Innendämmung Wandheizung und Dämmung von Fundamentssteinen

15.11.2017 Lehmhaus



Moin, ich hab n kleines Problem.. unser kleines Lebensprojekt hier ist eine ca250 Jahre alte Räucherkate. 100mal umgebaut und verschandelt sieht aber gut aus Vorraussetzungen man öffnet keine Wand usw..
Hab jetzt vor einiger zeit das letzte noch nicht sanierte Zimmer geöffnet. Der Boden ist raus der Lehm unter den Dielen samt fauliger Balken ausgekoffert und so ca 50 cm tiefergelegt. Gedämmt und Estrich drauf. Ich möchte das Zimmer gerne so tief lassen wie es nun ist einfach wegen der schönen Zimmerhöhe. Das ist auch kein Problem wegen Feuchtigkeit usw da es hinter der Aussenwand noch etwas tiefer liegt. Nun hab ich aber das Problem das mir riesige Granit Fundamentssteine überall an den Seiten reinragen. Die Steine unter dem äußeren Rahmenbalken wollte ich vom Lehm befreien da dieser die Feuchtigkeit in dem Bereich nicht los wird. Um die Steine nicht bearbeiten zu müssen möchte ich eine Stufe darüber bauen..doch ich weiß nicht womit. Zement ist keine Alternative und eine Sperrschicht bekomm ich nicht unter den Balken den der liegt da ja drauf.
Oder einfach keine Sperrschicht Zement zum Verbinden der einzelnen Findlinge bis 2cm unter den unteren Rahmenbalken den Rest mit Lehm. Steine mit holzstufe verkleiden und mit tonkügelchen füllen...



Findlinge verkleiden



Vorderseitig Schalbrett davorstellen und dann Dämmmörtel mit Perlite einfüllen bis zur Oberkante der Findlinge (evt selber mischen).

Oberseite mit Brett als Ablage oder als Sitzmöglichkeit abdecken.
Vorderseite ggf noch verputzen.

Feuchtebelastung und evt Kondensat beachten

Andreas Teich





Ja daran hab ich auch gedacht also mit dem Schalbrett .. eventuell auch vereinzelt Steine vorstehen lassen sieht bestimmt schick aus..
Ja das Problem ist die Feuchtigkeit von unten. Perlite kenne ich nur für Pflanzen, würde das die Feuchtigkeit nicht eher halten? Also es ist unter dem Balken jetzt zwar nicht richtig nass aber trocken ist es halt auch nicht. Gibt der dämmmörtel denn die Feuchtigkeit gut ab? Und schon Mal schönen Dank für die Idee



Dämmmörtel



Der ist sehr diffusionsfähig und gibt Feuchtigkeit schnell ab.
Auf feuchten Boden ggf Folie oder MB 2K oÄ
Steine teilweise herausstehen lassen ist aber erheblich mehr Arbeit,
auch wenn's interessant aussieht.

Andreas Teich





Ja ist mehr Arbeit aber die Steine schauen teilweise so weit in den Raum rein das mit kaum etwas anderes übrig bleibt.. nun hab ich aber noch das Problem das ich den Mörtel nicht am Balken haben möchte..
Daher hab ich mir überlegt den noch vorhandenen Lehm zwischen den Fundamentssteinen heraus zu kratzen und zwischen Mörtelschalung und Balken Glassschaumschüttung zu packen. Denn unter dem Balken ist nach wie vor Lehm zwischen den Steinen welcher die Feuchtigkeit zu sehr hochziehen lässt. Und wenn ich den dämmbeton bis an den Balken bzw darunter stopfe würde mir dieser warscheinlich noch kaputt frieren da zwischen draußen und drinnen nur ca 15-20 teilweise sogar nur 5-10 cm Lehm und Naturstein liegen.





Hier noch Mal wie ich das meine...



Fundament



Hat Ihnen schon mal jemand gesagt das Sie Ihr Außenwandfundament freigelegt haben und das zu einer äußerst gefährlichen Situation geführt hat?
Wenn ich von "...den noch vorhandenen Lehm zwischen den Fundamentssteinen heraus zu kratzen..." lese wird mir ganz anders.
Sie spielen mit der Standsicherheit Ihres Hauses, vielleicht sogar mit Ihrem Leben.
Sie sollten schleunigtst mit einem Fachmann Kontakt aufnehmen und das Fundament sichern.



Fundament



Gibts Bilder von außen?
Auf welcher Höhe liegt die Geländeoberkante außen im Vergleich zur Unterkante der Schwelle?
Wurden Abgrabungen auch im Außenbereich vorgenommen?

Glasschaumschotter bringt in dem Fall auch nichts zur Dämmung, weil viel zu luftduchlässig.

Ich würde zuerst den Boden innen nivellieren, mit Handstampfer verdichten und dann eine ca 6 cm dicke Estrich/Betonschicht darauf aufbringen.

Danach die weiteren Arbeiten überlegen.

Vor der Bodenverlegung Feuchtigkeitssperre verlegen.

Andreas Teich





Keine Angst ich bin ja nu auch nicht völlig bekloppt und trage das Fundament ab.. ich weiß schon was ich hier mache zumindest was die Tragfähigkeit angeht.. nur das mit der Feuchte das ist so eine Sache.. die untere Balkenlage und dessen Tragfähigkeit hat nichts damit zu tun ob ich den bisschen Lehm herausputze. Den herausgenommenen Lehm ersetze ich mit zement. Fuge also sozusagen die Steine aus. Das Problem ist das ich das direkt unter dem Balken nicht machen kann. Eigentlich würde ich eine Sperrschicht einbauen aber das geht nicht da ich sonst wirklich die Tragfähigkeit gefährde..
Die Fundamentssteine sind von aussen mit Zement verfugt





Bevor ich die XPS Dämmung aufgelegt habe hatte innen gleiche Höhe wie außen. Durch XPS Und Estrich bin nun innen ca 15-20cm höher als außen.



