Innenwand in Scheune auf Betonboden aufmauern?

09.03.2017



Hallo,

ich möchte in meinem Werkstattraum in der Scheune (Außenwände Sandstein, preussische Kappendecke) in einer Raumecke einen kleinen Raum abmauern für Toilette+Waschbecken, eventuell auch noch eine Dusche dazu, d.h. je nachdem werden die beiden zu erstellenden Wände insgesamt so ca 3-4 laufende Meter haben, abzüglich des Ausschnitts für die Tür; die Höhe der Wände beträgt ca. 2,6m, also wird die Wandfläche später so etwa 8-10m2 betragen. Der Boden ist betoniert, ca. 15cm dick ohne Armierung. Mauern wollte ich die Wände aus 11,5er Kalksandstein. Jetzt ist die Frage, ob man das auf den vorhandenen Betonboden Mauern kann. Es geht dabei nur um die Tragfähigkeit des Bodens, Schallschutz u.ä. spielt kein Rolle, ist ja kein Wohngebäude. Ansonsten müsste ich wohl im Bereich der neuen Wände den Boden öffnen und Streifenfundamente herstellen.

Viele Grüße



Tragfähigkeit der Bodenplatte



Die hängt überwiegend vom Unterbau ab, auf dem die Bodenplatte betoniert würde.
Wie kann man aber auf die Idee kommen, die Bodenplatte aufzustemmen, um darunter ein Streifenfundament zu betonieren?

Was könnte überhaupt schlimmstenfalls passieren, wenn die Bodenplatte nicht tragfähig genug wäre?
Einige Risse, die bei einem Werkstattboden eh nicht dramatisch wären.

Und wenn Befürchtungen bestehen ist's doch am naheliegensten, eine leichtere Wandkonstruktion zu erstellen.
Warum überhaupt für ein WC/Waschraum KS-Wände mauern?
Es gibt viel einfachere Konstruktionen

Andreas Teich



Da



kannst du einfach draufgehen. Bei der geringen Höhe und Wandstärke kommen keine Lasten zusammen. Schau nur, dass du den Wandkopf zum halten kriegst. Z.B. mit U-Schalen.



Danke



für die Rückmeldungen. Zum Anschluss der beiden Innenwände an die 40cm dicken Außenwände wollte ich in den Außenwänden jeweils einen senkrechten Schlitz in Innenwandicke und ca. 5-6cm Tiefe herstellen und da die Steine von den Innenwänden reinsetzen als Verzahnung mit der Außenmauer.

Warum Kalksandstein:
Material ist günstig und ergibt später eine stabile Wand, an die ich z.B. auf der Raumseite von der Werkstatt mal noch einen Heizkörper o.ä. montieren könnte. Eventuell wäre Ytong noch ne Alternative, da siehts aber mit der Befestigung von schwereren Sachen an der Wand schon weniger gut aus.


Trockenbau mag ich eh nicht so und grade an dieser Stelle bin ich mir da wegen Feuchtigkeit auch nicht so sicher:
der Raum wird später nicht dauerhaft beheizt, es wird einen Heizkörper geben, der ist aber nur für Fostschutz zuständig und Beheizung bei Bedarf. Ob die Außenwände im unteren Bereich wirklich 100%-ig trocken sind, ist auch noch ein Thema.

Viele Grüße



Den



Wandanschluss kannst du auch mit Mauerankern zum andübeln herstellen. Wenn du bis unter die Decke mauerst, kannst du meinen Tipp mit den U-Schalen natürlich vergessen.



Trennwand



Natürlich funktioniert Trockenbau als System in diesem Fall. Ich würde es hier sogar anderen Materialien vorziehen.



und warum



Herr Böttcher, ist Trockenbau hier sogar besser?
Stellt sich auch noch die Frage, wie Trockenbau ausgeführt wird, die Standardvariante mit GK-Platten+Metall-Profile+Glaswolle oder Fermacell, ggf. auch anderes Dämmmaterial etc.

Der Tip mit den Mauerankern ist gut, da spar ich mir die Sauerei mit Flex und Bohrhammer.

Viele Grüße



Trockenbauabtrennung



Entweder mit üblichen Trockenbauprofilen, darunter zB einen Streifen Bitumen legen.
Fermacell ist feuchtebeständiger als GK-Platten, noch stabiler und günstig sind zementgebundene Platten wie Betonyp oder Cetris, aber schwieriger zu verarbeiten, da brechen nicht möglich (müssen gesägt werden).

Oder zB H2O-Platten von Fermacell nehmen, die sind aber viel teurer.

Dämmung nur wenn du die benötigst, besser sind Holzflex- oder Hanfdämmplatten oder Holzfaserdämmplatten. Alternativ Minerallwollplatten nehmen.

Bei Befestigung von schweren Lasten andere Ständer verwenden oder Hölzer einlegen und verschrauben oder gleich alles aus KVH machen.

Andreas Teich



Trockenbau



Aufbauanleitungen, Materiallisten und Verarbeitungshinweise finden Sie im Netz bei den Markenherstellern. Wenn Sie sich daran halten (und das sollten Sie) brauchen Sie auch nicht solche Frickeleien zu machen wie z.B."einen Streifen Bitumen legen" (siehe Herr Teich). Für Rahmenprofile gibt es selbstklebende Trennstreifen. In einer zweischaligen Wand kann man Installationsleitungen verschwinden lassen. Als Beplankung ist GK/GKI völlig ausreichend. Zementgebundene Trockenbauplatten wie Aquapaneel sind nicht erforderlich.