Sparrendämmung mit Isofloc

22.12.2002



Ich möchte den Dachboden meines Facherkhauses ausbauen. Eine grundsätzliche Frage ist die Art der Dachdämmung. Da die Sparren sehr krumm sind überlege ich Isofloc einblasen zu lassen. Der vorhandene Dachaufbau stellt sich wie folgt dar: (von außen nach innen) Naturschiefer, Dachpappe, neue Fichtenverschalung 24 mm, alte Eichenverschalung ca.30 mm. Meine Überlegung geht dahin die Sparren von unten mit einer OSB-Platte zu verschalen und in den Zwischenraum Isofloc einzublasen. Darf ich das so machen oder nehmen die Sparren und die sonstigen Bauteile schaden, weil keine Hinterlüftung zwischen Außenschalung und Dämmung vorhanden ist? Ich habe jetzt schon einige Meinungen gehört



Sparrendämmung mit Isofloc



Toll, da hat mich jemand aus dem Internet geworfen, weitergehts:Ich habe jetzt schon einige Meinungen gehört doch ich würde gerne von Euch hören was Ihr davon haltet. Danke!



Einblasdämmstoff



Hi Björn, hier meldet sich ein Lehmbauer, doch was soll der mit einem Einblasdämmstoff zu tun haben, wirst Du Dich jetzt fragen! Weit gefehlt, denn ich habe einige Lehrgänge für Winddichtung absolviert und bin auch einblasberechtigt und dies auch noch mit einem Dachdeckereifachbetrieb zusammen. Ich arbeite also Hand in Hand mit Handwerkern und diese Symbiose funktioniert auch sehr gut. Nun zum eigentlichen Thema von Dir:
Wir blasen hauptsächlich Holzfasern ein, da die Zellulose doch Setzungen unterliegt, auch wenn man noch so sensibel arbeitet! Wenn mit einem Einblasdämmstoff, egal welches Produkt, gearbeitet wird, dann muß man sicherstellen, daß eine diffussionsfähige Konstruktion erstellt wird, d.h. OSB_Platten sind als diffussionsdicht anzunehmen. Also was nun, steht zur Frage: Mit einem Baupapier winddicht verklebt, ist die üblichste und auch funktionstüchtigste Variante. Doch das Hauptthema ist die diffussionsdichte Außenhaut. Wenn der Dachraum als Entlüftungsebene dienen kann, müßte man nur noch schauen, wie lang die zu dämmende ebene wäre und die dagegenstehende Länge der Entlüftungsmöglichkeit (offene Sparrenebene im Bodenbereich) Rückkontakt erwünscht, um weiter Details zu erörtern. Schöne Weihnachtsfeiertage und gute fachliche Entscheidung, der Lehmbauer aus der etwas kühlen OL.



ok



Eine Hinterlüftung ist nicht zwingend, wenn auch erwünscht. Da die -abgeklebte- OSB Platte als Dampfbremse fungiert und der Schiefer sicher nur auf einer einfachen Bahn Dachpappe verlegt ist, ist davon auszugehen, dass die Konstruktion funktioniert. Eine AngstBremspappe kann man vor der OSB und auf dem Sparren anbringen. Planer oder Fachbetrieb ranholen, Unterschrift geben lassen und loslegen. Guten Rutsch



dachaufbau



Nich zu vergessen bei Ihrer Überlegungen ist die Dampfdiffusion des Dachaufbaus (damit keine Feuchtigkeit in der Konstruktion "hängen" bleibt).
Die OSB Platte hat einen Mü-wert von 220-320 l, die Bitumenbahn hat einen mü-wert von 100-200 l.
Der "mü" wert zeigt der Dampfdiffusionswiderstand.
Es kann daher etwas Feuchtigkeit ausdiffundieren.
Vielleicht kann der Lieferant der OSB-platten einmal schnell per EDV die Dampfdiffusion der gesamte Konstruktion zur Sicherheit durchrechnen.
m.f.G.
J.E.Hamesse