzuraten. Innendämmung ist bauphysikalisch das schlechteste, was Sie nicht nur einem Altbau antun können
Es geht die ganze Pufferfähigkeit bezüglich Feuchte und Temperatur verloren, dazu finden Sie hier im Forum sicherlich zahlreiche Beiträge.

Was den Taupunkt und mögliche Durchfeuchtung der Wand betrifft, ebenso.

Die meisten Wärmeverluste haben Wohngebäude dieser Größe ohnehin über die Öffnungen (Fenster und Türen) sowie über das Dach. Die Wärmeverluste über die Wand, ebenso über das Fundament machen bei Altbauten oft gar nicht so viel aus.

An Ihrer Stelle würde ich das ganze erst einmal bewohnen, und dann abwägen, ob überhaupt, und wenn ja welche Notwendigkeit besteht.

Ferner mal die Kosten rechnen, und klären, in welchem Zeitraum sich das amortisiert hätte. Ich vermute, frei vom grünen Tisch, dass es für Sie unwirtschaftlich ist.