Badzimmer Grundsanierung in Bruchsteinscheune




Hallo liebe Gemeinde,

wir sind nun bei unserer Renovierung am Badezimmer angelangt. Es handelt sich um eine ehemalige Scheune, die an das Haupthaus angebau ist und komplett in Bruchstein (Kalkgestein) mit Klakmörtel gebaut ist. Der Vorbesitzer hat sämtliche Innenwände mit einer 17er Klaksandsteinmauer vermauert und dazwischen immer ca. 10cm Luft gelassen. Wir haben also einen Raum im Raum.
Alle Installationen wie Rohre, Abflüsse usw. sind in der neuen 17 Kalksteinwand eingelassen. Meine Frage ist nun folgende:

a)sollte ich nur die Installationen in der neuen Wand erneuen, neu Fliesen (aus optischen Gründen) und den Zwischenrauen ausbalen zur Dämmung (welche würdet ihr empfehlen??)

b) oder die neue 17er Wand rausreißen und den Raum mit Lehmputz und 80er Holzfaserplatten dämmen? Dadurch würde ich an jeder Raumwand fast 20 cm mehr platz gewinnen.


Zusätzliche Infos. In dem Bad gibt es ein Fenster zur Lüftung und ein kleiner Kamin wird ebenfalls dort installiert werden und permanent genutzt werden.
Das restliche Haus(Fachwerk) ist bereits mit Lehm + 80er Holzfaserplatten gedämmt.

Ich bin für jeden Tipp/ Erfahrungsbericht dankbar.

LFG Robin Harder



Altlasten …



Hallo

Ich mag ja die eigenartigen ungeplanten und zweifelhaften Doppelwände nicht sehr und rate immer dazu ab … aber das kostet halt Zeit, Geld und Nerven und ist meist mit Planung der genauen NEUEN Details verbunden

Wenn gewährleistet ist, dass man den Zwischenraum ab und zu kontrollierteren kann, dann könnte man das lassen …

Ich würde auf keinen Fall ausblasen …

Fliesen würde ich minimieren …

Wenn Sie 17 cm Stein und 10 cm Luftschicht entfernen haben Sie 27 cm und nur Verputzen ohne 80 mm Problemdämmerei … auch ne Alternative …

warme Kamine sind immer gut, vor allem wenn man in Notzeiten einen kleinen Badeofen installieren kann …
;-)

genaues kann ich nur sagen, wenn man die genauen Details des Wandaufbaus kennt mit die dazugehörigen Detailanschlüssen oben, unten rechts und links … etc …

aus "optischen Gründen" etwas an einem Bau zu entscheiden ist meist kontraproduktiv … hat sich eingeschlichen und hört sich furchtbar "architektonisch" an … aber gute Architekten gehen immer von der gesunden Bausubstanz aus und nur die schlechten setzen auf höchsten optischen Anspruch …

da geh ich lieber nach v.d. Rohe's "less is more"

wenn man mal seine "alten" oder ersten Bauten angesehen hat … Hut ab!

Florian Kurz



Installationswand



Hi Robin,
ich würde nicht nur die vorhandene Installation sondern auch die Vorwand entfernen und alles neu aufbauen.
Die Installationswand (an einer Innen-, nicht an der Außenwand) kann, muss aber nicht gedämmt werden; allerdings sind die Rohrdurchführungen durch die Decke dicht auszuführen, damit hier kein Feuchtigkeitstransport stattfindet.
Viel Erfolg