Innenwand dämmen

22.01.2015 Franki



Bin dabei ein altes Fachwerkhaus zu sanieren. Raum für Raum erst einmal nur innen. Beim abhacken der alten Fliesen bin ich bis auf den Lehmputz vorgedrungen. Oberhalb ist Gipsputz. Die Baustoffen sollten so natürlich wie möglich bleiben. Und die ganze Wand mit Lehmputz verputzt werden. Was ist die sinnvollste Dämmvariante? Muß ich den alten Gipsputz auch abhacken? Unterhalb laufen natürlich noch Heizungsrohre die mit eingearbeitet werden müssen. Das ganze kann schon ein bisschen nach innen kommen. Ich habe ca. 10cm Platz dann kommt die Tür. Bin für alle Vorschläge offen;) Danke Frank



Fachwerk, Gips, Dämmen... heisse Kiste



Hallo, Frank,

Wir haben uns (Fachwerkhaus BJ. 1790 bei Sünna) dazu entschieden, nicht zu dämmen, denn erstens muss das richtig ausgeführt werden, bereits Kleinigkeiten können grossen Schaden anrichten und zweitens ist das Verhältnis Kosten und Nutzen/ Einsparung aus unserer Sicht einfach in die falsche Richtung verschoben.
Ich würde den Gips runtermachen. Immer.
Und die Heizungsrohre haben wir bewusst vor der Wand gelassen. WENN mal was ist, läuft es nicht sofort in die Wand.



Scheint alle zu betreffen



Irgendwie klingt das exakt nach dem gleichen Problem wie bei mir. Stand der Technik funktioniert nicht weil EnEv nicht eingehalten werden kann aber ein wenig sollte schon gehen.

@Frank, gibt es eigentlich eine richtige Ausführung die ein Fachbetrieb machen kann oder werden die zwischen Enev und technischen Gegebenheiten zerrieben.

Ich lese mich durch endlose Seiten und alle Vorschläge die da sind hören sich genau so an wie die Schadensbilder an anderer Stelle. Ich werde wohl damit leben nicht zu Isolieren oder Holzweicherfaserplatte mit Lehm verklebt und verputzt einfach ausprobieren und auf die Kapillarwirkung vertrauen. In jedem Fall keine Isolierung nach Enev.



Absolut unkritisch...



ist es auf jeden Fall, eine Holzweichfaserdämmung mit WH und Lehmputz zu kombinieren. Die vorhandenen 10cm reichen dafür aus. Der Gips könnte auch der ursprüngliche Putz sein, in Thüringen gibt es durchaus auch historische Gipsputze.

Aber davon abgesehen, hat jemand mal ein echtes Schadbild (statt des üblichen Geraunes, Innendämmungen seien schwierig) zu bieten, wo eine fachgerecht montierte Holzweichfaserdämmung ohne WH (also vollflächig in Lehm angesetzt und mit Lehm verputzt) der Auslöser für einen Schaden war?

Durch die Jahre ist hier im Forum dazu nichts Ernstzunehmendes vermeldet worden.

Grüße

Thomas



Danke



erst einmal für die Antworten. Ich werde mich nach einem Gespräch mit einem Lehmbauer aür die Holzweichfaservariante entscheiden wie Thomas beschreibt. Anbei die Frage an Thomas "was bedeutet WH??" Aber wie immer kommt es schlimmer. Denn am Fenster habe ich nach dem Abtragen des Putzes einLoch entdeckt. (siehe Bild) kann ich das mit Lehm zuputzen? Es ist recht groß und geht, denke ich mal, bis zum Außenputz. Die Wand soll ja keine Holräume haben und genau an dieser Stelle war auch etwas Schimmel auf dem Putz.
Frank



Moin,



Das Loch im Altbestand würde ich aber mit Strohlehm Füllen,das entspricht auch eher den jetzt schon vorhandenen Material im Gefach (foto).
Altbestand Vornässen und die Schadstellen ausbessern,dann die Dämm und Putzarbeiten.

Holzweichfaserplatten eignen sich hervorragend als Untergrund für Wandflächenheizung (WH) oder (WFH)mit Lehmputz.gutes gelingen..
greets Flakes