Dachausbau - Aufdoppeln auch auf der Innenseite?

10.06.2011



Hallo zusammen,

noch ziemlich neu hier. Daher zunächst eine kurze Vorstellung: Wir haben ein altes Stallgebäude gekauft, zweietagig. Unten Stallungen, oben Wohnbereich. Hier wollen wir jetzt mit der Sanierung beginnen. Erste Frage natürlich: Was machen wir mit dem Dach? Das Dach hat ca. 600qm, recht komplexe Geometrie, viele Schornsteine, Gauben usw. Wir denken daran, zunächst einen Teil des Daches zu machen, aber da ergibt sich ein kleines Problem: Die Ziegel sind "nackt" auf den Latten, keine Konterlattung, keine Unterspannbahn. Wenn wir jetzt das Dach - egal ob komplett oder teilweise - machen, brauchts für anständige Dämmung etwas mehr Raum. Wir denken derzeit an Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle. Das heisst, bei 180er Dämmung müssen die Sparren aufgedoppelt werden. Plus Konterlattung erhöht sich das Dach dann doch signifikant. Da aber die Länge des First bei knapp 35m mit einem Höcker in der Mitte etwas seltsam aussieht und außerdem die Übergänge dann auch abgedichtet sein wollen, fragen wir uns: Kann man nicht einfach an der Innenseite aufdoppeln? Dann wäre das Dach "nur" durch die Konterlattung erhöht und den Übergang könnte man mit einer überlappenden Ziegelbahn dichten. Eine komplette Dachsanierung ist derzeit einfach noch nicht sinnvoll, da große Teile des Hauses noch nicht ausgebaut sind. Das würden wir am liebsten "in einem Rutsch" machen, aber da wir die Whg der Mittelregion gerade ausbauen wollen, muss da zumindest in Sachen Dämmung was passieren.



Dachausbau-Aufdoppeln auch auf der Innenseite



Hallo Marius,
der "Höcker" in der Mitte der Firstlinie hat mich hellhörig gemacht. Darunter scheint der einzige Teil zu sein, der nicht abgesunken ist. Nach unten kann so eine Firstlinie eigentlich nur,wenn Pfetten und/oder Deckenbalken/Sparren-knotenpunkte durchgerottet sind. Hast Du die Traufe schon mal durchkontrolliert?
Ich bin ja ein großer Fan vom Dachausgleich mittels seitlich an die Sparren angebrachter Bohlen. Wenn das im Zuge der Dachdeckungsarbeiten gemacht wird, ist mit einem Rutsch auch die Innenseite einigermaßen ausgeglichen.
Wenn Du das erstmal nur an der Innenseite machen willst, und Du die Bohlen so anbringst, dass später im Zuge der Deckungsarbeiten nur noch eine Zusatzbohle auf die innere Bohle von außen draufgesetzt werden muss, hast Du den gleichen Effekt. Außerdem wird dadurch der Dachstuhl verstärkt.
Gruß aus Nordvorpommern
Ralph Schneidewind



alles oder nichts



Ist euer Dach noch ganz dicht ?
Wann währe denn " auf einen Rutsch "
Lieber noch warten und dann das ganze Dach auf einmal angehen.
Am besten mit Unterdeckplatten 60 mm, dann Habt Ihr schonmal was an Dämmung. Später dann wenn der Inneausbau fertig ist von innen Zellulosefaser einblasen.Dichter gehts nicht.
Mit Minerwolle stirbste im Sommer wenn du unter Dach wohnen
willst oder glaubt Ihr dass dieses Gespinnst die Urgewalten aufhalten kann.Auch wenn du den Mittelteil des Daches nur um die Konterlatte erhöst, kriegste dass ohne teures Blech nicht anständig dicht.Kostet Zeit Geld Nerven.Ausserdem hat deine Unterspannbahn dann Stöße in Sparrenrichtung, und das will auch keiner.

Erst A dann B dann C
Viel Spaß noch

Albi



Dachausbau-Aufdoppelnauch auf der Innenseite?



Da kann ich Albi nur beipflichten.
Ralph





Vielen Dank für Eure Rückmeldungen. @Ralph: Es scheint ein Mißverständnis zu geben. Das Dach hat noch keine Höcker. Das wäre das Ergebnis einer Teilsanierung. Da der First durchlaufend über die gesamte Breite ist, würde der Höcker durch die Aufdoppelung und die Konterlattung entstehen. Und dadurch eben auch wieder die Notwendigkeit, zusätzlich abzudichten usw...das wollten wir eigentlich vermeiden.

Ich sehe das mittlerweile auch so, dass wir es besser "in einem Rutsch", also über die gesamte Dachfläche machen. Die Ziegel sind wohl so bei 80% Lebenszeit angekommen. Das heisst ja eben gerade nicht, dass es morgen alles zu spät ist.