Empfehlungen für Innendämmungen

06.06.2012



Hallo liebe Gemeinde der Fachwerks-Liebhaber,

da ich leider anhand der Suche auch nicht wirklich weitergekommen bin,stelle ich meine Frage hier an die Runde...

Eventuell kann mir jemand eine Empfehlung bzw keine Empfehlung geben....

Haus-Aufbau:

EG:
Mauer (ca. 45-55cm) + Fundament aus Vollziegel

Fundament wird mit einer Drainage versehen und die Bodenplatte mit einer Betonkernaktivierung (Fussbodenheizung) ausgerüstet.
Die Aussenmauern werden mit einer Wandheizung ausgerüstet und dort sollte auch eine Innendämmung zum Einsatz kommen.
Ziegelfundament steht in einem feuchten Lehmboden.Es wird keine horizontale Sperrschicht verbaut.
Unter Bodenplatte sowie aussen wird ca. 40cm Sickerkies bzw Misapor eingebracht.
Beanspruchung also evtl von unten und Schlagregen

Voraussichtlich Kalkputze innen + aussen - ausser es gibt bessere Vorschläge
Vom Architekt wurde als Innendämmung soetwas wie Kalzium-Silikatplatten angedacht.
Gibt es hierzu Alternativen bzw Besseres,da wir schon versuchen ökologisch zu sanieren?


1.+2.OG:
Mauer (ca. 35cm) aussen mit Sichtfachwerk + Vollziegel ausgemauert und innen aus Vollziegel (d.h. Fachwerk ist nicht durchgehend)
Die Aussenmauern werden teilweise mit einer Wandheizung versehen und dort sollte auch eine Innendämmung zum Einsatz kommen.
Beanspruchung von Schlagregen.

Voraussichtlich Kalkputze innen + aussen - ausser es gibt bessere Vorschläge
Welche Innendämmung wäre hier zu empfehlen?Lehmputz...?!?!


Wer kann hierzu aus eigenen Erfahrungen etwas empfehlen oder etwas nicht empfehlen?!?!

Mein Problem:
Jeder Händler will einem sein Produkt verkaufen und bei Themen wie "Feuchte im Fundament" wird aber eine Gewährleistung ausgeschlossen...
Darum hier im Forum die Frage,denn ich denke,dass wir nicht das einzige Haus mit einem solchen Aufbau haben und sicher schon etliche Leute sich eine Innendämmung reingebaut haben...?!?!? Ist ja an und für sich nichts neues...

Über Empfehlungen, Erfahrungen, Anregungen usw.... wäre ich sehr dankbar.

Vielen Dank im Voraus...


Beste Grüsse aus Oberschwaben

JJ



Außenwand



Die Drananlage ist bei einem nicht unterkellerten Gebäude überflüssig und schädlich; Fundamente müssen nicht trockengelegt werden. Das Freilegen von Streifenfundamenten kann zu Schäden an der Gründung führen, ebenso das Anfüllen von Kies bis in 40 cm Tiefe.
Falls!!! eine waagerechte Abdichtung der Außenwand erforderlich und nicht vorhanden ist, sollte man hier eingreifen.
Sonst genügt i.d.Regel die Ableitung von Oberflächenwasser von der Wand, ein genügender Dachüberstand, ein fachlich korrekter Sockelputz und ein mehrschichtiger mineralischer Putz der Wand in Verbindung mit der angedachten Innendämmung inkl. Wandheizung um die Wand in einem ausreichenden Feuchtegleichgewicht zu halten.

Viele Grüße

p.s. Was verstehen Sie unter "Betonkernaktivierung"?



Innendämmung



Moin,
Sollen wir Ihnen Produkte nennen?
Ich wurde deshalb schonmal als Lobbyist bezeichnet:-))
Suchen Sie sich eine hydrophil eingestellte Mineralschaumplatte aus.
Das muß nicht unbedingt Calzium-Silikat sein.

Wenn Sie näheres wisse wollen, schicken sie mir eine mail.

viele Grüße



Innendämmung



Ich bin kein Freund von Innendämmung, da sie den Wohnraum gerade bei kleinen Häusern sehr einengt und - das dürfte das Hauptproblem sein - viele Anschlußdetails und Schwachpunkte erzeugt, die kaum beherrschbar sind !



Innendämmung



Hallo zusammen,

danke für die Antworten.Vielleicht kommen ja noch mehr Erfahrungsberichte und Vorschläge für die beiden unterschiedlichen Wandaufbauten...

@Herr Böttcher: Betonkernaktivierung ist so ziemlich das gleiche,wie eine Fussbodenheizung,nur dass sie in die Bodenplatte gelegt wird und wir auf einen Estrich verzichten werden.

@Olaf: Dann unterhalt dich mal mit dem Denkmalamt über eine Aussendämmung:o)

Ok,also falls noch jemand Tipps,Hinweise oder Anregungen hat,dann bitte hier vorbringen...

Gruss
JJ



Innendämmung



Komischer Name für eine komische Idee.
Es wird weder ein Kern noch Beton noch ein Betonkern aktiviert, höchstens aufgeheizt.
Auf den Unterbeton wird noch eine Nutzschicht kommen. Diese Nutzschicht wird entsprechend dick sein müssen oder es kommt auf den Unterbeton noch eine Ausgleichsschicht, mit der Ebenheit, Höhenlage, Neigung und Oberflächenstruktur verbessert werden. Die Ebenheit einer unbewehrten Betonplatte besser wie +- 20, 30 mm hinzukriegen ist schon Kunst.
Dafür wird seit der Antike Estrich eingesetzt, der ist für diesen Ausgleich erforderlich.
Oder Sie legen Dielung auf Lagerhölzern darüber.
In beiden Fällen ist die Fußbodenheizung in Ihrem Wirkungsgrad stark herabgesetzt und wird sehr träge reagieren.
Davon mal ganz abgesehen würde mich interessieren wie man ein Heizregister in eine Betonplatte einarbeiten will.
Gibt es dazu ein Verfahren und einen Anbieter?

Viele Grüße