Innenwandisolierung

19.03.2007



Hallo,
beabsichtige eine Kelleraußenwand von innen zu dämmen mit Styrodur (extrudiertes Poly...). Die sehr kalte Außenwand (dahinter liegen 2 m Erdreich) ist innen durch das ständige Kondensieren der Raumlauft leicht feucht. Fühlt sich klamm an.
Will nun das Styrodur (4 cm) direkt auf den Putz aufkleben und dann übertapezieren.
Fragen:
- kann man das so machen?
- Ist noch eine Dampfsperre erforderlich?



Vorsicht!!!!!!!!!!!!!!



Du fängst die Feuchtigkeit hinter dem Styrodur ein. Sie kann dann nicht mehr verdunsten. Verputze die Wand lieber mit einem Luftkalkputz und sorge für ausreichende Querlüftung. Die Tapete ist zudem noch ein wichtiges Grundnahrungsmittel für aufkommenden Schimmel. Über eine Dampfbremse brauchen wir hier erst garnicht zu reden. Die Wand ist bei Deinem System schon dicht genug.


Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Wenns trotzdem warm sein soll



..können Sie
a) einen wärmedämmenden Innenputz mehrlagig aufziehen
Kosten über 60 e/m² oder
b) Holzweichfaserplatten (Gutex oder Pavatex), nicht zu dick, vielleicht 25 mm in Ausgleichsputz ansetzen.

Oder eine Leichtlehminnenschale bauen.
dabei immer gut heizen und lüften.

Alles mit Styro im Keller hält Sie an der Arbeit.

Grüße
Dietmar Beckmann



Innenwandisolierung



Hallo,
erstmal vielen Dank für Eure Antworten, die zeigen, dass ich mit meiner Styro-Idee doch vollkommen schief liege. Als Laie habe ich mir das so einfach vorgestellt: Wasserdichtes Styro sorgfältig mit abgedichteten Fugen ankleben und gut ist's.
Bin drauf gekommen, weil's bei Heizkörpernischen doch so gemacht wird.
Wenn ich aber nun eine Holzweichfaserplatten nehme wird die denn nicht mit der Zeit feucht und gammelt? Denn das Problem ist die Lüftung. Müsste eventuell einen Ventilator mit Zeitschaltuhr betreiben. Dann hätte man in regelmäßigen Abständen eine Luftbewegung.

Nochmals danke für Eure Beiträge.
Gruß
Karl-Heinz



Innendämmung



Hallo,

die HWL-Platte transortiert die Feuchtigkeit sicher an die Oberfläche, wo sie verdunsten kann, wird also nicht gammeln.

Grüße



Wenn die Abdichtung außen und unten fehlt geht das schief!



Völlig gleich mit was verputzt wird.
Ich habe bedenken, wenn ich lese - "die HWL-Platte transportiert die Feuchtigkeit sicher an die Oberfläche, wo sie verdunsten kann" tja, und was macht das mittransportierte Salz?
Und warum sollte mehr Feuchte in den Raum transportiert werden?
Innendämmung geht sicher, wenn der Aufbau richtig erstellt wird, und das Klima an der Innenseite so eingestellt wird, dass der Taupunkt an keiner Stelle erreicht wird.
Als was soll denn der Keller genutzt werden?
Gibt es auch Fotos?



Von Salzbelastung



war zwar hier keine Rede, sollte aber in Betracht gezogen werden. Kellerräume dieser Art, sind selten dazu geeignet, etwas anderes zu sein, als Lagerraum für feuchteunempfindliche Gegenstände.
Die Feuchte kommt, wie oben beschrieben, nicht aus der Wand, sondern ist Kondensat.
Hier könnte eine HWL-Platte evtl. helfen.
Würde aber auf jeden Fall eine Fachkraft vor Ort zur Begutachtung bestellen.

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Innenwandisolierung



Hallo zusammen,

die Antworten, die alle wichtig und richtig sind, zeigen wieder einmal, daß der Beratung im Internet Grenzen gesetzt sind. Besonders die Beratung vor Ort ist durch nicht zu ersetzen. Wenn Sie etwas ernsthaft vorhaben, sollten Sie einen Architekten oder Bauing. mal für ein paar Stunden bezahlen und seine Nase in Ihren Keller stecken lassen. Vielleicht fällt dem ja noch was ganz anderes auf.

Grüße