Innenwanddämmung

29.11.2003



Hallo, ich muss bei meinem ca. 300 Jahre alten Fachwerkhaus, das ich vor kurzem gekauft habe eine Innenwanddämmung anbringen. Die Firma Xella (Ytong) bietet sogenannte Multipor Mineraldämmplatten speziel für solche Altbauten an. Wer hat schon mal Erfahrung mit solchen Platten gemacht und ist es richtig, dass man den Hohlraum zwischen alter und neuer Wand mit Lehm ausfüllt? Kann der bisherige Putz an der Wand dran bleiben oder muss man diesen bis zu den Strohmatten entfernen?
Vielen Dank im Voraus für die Antworten.



Innendämmung



Guten Abend Herr Meurer, der hydrostatische Druck des Lehms wird die Dämmplattenwand schnell in eine brechende Staumauer verwandeln; also Warnung ! Was die Innendämmung angeht: sie wird bei Fachwerkbauten leicht überdimensioniert, was dann dazu führt, daß eine Rücktrocknung der äußeren Schale nicht mehr möglich ist, weil diese zu kalt bleibt. An einer sorgfältigen Detaillierung, die möglichst auch die Beschattung/Besonnung und die beabsichtigte Raumnutzung im Detail sowie eine eventuell einzubauende Lüftung berücksichtigt, geht dann kein Weg vorbei. Dabei muß Ihnen ein in Bauphysik erfahrener Ingenieur oder Architekt helfen. Andererseits müssen Sie die Vorgaben der Energieeinsparverordnung beachten, die Mindestwerte des Wärmeschutzes auch für Fachwerkwände fordert. Details hierzu und eine Auslegung der Regel durch die WTA (allerdings kostenpflichtig) finden Sie auf den links hier.



Immer zu!



Bei den Platten hätten wir totale Bauchschmerzen, doch es ist richtig, daß eine homogene Verbindung der Schalen mittels Lehmbaustoffen geschaffen werden sollte und auch muß. Feuchtetransport und Homogenität. Diese Innenschale können Sie auch mit bioCell-Dämmsteinen schaffen und danach mit Lehm verputzen. bioCell ist ein hervorragendes Lehmprodukt auf der Basis von Rindergülle und in vielfältiger Form schon zu haben. Lehmige Grüße aus der OL vom Lehmwerk-Team.



Innendämmung



Stöber mal ein bißchen im Forum, da sind schon viele Beiträge zur Innendämmung...
Wir habe eine Leichtlehmschale aus Blähglasleichtlehm ca. 15cm stark vor die Wand gestopft. War viel Arbeit, vertrtbare Kosten und vor allem eine Gewissensentscheidung. Aber die Berechnung sollte Pflicht sein, damit die Wände trocken bleiben...