Innenfachwerk entfernen und Neu aufmauern?! Betonboden gießen

31.10.2015 Lukas



Mahlzeit, danke für die Aufnahme bei euch!

Ich habe vor 3 Monaten ein altes Stall(1680), der allerdings 1967 umgebaut wurde zum Wohnhaus geerbt. (Ohne Denkmalschutz da das haus nicht zu sehen ist)

Außenmauern 80 cm Bruchstein! Innen Fachwerk, Sprich tragende Wände aus dicken Holzbalken mit Lehm Stein und Kalk putz.
Wände müssten ja eigentlich auf Holzbalken waagerecht auf Boden befestigt sein.

Tragende Deckenbalken freigelegt. kleine löcher drin. (Holzwurm)

Wohnzimmer Boden Parkett auf Holz Dielen darunter Balken.
Die sind weggemodert. (19 Jahre ohne Heizung)

Meine Gedanken spielen mit Betonboden nachträglich rein zugießen.
Deckenbalken abstützen wenn Beton trocken, dann tragende wände ab
tragen und neu aufmauern! (womit ist nun noch die frag) KS Stein
Mir wurde gesagt ich soll Ytong nehmen, ich bin der Meinung KS Stein Trägt mehr, wenn man auf Ytong draufhaut und ks stein ist der KS Stein Stabiler. :)

Im Anschluss kann ich dann die Fenster stürze tauschen und neue Fenster einbauen.

Was haltet ihr so von der Idee?
Kann man das so Pauschal sagen ob es möglich ist?



Umbau



Das klingt nach einer Totalsanierung.
Dafür brauchen Sie einen Planer und werden einen Bauantrag stellen müssen.
Da werden eine Menge Probleme hochkommen. Das erste sieht man schon auf dem Foto,die Geschossdecke.
Die Tragfähigkeit von Steinen wird nicht nach der Bruce-Lee- Methode ermittelt sondern vom Hersteller angegeben. Man muß sich die passenden aussuchen.
Ob alle Innenwände abgerissen werden müssen sollte vorher geprüft werden ehe die Abrissorgie losgeht.



Die Sanierung



kommt dann wohl eher einem Neubau gleich. Von der ursprünglichen alten Bausubstanz scheint realtiv wenig erhaltenswert.

- Wozu der Aufwand? Welche Nutzung soll das Gebäude haben? Wie groß ist es und unterstützen die Größe und die alte Baukonstruktion die beabsichtigte Nutzung?
- Das das Haus 1969 zum Wohnhaus umgebaut wurde heißt nicht , das es mit Bauantrag genemigt worden ist (Umnutzung). Sie sollten erst einmal klären, ob an dieser STelle eine Wohnnutzung bau- und planungsrechtlich zulässig ist.

Die vermutlichen Kosten für eine solche "Kernsanierung" kommen denen eines Neubaus vergleichbarer Größe nahe. Das will gut überlegt sein. Was Sie da vorhaben, ist bauantragspflichtig und ohne ein Umbaukonzept unter Mitwirkung eines Planers und Statikers nicht erfolgreich zu machen.



Nutzungsänderung im Jahre 1967 erfolgt



Im Grundbuch ist eingetragen Hof- und Gebäudefläche.
Da meine Tante bis zu ihrem Ableben drin gewohnt hat gehe ich mal von aus das es klar ist das es als Wohnhaus zählt.

Für Haustechnische Anlagen brauche ich ja keine genehmigung.

und für 1,8cbm beton den ich selber anmischen möchte kann doch nicht von nöten sein ne Genehmigung ein zu holen.

Wenn das mit statt balken, steine reinzubauen ne genehmigung für brauche dann bau ich halt wieder Balken rein.

Es geht sich auch nur um die Wand auf dem bild rechts der balken der von unten kommt hat keine auflage fläche. der balken liegt der zeit auf eine Baustütze hinter der haustüre rechts. auf dem bild nicht zu sehen.

Haus ist der zeit 67qm wohnfläche, ich möchte selber einziehen mit meiner frau und tochter.

mit Dachgeschoss ausbau(sprich Dämmung trockenbauplatten.) und 1OG 2 Zimmer fertig zu gestellt hät ich dann 129 qm.

Noch bin ich beim Abriss und alles frei legen. damit ein Architekt oder Statiker freie bahn hat für seine Kritischen blicke!



Die Nutzungsänderung



eines Stalles in ein Wohnnhaus ist ggf. auch 1967 bauantragspflichtig gewesen. Wenn Sie darüber keinen offiziellen Nachweis in Ihren Unterlagen finden, müssen Sie die Nutzungsänderung neu beantragen. Ein "Gewohnheitsrecht" im Sinne eines Bestandsschutzes gibt es nicht, nur weil ein Zustand über mehrere Jahrzehnte bereits bestanden hat. Ausschlaggebend ist, ob die Situation grundsätzlich überhaupt eine Wohnnutzung zulässt. Das müssen Sie klären, bevor Sie sich in Sanierungsüberlegungen vertiefen.