Fundament



Aha.
Die Verfugung außen hält das Fundament zusammen und trägt die Lasten in den Baugrund ab.
Ich sehe das anders.

"Nie aufhören zu spielen..."
This separates the boys from a man.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Fu_b_den_im_Altbau_Teil1.pdf





Ach so .. sie suchen Streit? Ich hab nie gesagt das das Fundament von außen durch die verfugung gehalten wird usw.. dieses haus steht so wie es ist seit mehr als 200 Jahren die Aussenseite der Fundamentssteine liegt seit ca 50 Jahren frei und wenn ich nun drinnen etwas feuchten Lehm durch Zement ersetze wird sich das nicht ändern. Ich habe lediglich den Innenraum etwas niedriger gesetzt. Nun suche ich hier nach einer Lösung für das Dilemma mit der Feuchtigkeit nicht nach Streit mit irgendjemandem aber der Lehm kann leider nicht komplett da bleiben die feuchte zerfrisst mir die Balken dat is Nu Ma so. Ich habe nicht vor an dem Fundament etwas zu ändern oder Steine heraus zu nehmen. Und selbst dann wäre das Haus nicht einsturzgefährdet, wenn man es richtig angeht. Wenn das nicht so wäre hätte ich das Fundament auf der anderen Seite des Hauses wohl kaum ersetzen können. Also bitte nicht in Panik ausbrechen und wenn du der Meinung bist das haus bricht zusammen dann ist das halt deine Meinung. Wenn du mir nen Tip geben willst wie ich mein so gefährliches Fundament sichere nur zu bin offen für Vorschläge. Wenn du dich aber dich nur streiten willst.. OK aber bitte mit jemand anderem. Übrigens ist das englische Grammatikalisch etwas fragwürdig;) schönen Gruß



Fundament



Ich will Ihnen helfen.
Das geht nur wenn man sich helfen lassen will.
Deshalb wars das hier für mich.



Moin,



Herr Böttcher also wirklich ....bedenke immer des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
Die Wand aus Ignoranz gegen die man anlaufen muss gleicht dem Kampf gegen Windmühlen.
Wer also an seinem Fundament rumbasteln will oder dieses Abdichten möchte tja warum nicht am Besten noch auf der Aufstandsfläche Dichtschlämme auftragen.





Moin ja das mit der dichtschlämme meinte ein besfreundeter Maurer auch schon.. ich Frage mich nur ob ich nicht die feuchte in den Balken treibe wenn ich die Auflage zum Raum hin völlig abdichte..



Ach ja



Da sind sie, die Windmühlen...............



Kampf gegen Windmühlen



Deshalb halte ich mich raus.





... ok gut hab auch Recht wenig Lust mich mit Leuten absabbeln die davon überzeugt sind das Ei des Columbus gefunden zu haben. Ich mach dann halt so weiter wie ich mein hat bisher ja auch geklappt. Viel Spaß noch mit eurem Forum



Feuchtigkeit



Zuerst einmal versuchen, außen für weniger Feuchtigkeitsbelastung und gute Autrocknungsmöglichkeiten zu sorgen.
Dh. Bewuchs entfernen, Oberflächenwasser ableiten, Fallrohre und Regenrinnen überprüfen.
Der Mörtel unter der Schwelle sollte je nach Schlagregenbelastung direkt darunter zumindest einige cm möglichst senkrecht abfallen,
um keine Wassereinleitung in die Schwelle zu ermöglichen.

Die Fundamentsteine sind nicht kapillar- Feuchtigkeit kann also nur durch den dazwischen befindlichen Mörtel oder Lehm weiter geleitet werden.

Wenn dieser Bereich zB durch Heizungsvor- und rücklaufverlegung entlang des Mauerfußes erwärmt wird kann die Austrocknung beschleunigt werden.

Du könntest auch jetzt durch Aufstellen eines Bautrockners feststellen, wieweit dies inkl den anderen Arbeiten die Feuchtigkeit genügend reduziert und ob sie nach Abstellen des Trockners wieder sichtbar wird.

Innen das Fundament abzudichten reduziert dessen Austrocknungsmöglichkeiten und führt bei entsprechenden Feuchteeinträgen zu dauerhaft höherer Feuchtigkeit im Fundament, was für die Schwelle und auch dämmtechnisch ungünstig ist.

Andreas Teich





Hallo Andreas sorry hab gar nicht erwähnt .. wir haben Reetdach also keinerlei Regenrinnen genau vor der Aussenwand plättert das Regenwasser einfach vom etwas hervorstehenden Dach. Daher haben wir vor ca 20 Jahren dort eine Drainage gebaut..
Ja mit den Steinen und Lehm in den Fugen hast du Recht.. daher hätte ich den ja gerne gegen etwas nicht feuchte aufnehmenden getauscht.. aber das scheint ja hier auf große Gegenwehr zu treffen :)



Entwässerung



Wurde das Fundament bei der Drainageverlegung nicht abgedichtet?

Da Regenrinnen bei Reetdächern unüblich sind müßtest du selber etwas bauen (zB tiefergestellte Holzrinne) und dafür sorgen, das das Wasser vom Gebäude abgeleitet wird,
zB Folie mit Gefälle vom Haus weg ca 10 cm unter Oberkante Gelände Verlegen und darüber Rollkies zur Spritzwasserreduzierung aufbringen.

Alles um das Haus entfernen was Luftbewegung zur Austrocknung außen behindert

Andreas Teich