Innenseite einer Außenwand neu




Hallo,
ähnliche Fragen wurden bestimmt schon mehrfach gestellt aber unseren Sachverhalt kann ich nicht finden und deshalb eine neue Frage. Unser Haus ca. Baujahr 1900 wurde in den 60er Jahren teilweise verklinkert und ist von außen nicht als Fachwerkhaus zu erkennen. Der Wandaufbau (drei neue Fenster) ist von Außen nach Innen: roter Klinker, Luftschicht, Fachwerk, 3-4 cm Putz, Styroportapete und darauf Holzlattung mit Holzpaneele. Feuchtigkeitsprobleme haben wir in den letzten 24 Jahren nicht gehabt. Jetzt habe ich die Holzpaneele sowie die Styroportapete entfernt, wollte die Wand mit Gipsfaserplatten Fermacell Greenline ohne Dampfsperre / -bremse verkleiden und will natürlich auch in Zukunft keine Feuchtigkeitsprobleme bekommen. Da es mit dem Wandaufbau bisher immer ohne Probleme funktionierte, sollte der Austausch von Holzpaneele und Styroportapete gegen Gipsfaserplatten doch kein Problem darstellen, oder? Es gibt jedoch so viele unterschiedliche Aussagen, dass ich verunsichert bin. Wärmedämmung ist übrigens nicht unser Ziel!

Vielleicht hat ja jemand damit Erfahrungen gemacht und kann mir Hinweise oder Informationen geben.

Vielen Dank



Wandbekleidung



Wie sieht denn das Fachwerk jetzt von innen aus?



Wandbekleidung



Hallo, das Fachwerk ist von innen nicht zu sehen, da die Wand ca. 3-4 cm stark verputzt ist. Zur Zeit sind lediglich die Balken bei den Fensterlaibungen zu sehen. Wir haben an anderer Stelle einen Wanddurchbruch nach außen gemacht und da waren die Balken soweit ok.





.. .und aus welchem Grund sollen auf den bestehenden Putz die Gipsfaserplatten aufgebracht werden?

Gibt es Bilder?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Hallo, vorher war die Wand mit Holzpaneele verkleidet und auf dem Putz war eine Styroportapete. Diese sind nun weg und der Putz ist teilweise lose und recht schief. Mit einer Gipsfaserplatte Greenline hätte ich es gerade, könnte die Laibungen damit verkleiden und hätte noch gleich die Raumluft reinigende Wirkung der Platten. Außerdem könnte ich dort dann auch Steckdosen usw. einbringen und die Heizungsrohre wären auch verschwunden. Mit der Holzpaneele hat das über 20 Jahre so ohne Probleme funktioniert. Mir geht es ausschließlich darum später keine Probleme mit Feuchtigkeit zu bekommen. Bilder kann ich nur als Mitglied hochladen und ich hatte die Anfrage gestellt bevor ich mich angemeldet habe. Kann man das noch ändern?



Innenwandbekleidung



Wenn Sie es schaffen die Vorsatzschale luft-, besser dampfdicht vor die Außenwand zu bringen und die Heizungsrohre dahinter verlaufen mag das in Verbindung mir ordentlicher Heizung und Lüftung funktionieren. Verlassen sollten Sie sich nicht darauf. Es könnte auch eine Schimmelzuchtanlage entstehen, dann wenn warme Innenluft hinter die Öko- Verkleidung gelangt und Feuchte an der kalten Außenwand kondensiert.
Ich würde in Ihrem Fall besser auf einen Leichtputz als Innenputz setzen. Damit kann man auch größere Ebenheitsunterschiede ausgleichen und erzielt eine luftdichte Innenbekleidung.
Ein Tipp zum Schluß: Wenn Sie saubere Raumluft haben wollen Lüften Sie statt einem Werbegag zu vertrauen.





Wie ich schon oft gelesen habe, ist eine dampfdichte Vorsatzschale wohl kaum zu realisieren und auch nicht mein Ziel. Einen Leichtputz auf den Innenputz aufzubringen wird nicht so einfach sein, da der alte Putz teilweise lose ist und bei den Fensterlaibungen die Balken offen liegen. Ich habe auch schon überlegt den bisherigen Putz (3 bis 4 cm) zu entfernen und die Wand dann mit Lehm Verputzen zu lassen. Dann hätte ich auch eine luftdichte Innenbekleidung.