Auch der Dachgeschossausbau ist bauantragspflichtig, weil ebenfalls eine Nutzungsänderung

Was die Durchführung der Sanierung betrifft: es ist gleich, ob Sie neue Balken einziehen oder massiv aufmauern: was Sie da planen ist ein statisch nicht geringfügiger Eingriff und der ist per se bauantragspflichtig, unabhängig von der Materialwahl.

Erstmal positiv ist, das Sie das Objekt zurückbauen bis auf den urspünglichen Rohbau, damit eine Bestandsaufnahme erfolgen kann. Die ist entscheidend für die Sanierungsplanung. Sie sollten keinen nicht erkannten Bauschaden bei Ihrer Sanierung einbauen und einige Jahre später erst beheben müssen, wenn Sie bereits eingezogen sind.



Nutzungsänderung im Jahre 1967 erfolgt



also hab in meinen Unterlagen ein schreiben gefunden.

Benutzungsgenehmigung
dort steht geschrieben,
Es wird hiermit gemäß §§12,14 der Wohnraumbewirtschaftungsgesetz vom 31.3.1953 die Genehmigung erteilt, das im Haus "Adresse vom Haus"
folgender freiwerdender Wohnraum - mit Nebenräumen -

4 Räume Erdgeschoss und I.Obergeschoß

Von dem VErfügungsberechtigten an den Wohnungssuchenden
Herrn........
insgesamt 2 Personen, bisher "Adresse"
zur Benutzung überlassen wird. Die zivilrechtlichen Ansprüche der Beteiligten bleiben dadurch unberührt.

Das ist doch dann so eine Nutzungsänderung oder?

Es war bevor meine Tante es gekauft hat, als Backstube benutzt nicht als Stall wie mir mal erzählt worden ist. das erzählte mir eine nette alte Dame aus der Nachbarschaft.

Zum Thema Dachgeschoss ausbau, ist es nicht so das ich dafür keine Genehmigung brauche weil Es minder Decken höhe ist im ganzen haus? Das Dach fängt bei 5 m über der Geländeoberfläche an.

Könnte mich auch irren.

Kann ich eig. direkt Beton-Estrich nehmen der fertig ist für die beton platte? oder muss ich dann auch noch Estrich drüber gießen?



Lassen Sie



die Situation von jemandem beurteilen, der wirklich Ahnung davon hat: bau- und planungsrechtlich, baukonstruktiv und bauphysikalisch.

Ihre Selbstinterpretationen können ggf. grundsätzlich falsch sein, auch die Schlüsse die Sie daraus ziehen. Darüber hinaus lernt man bauen nicht in einem Internetforum. Holen Sie sich fachkundige Hilfe, damit sich Ihr Engagement lohnt.



jenseits von DIY...



Ganz ohne professionelle Beratung geht das nicht. Auskernen zur Erkennung der Biotope ist grundsätzlich gut, sollte aber beim Entfernen von inneren Wänden von einem Statiker oder Zimmermann begleitet werden.

1. Schätzung der Kosten, lohnt sich das ganze ? oder plattmachen und ein Fertighaus hinstellen ?

2. So ein altes Gebäude hat etwas Fingerspitzengefühl verdient. Dazu gehört auch dass man passende Materialien verwendet, und nicht eine 0815-Tür mit Butzenscheiben kombiniert.

3. Raumkonzept ? Im Erdgeschoss würde ich einen früheren Stall möglichst loftmässig offen halten.

4. Wärmedämmung ? Wenn eine Betonplatte gegossen wird, sollte darunter ordentlich gedämmt und abgedichtet werden. Der genaue Aufbau hängt vom gewünschten Fertigboden ab.

Nachdem das Bauwerk schon allseits verkleidet ist, würde ich mir überlegen, die Fassade mit einer zeitgemässen Dämmung neu zu machen - das kann aber warten bis man schon drin wohnt.

Bei der Dämmung vom Dach nicht sparen - build nice or build twice.

5. Fenster - Bei einer Bruchsteinmauer sind neue oder geänderte Oeffnungen eine umständliche Angelegenheit... nach unten erweitern ist noch am einfachsten. Ich würde die Fenster möglichst nah an die aussenliegende Dämmebene rücken, dann bekommt man mit 80 cm Bruchstein interessante Nischen, z.B. wenn man die Simse auf Sitzhöhe macht.

6. Innere Wände - vielleicht kann man einen Teil des alten Fachwerks - ohne die Ausfachungen - behalten. Sonst neue Holzstützen setzen (oder gutes Altholz wiederverwerten).

