Dachgeschossausbau-100%-ige Lösung für die Dämmung?

09.03.2006



Guten Tag,
wir haben zwar kein Fachwerkhaus aber ich hoffe, daß mir im Bezug auf einen Dachgeschoßausbau trotzdem "geholfen" werden kann. Das Dach ist zu 3/4 der Fläche ein Flachdach mit Bitumenbahnen/Dachpappe und der Rest ist Steil und mit sehr alten Ziegeln gedeckt. Wir haben also die Dämmung an Fachleute vergeben mit dem Vertrauen, daß die Wissen was sie machen. Im Angebot war dann die Rede von Auflattungen und Dämmung WLK 035 sowie einer Dampfbremsfolie. Diese sollte natürlich fachgerecht verklebt werden. Irgendwann hörten wir das Wort Isofloc, aber keiner hat uns näher erläutert was das eigentlich ist. Und nun unser "Problem" die Folie ist wahrscheinlich nicht überall ordnungsgemäß verklebt (das wir jetzt geprüft) und schon erzählt uns jeder dass man doch nicht mehr mit Dämmwolle dämmt, da diese auf jeden Fall klitschenaß wird und die Decken faulen und wir uns jede Art von Allergien einfangen werden usw. und das www ist auch nur voll von schlechten Berichten. Meine Frage: gibt es irgendjemanden, der gute Erfahrungen mit ganz normaler Dämmwolle, so wie beschrieben, gemacht hat oder sollten wir jetzt auf jeden Fall Isofloc ins Dach blasen lassen. Gibt es hierbei auch schon irgendwelche Erfahrungen aus der Praxis, dass die Papierflöckchen nass geworden sind und die Kinder Pappmaschee-Schweinschen daraus bauen konnten. Würde mich sehr interessieren, da mir diese beide Dämmsorten irgendwie zu schwarz/weiß dargestellt werden.
vielen Dank und Grüße aus der Marzipanstadt Lübeck
p.s. wir sind echte Laien.....



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Schön dass Sie hierher gefunden haben. Dass Sie kein Fachwerkhaus haben, amch nichts, ich habe auch keins ;-)
Zu Ihrer Isofloc-Frage.
Als erstes empfehle ich Ihnen, rechts oben unter Suche mal das Stichwort 'isofloc' einzugeben. Dann können Sie erst mal in Ruhe 4 Seiten Forumseinträge lesen.



Vielen Dank für die schnelle Antwort



wir machen seit Tagen nichts anderes als alles über Isofloc und sonstige Dämmstoffe in Erfahrung zubringen. Aber niemand kann uns sagen welche Lösung die Bessere ist.
Gruß
N. Schmeling



Alles nicht so einfach



Hallo Nicole,
ich weiß nicht, ob es "die Dämmlösung" an sich gibt, das kommt auf jedes Haus und die Einstellung der Bauherren an. Bei fachgerechtem Einbau und ordentlich verklebter Dampfbremse dämmt natürlich jeder Dämmstoff. Die Fragen lauten da eher: will ich wirklich MiWo (mich persönlich schüttelt es dabei), wird aber immer noch am meisten verbaut und ist sehr günstig (aber null Toleranz gegen Feuchtigkeit). Preislich ist nur Isofloc konkurrenzfähig und viel toleranter gegenüber Feuchtigkeit. Dann gibt es noch Holzweichfasern (lassen sich wohl auch inzwischen einblasen, sind schwerer und bringen aufgrund der Masse mehr Schutz gegen sommerliche Hitze mit), Hanf, Flachs... kostet aber mehr.

Freudiges entscheiden.
Grüße, Stefan





Hallo Frau Schmeling,

Die ultimative Dämmlösung, wird es warscheinlich nie geben, aber Alternativen:
Bei richtiger und sorgfältiger Ausführung ist nichts gegen Mineralwolle oder Steinwolle ausuzusetsetzen, wichtig ist hier die ausreichende Hinterlüftung der gedämmten Gefache.

Als alternative bietet sich auch eine Dämmung aus Lehm- Hobelspänen an, welche auch im Einblasverfahren eigebaut wird und sich durch Ihre Dämmwirkung, Speicherfähikeit und sommerlichen Hitzeschutz auszeichnet.

Welche Dämmlösung nun Letztendlich zum tragen kommt liegt immer im ermessen des Bauherrn.

Grüsse Thomas



@ Aufbau



Non plus Ultra wird es nie geben!
So wie Thomas Kehle (KETHO) bereits schrieb, sehen wir es ebenfalls.
Wichtig ist zu klären, welcher Anspruch und danach definiert sich dann auch meistens die Lösung.
Ein Vollsparrendämmstoff ist gerade in heutiger Sicht wesentlich sinnvoller und auch im Zeitalter steigender Energiebereitstellung überlegenswerter.

Grüße Udo