Folgende Fragen sind aber leider noch nicht geklärt:
1. die alte Wand ist von außen verklinkert und dazwischen ist ein Hohlraum. Dann müsste doch die Taupunktproblematik nur dorthin verschoben sein, oder?
2. Wieso gab es in den letzten 24 Jahren keine Probleme, obwohl die Wand auch nur einfach mit Holzpaneele verkleidet war?
3. Im Erdgeschoss ist dieselbe Außenwand seit Jahren ohne Fenster und von innen mit Rigips verkleidet. Dort gibt es auch keine Schimmelprobleme.

Lüften machen wir natürlich aber ich wollte beim Innenausbau trotzdem gerne auf solche Produkte wie greenline zurück greifen. Diese Gipfsfaserplatten sind vom eco-Institut, vom Institut für Baubiologie Rosenheim GmbH geprüft und werden sogar vom Sentinel Haus Institut empfohlen. Als Laie muss man sich ja an irgendetwas halten. Woher wissen Sie, dass es nur ein Werbegag ist? Gibt es dafür Nachweise?

Ich freue mich über alle Hinweise, die mich der Lösung näher bringen, sofern es diese überhaupt gibt.





Nach Angabe von Fermacell würden wohl ausschließlich Aldhyde von den greenlineplatten absorbiert und "chemisch" gebunden. Eine einzige Gruppe von vielen, aus denen Schadstoffe emmitiert werden können, dabei sind nicht mal alle Aldehyde per se gesundheitsschädlich. Über die Andauer der "Wirkung" mangelt es an konkreten Angaben, Beschichtungen jeglicher Art minimierten die "Wirkung" bis auf 0. Auf Wechselwirkungen, spätere Bearbeitung kontaminierter Platten wird nicht weiter eingegangen...
Letztlich bleibt es Gips aus REA's.

Besser ist es sich gar nicht erst den Dreck aus recycelten Spanplattenmöbeln, dicken Plasteteppichen etc. in die Wohnung zu stellen, dann brauchen sie sich über die Ausdünstungen hinterher nicht zu sorgen.


Gruß
Selle



Innenputz



Ich hatte Ihnen empfohlen einen Leichtputz als Innenputz zu setzen. Ehe man einen neuen Putz aufbringt wird der alte Putz entfernt!





Danke für die Antworten. Das mit dem Leichtputz hatte ich mit Streichputz von nur wenigen Millimetern verwechselt, sorry. Es wird wohl auch auf den Leichtputz hinaus laufen wobei die anderen Fragen, insbesondere bezüglich des Hohlraumes zwischen Klinker und alter Fassade, noch nicht geklärt sind.

Unser Fussboden ist komplett mit Spanplatten versehen und den komplett zu entfernen wäre zu viel. Im Kinder- und Schlafzimmer kommt er raus und wird durch Massivholzdielen, nur geölt, ersetzt. Im Wohnzimmer/Esszimmer/Küche soll die gesamte Decke abgehängt werden und da hatte ich die greenline, die vor allem auch Formaldehyd bindet, vorgesehen. Dadurch bot sich auch die Wandbekleidung an, zumal diese zuvor mit Holzpaneele (auch Spanplatte) verkleidet war. Hat irgendjemand Nachweise oder Informationen, dass die Greenline oder auch Rigidur Active Air nichts taugt? Ich finde nur etwas vom IBR, eco-Institut und Sentinel und demnach ist es ok.



Lüftung



http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=0CDIQFjAC&url=http%3A%2F%2Fwww.heiz-tipp.de%2Fratgeber-698-luftwechselrate.html&ei=rM-nU8jjLuXK0AXWoYCYBQ&usg=AFQjCNEYbfR7GPHsaIYeQq_rSUFGsK7pwQ&bvm=bv.69411363,d.d2k&cad=rja

Hier noch mal was zum Thema Lüften. Auch Wasserdampf und Kohlendioxid sind Schadstoffe, das letztere ist giftig.



Wenn der Altputz....



....den sie jetzt sichtig haben einer Wandverschönerung unterzogen werden soll, dann würde ich aus meiner handwerklichen Sicht dies aber einfacher lösen.
Wenn keine losen und farbrelevanten Beschichtungen vorzufinden sind, einfach mit einer Quarzgrundierung auf lehmbasis Streichen und nachher zweilagig mit einer Glsafasereinlage 4x4 mm einen Lehmfeinputz auftragen und abschließend mit einer Lehmfarbe streichen oder gestalten.

Weitere Variante wäre eine Kalkfeinspachtelung mit Hesslerkalk-Produkten und man hat super Endergebnisse.