KS hat natürlich eine höhere Druckfestigkeit, aber die Frage ist immer was für die Anwendung reicht. Holzständerwerk passt m.E. besser zum Charakter des Bauwerks.

7. Konzept für die Heizung ? Mit einem geeigneten Raumkonzept und guter Dämmung ist das m.E. ein Kandidat für ein "Ein-Ofen Haus". Die massiven Bruchsteinwände werden das Haus thermisch sehr träge machen.



Bitte



Bitte schlagen Sie doch kein Fertighaus vor, yogumon! Da legt man immmer ein paar große Scheine drauf im Vergleich zum vom Architekten geplanten und massiven Haus. Vergleichbarkeit der Angebote, Fehlanzeige! Marketing ist alles!
Beispiel vom Kumpel: Aufpreis für Estrich im Keller ca. 60qm = 6.000 EUR Netto = Wucher ist kein Ausdruck mehr, das ist Verarsche! Aber die Leute rennen denen die Bude ein.

KS-Steine machen nur bei Schallschutzanforderungen Sinn. Ansonsten nimmt man einen normalen HLZ (Ziegelstein).
Mal ganz fies gefragt:
Wieviele Jahre denken Sie, können Sie an dem Haus rumbasteln und wieviel Geld denken Sie kostet Sie das?
Was sagt ihr Zeitbudget, ihr Konto, ihre Bank, ihre Frau/Freundin/Familienvorstand dazu?
Gruß vom Methusalem



Ach!



ich les gerade Aachen! Da habe ich studiert! Wo steht das Haus?



Architekten...



... sind zumindest hier in der Schweiz nicht für günstiges Bauen berühmt.

Wegen Eigenleistungen, das funktioniert nur gut wenn alle mit an Bord sind. Sonst - "build a house, lose a spouse" (Bau ein Haus, verlier deinen Partner). Da muss man seine Grenzen kennen.



Architekt



Erzählt wird es in unseren Breiten auch an jeder Ecke: geh nicht zum Architekten, ist viel zu teuer... aber das ist ja der Witz an der Sache, der Architekt erarbeitet das Geld das er kostet selber für den Bauherrn, durch Ausschreibung und Vergabe. Den Estrich z.B. von oben als Beispiel: Da hat der Fertighausbauer mal eben 400% draufgeschlagen und der Bauherr merkt´s nicht mal. Und ich spreche von einem Marktführer aus meiner Gegend.



Architekten



sind i. d. R. Menschen, die diesen Beruf ziemlich lange erlernt haben und über Kenntisse verfügen, die dem normalen BAuherren fehlen. Diese Kenntnisse kauft der Bauherr gegen ein angemessenes Honorar ein.

Natürlich haben die meisten Bauherren keine Lust, von ihrem Budget 20% abzuzwacken für die berüchtigten Baunebenkosten (u.a. Honorare für Architekten, Statiker, Bodengutachter, Vermesser, behördliche Gebühren, Finanzierungskosten etc.). Aber so ist es nun mal.

Bauherren, die diese professionellen Planungskosten einsparen wollen und ohne Konzept oder mit freihändigen HAndwerkerofferten beginnen zu bauen, werden meistens nicht glücklich. Aber es steht jedem frei, alle Fehler selbst zu machen. Und viele Bauherren entscheiden sich dazu ... zunächst ...

Der kurzfristige Vorteil scheint verlockender als der langfristige.



neubau? dachte wir sind auf fachwerk.de?



Abend. Ich habe mir schon alles ausgemalt was wäre wenn.

Abriss neu bau geht nicht! Man muss die richtlinien beachten!
Spricht platz zum nachbar grundstueck. Dann wäre das ganze hier zu klein.

Ich möchte das haus wo meine tante drin wohnte wieder so gut wie es geht herrichten. Sprich mauerwerk(balken) marode austauschen.

Betonboden ins Wohnzimmer rein, rollkies pe Folie dämmung dann beton mit Eisen drin. ( nicht genehmigungspflichtig, laut bauamt in aachen, da kein keller drunter ist. Und keine tragende funktion dadruch geändert wird.

Das neu aufmauern von tragenden wänden ist genehmigungspllflichtig, wenn ich die position änder. Ich möchte aber nur in anführungszeichen altes ersetzten durch neu. Bzw wieder herrstellen. Da die wände die drin sind keine funktion mehr haben. Sie sind weg gemodert am boden das ding steht nur auf baustützen!

So das ich dann heizung, Strom wasser abwasser neu mache ist mir bei so winem projekt auch klar.

Und nun zum thema zeit. Mich drängt da absolut keiner. Habe am anfang gesagt das ich nächstes jahr einziehen will, nach dem dann alles frei gelegtbhatbhabe ich gesagt das dauert mindestens 5 jahre.

