Feuchte Innenwände (unterer Bereich)

07.08.2008



Guten Tag,

wir haben ein ca. 150 Jahre altes Haus gekauft und stellen nun fest das Innenwände teilweise vom Boden her feucht sind. Ca. 20-50cm hoch. Das Haus hat keinen Keller und ist ein Fachwerkhaus. Das Fachwerk ist nicht sichtbar da komplett innen verputzt. Wir konnten feststellen das bei den Innenwänden ganz unten Holzbalken sind auf die dann der Stein (roter Backstein) aufgemauert wurde. Diese Balken sind feucht. Das Haus stand ca. über 1 Jahr unbeheizt leer. Der Betonfußboden scheint auf dem Erdreich aufzuliegen.
Die roten Backsteine sind mit Lehmmörtel gemauert. Wer hat Erfahrung?



Wenn die Fachwerkwände schon feucht sind, sind wohl auch die



Holzbalken und die Fachwerkschwelle feucht.Hier sollten Sie der Ursache unbedingt auf den Kern gehen, Putz abklopfen und die beschriebenen Holzteile überprüfen. Evtl. ist die nachträglich eingebaute Betonbodenplatte die Ursache des Übels.





Hallo Herr Croon,

bis 50cm ist schon eine ganze Menge. Erst mal den Putz in den feuchten Bereichen runter wie Herr Schillberg schon schrieb und dann mal an einer beispielhaften Stelle den Boden beidseits einer feuchten Wand öffnen und nachsehen.

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte ...

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Feuchte Innenwände (unterer Bereich)



Vielen Dank an die Damen und Herren für die schnelle Antwort. Wir sind dabei den Putz im unteren Bereich abzuklopfen. Zuerst sah dass Mauerwerk etwas dunkel aus, nach ca. 5 Stunden aber wesentlich heller. Trocknung durch frische Luft?
Es "soll" früher die Aussenerde höher als der Innenbereich bis an das Mauerwerk gelegen haben, dies wurde aber vor ca. 6 Jahren begradigt. Kann dadurch der Grund unter dem Haus noch zu sehr durchfeuchtet sein? Es sieht für mich so aus das der Betoninnenboden teilweise auf der Erde liegt.

Trotzdem nochmals herzlichen Dank für die Tipps, werde weiterklopfen.





Hallo Herr Croon,

Trocknung durch Frischluftzufuhr ist ein sehr häufig zu beobachtendes Phänomen. Feuchte wird kapillar über den Putz bzw. durch ein mit dem Putz in Verbund stehendes geschlossenes System "transportiert". Zerstören Sie die Putzschicht, zerstören Sie sogleich den kapillaren Transport.

Dies ist der erste Schritt, nun geht es wohl auf Ursachensuche. Stellen Sie doch mal ein paar Bilder ein, da lässt sich die Lage dann viel besser beurteilen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Feuchte Innenwände (unterer Bereich)



Sehr geehrter Herr Christoph Kornmayer,

nochmals herzlichen Dank für die Antwort und Erläuterung.
Leider kann ich die Kamera (Umzug) zur Zeit nicht aufladen, werde dies aber schnellmöglichst nachholen um Bilder zu liefern.
Bei dem Alter des Hauses läßt es vermuten dass der Beton (Fubboden) nachträglich eingebracht wurde (Isolierung? vermutlich ohne), baute man damals doch mehr mit Holzdielen. Ich werde versuchen eine Ecke so freizulegen dass man die Dicke des Beton messen kann und eventuell sieht ob eine Isolierung zwischen Erdreich und Beton vorhanden ist.
Entschuldigen Sie fachliche MISSAUSDRÜCKE, bin leider kein Fachmann. Zusätzlich werde ich mir einen "älteren" Maurermeister oder Polier zur Erklärung/Begutachtung vor Ort holen um dann auch eine bessere und fundierte Beschreibung zu liefern. Es ist auch nicht überall so hoch naß, teilweise (meistens) nur eben über der Fußleiste.
Was mich etwas verwundert ist die Tatsache das die roten "Backsteine" mit Lehm gemauert wurden und der Wandputz mit einem Mörtel OHNE Lehm.

mit freundlichem Gruß

Michael Croon





Hallo Michael,

heute wird einem so manches auch länst überholte Methoden angeboten. Unter diesem Link können Sie sich genau informieren.

http://www.porofin.de/POROFIN_INFOMAPPE_PMD.PDF

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne telefonisch oder hier im Forum zu Verfügung. TNr. letzte Seite der Infomappe.

Mit freundlichem Gruß

Rupnow