Isolierung, Keller, Kellerdeckenaufbau




Kellerdeckenaufbau/- Isolierung
Der gegenwärtige Zustand der Erdgeschossdecke ist folgender:
Balkendecken mit Lehmwickel dazwischen, auf den Balken, ein
Streifboden mit 27 mm. Die Kellerdecke soll nun " isoliert" werden von unten. Der Keller besteht teilweise aus Naturboden und Betonboden. Der Keller ragt zur Hälfte aus dem Boden und ist mit Bruchsteinen gemauert.
Was für eine Maßnahme bezüglich der Isolierung macht nun Sinn? Herzlichen Dank für die Antworten im Vorraus..



Kellerdecke



Da habe ich aus Versehen keinen Kommentar sondern eine neue Frage abgespeichert.
Hier noch mal meine Antwort auf die Frage:
Komischerweise finde ich Ihre Eingangsfrage nicht.
Rauhspund ist Rauhspund, jedenfalls im baulichen Sprachgebrauch. Den Begriff Streifboden habe ich noch nie gehört.
Rauhspund ist Bauholz, in der Küche unpassend. So was gehört auf den Spitzboden oder an die Gartenlaube.
Bei 2,20 m kann man noch was an die Deckenunterseite bringen. Was- das hängt von der ebenen Lage der Balkenunterseiten ab. Eben: Heraklithplatten direkt anschrauben, Mineralwolle in den Zwischenraum abschnittsweise einschieben. Decke von unten anschließend putzen oder wenigstens spachteln. Alle Fugen zur Wand müssen geschlossen werden.
Uneben: Direktabänger, Traglattung, Mineralwolle, grüner Gipskarton (GKI) Fugen verspachtelt.





Hallo Herr Böttcher, vielen Dank für ihre Antwort. Ihre Lösung war vom Prinzip her auch mein erster Gedanke.
Aber irgendwie habe ich dabei ein ungutes Gefühl dabei. Der Streifboden ist übrigens beidseitig gehobelt und würde auch direkt als Boden taugen, sowohl von der Optik als auch der Funktionalität, aber ich habe ihn einer OSB Platte vorgezogen, weil so die darunterliegenden Lehmwickel Luft zum Atmen brauchen. Und daraus ergibt sich schon meine Unsicherheit bezüglich der Isolierung von unten.
Sollten die Mineralfaseriso Feuchtigkeit bekommen, wäre sie nutzlos. Geht hier auch eine Holzfaserplatte, welche mit ev. Feuchte besser umgehen kann? Ist die Gefahr von Feuchtigkeit eher von oben oder unten gegeben?
Mfg M.K



Kellerdeckendämmung



Ihre "atmenden" Bretter führen dazu das im Winter in verstärktem Maße wärmere, feuchtere Luft an die kälteren Lehmwickel gelangt. Die Folge ist Kondensatausfall, mögliche Schimmelbildung, mittelfristig die Zerstörung der Decke durch Holzschädlinge. Die Zerstörung beginnt an den Deckenauflagern bzw. den Balkenköpfen.
Mineralwolle versagt nicht wenn sie feucht wird. Ehe die feucht wird wären Holz und Lehm wassergesättigt- kein guter Gedanke für Ihre Decke.
Sie brauchen einen möglichst luftdichten, hohlraumfreien Fußbodenaufbau nach oben hin. Dazu in der Küche und im Keller ein angepasstes Lüftungsregime.
Als Alternative haben Sie:
So lange warten bis die Decke versagt und dann eine neue, verrottungsfeste, luftdichte, gedämmte, massive Kellerdecke einzubauen.





Hallo Herr Böttcher, es handelt sich nicht um eine Küche, sondern um das Wohnzimmer. Das einzige Zimmer in dem Haus, Welches kontinuierlich beheizt wurde. Auf den Balken lag ein Dielenboden, der nicht besäumt war, also genügend Feuchtigkeit die von oben in die Lehmwickel gelangen konnte. Kellerseitig war ein " RAUSPUND " angebracht. Ca. 200 Jahre hat das funktioniert ohne den Balken zu schaden. Das macht mich daran stutzig! Deshalb meine Fragen.
MfG M.K.



Fußbodenaufbau



http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/fussboeden.html

Es könnte alles so einfach sein- isses aba nich!

Unter dem Link finden Sie Hintergrundinformationen zu dem Thema- falls Sie das interessieren sollte.

Entweder Sie passen sich dem vorhandenen Fußboden an und den vor 200 Jahren üblichen Gewohnheiten (Ofenheizung, großer Luftdurchsatz, 14° Zimmertemperatur im Winter, niedrige Raumluftfeuchte, kalter, zugiger Boden)
oder Sie wollen zeitgemäße Wohnverhältnisse.
Beides passt nicht zusammen.
Entscheiden Sie sich.