In eigenleistung!
Und wenn es 10 jahre dauert dann dauert es 10 jahre.

Meine frage ist doch eig. Nur mit was soll ich die tragende wände neu machen?

Die wand ist 6m lang soll ich komplettabstützen und die 2 morschen Querbalken ersetzten durch 1. Oder auch wieder mit 2?
Also halbe halbe und den türschurzbals Verbindung nehmen?! (Eronie)

Ich hatte geplant den balken als einen durchgehenden uu nehmen. In die außen mauern einzu lassen und dann dadrunter wieder aufmauern. Oder soll ich den balken weg lassen und die anderen balken direkt auf die Mauer auflegen?

Wenn mir jmd sagt lass das mit den mauern, mach das mit holzbalken machbich da auch holz balken in fachwerk methode rein.
Ich will die räume auch nicht irgendwie ändern die raum aufteilung bleibt gleich was die tragenden wände angeht. Die Trennwand zwischen kueche und zukünftiges bad ist schon weg. 5cm bimswand. Die wird durch Trockenbau nen halben meter weiter hochbgezogen damit die rohre und co verschwinden koennen.

Ich möchte wenn alles fertig ist mit meiner familie sprich frau und noch 1kind einziehen.

Und was dem karakter angeht vom haus von außen ist alles verkleidet sieht aus wie 70er jahre haus. Da drunter ist bruchstein. Das fachwerk was ich meinte ist nur die tragende innenwand. Und dafuer brauche ich keinen statiker oder so die mir sagen die wand ist tragend. Aber marode das sieht jeder leihe.
(Im erdreich kann ich meine hand komplett auf die andere seite stecken).

Vertretten auf der baustelle: zimmermann Elektriker gas wasser heizung.

Methusalem was haben sie denn studiert in aachen?
Das haus is im Ortteil eilendorf.



Planungsfehler



Sie wurden eindringlich gewarnt, Lukas.
Davor selber herumzuwursteln.
Ist ja alles kein Problem, für Sie.
Ein Beispiel:
"Betonboden ins wohnzimmer rein, rollkies pe folie dämmung dann beton mit eisen drin"
Ich würde für einen Fußboden über Erdreich keinen Rollkies nehmen und keinen Stahlbeton. Ich vermute bei den Materialstärken wird es auch ziemliche Unterschiede geben; daraus ableitend auch bei den Kosten.





Maßregeln können sie alle gut.

herr böttcher dann erläutern sie mir doch einfachmak wie man das ganze macht.

Habe beim großhandel für baustoffe mit bilder und Plan mit maße angefragt.
Mir worde rollkies empfohlen damit kein wasser aufsteigen kann.
Also kapilar trennende schicht.



Ich denke,



weitere Kommentare zu diesem Vorhaben erübrigen sich. Frohes Werkeln.



Baustoffhändler



Der Baustoffhändler hat doch von der Materie gar keine Ahnung! Der verkauft dir Rollkies, weil er nur den im Programm hat! Der Kostet das doppelte wie normaler Schotter aus dem Steinbruch und hat bei dir gar nichts zu suchen. Genauso wie die Estrichsackware 6x teurer ist als selber mischen. KS Steine kosten 1/3 mehr als Ziegelsteine usw. usf.
Hab in Aachen Theologie studiert. Ne, Scherz! Bauingenieurwesen (Konstruktiver Ingenieurbau) war´s :-)
Dein Zeitplan ist locker gesteckt, das ist gut!
Schau, dass du unter die Wand ein Streifenfundament aus Beton machst, dann Mauerpappe, dann 17,5er Ziegel-Wandplatten, auf der 1. Lage nochmal Mauerfolie, hochmauern, und die Sache ist erledigt, besorg dir stabile Kanthölzer und stütz die Deckenbalken beidseitig mit einer Stützenreihe ab, und immer Handy in der Tasche, falls du mal verschüttet wirst.



Kernsanierung als Gelegenheit



Bei so einem Projekt sollte man keine faulen Kompromisse eingehen, nur um ohne Baubewilligung durchzukommen.

Ein alter Stall braucht Licht, Luft, Offenheit. Die gibt es nicht wenn man krampfhaft am alten Grundriss festhält.

Erst mal ausräumen, und gleichzeitig einen geeigneten Planer suchen. Architektur ist ein sehr breites Feld, nicht jeder hat wirklich das Gefühl für Altbauten. Ich würde mal auf 10% tippen. Wenn sie dann auch noch eine Ahnung von Bauphysik, Dämmung und Haustechnik haben sollen, und bereit sind, mit einem aktivem Bauherrn zusammen zu arbeiten, sprechen wir von einer seltenen Tierart. Am besten mit Hausbesitzern von gelungenen Umbauten reden, dann kann man sie vielleicht finden.