Wärmedämmung einer Klinker Außenwand mit Lehm und Kalziumsilikat




Wir haben bei Renovierungsarbeiten die bestehende Wärmedämmung (bestehend aus Styropor/Gipsplatte) entfernt und wollen nun die Außenwände mit dem Aufbau -bestehende Klinker Außenwand (Wandstärke 27/40 cm) - Lehmputzschicht - Kalziumsilikatplatten (Stärke 10cm?) - Lehmputzschicht wieder aufbauen.
Die Außenwände sind massiv, die anschließenden Innenwände sind aus Fachwerk aufgebaut und sollen nur mit Lehmputz versehen werden. Holzbalken bleiben sichtbar.
Hat jemand Erfahrung mit diesem Aufbau und kann mir Tipp´s geben und etwas zur Stärke der Kalziumsilikatplatten sagen?
Zwischen den Fachwerkbalken und der Außenwand sind Fugen von 5-20 cm. Wie kann ich diese Fugen füllen? (Lehm/Korkgemisch?)
Die Fachwerkkonstruktion und sogar die Wandanschlüsse haben die langjährige Schwitzpackung übrigens schadlos überstanden.



Innendämmung



Hallo Thea,
Innendämmung ist eine komplexe bauliche Maßnahme, die nur im Zusammenhang mit den anderen erforderlichen Sanierungsleistungen gesehen werden kann. Ohne eine ganzheitliche Betrachtungsweise kann so etwas sehr teuer werden und im ungünstigen Fall zu Schäden führen.
Abgesehen von der eigentlichen energetischen Planung beginnt das schon mit der Materialwahl.
Innendämmung ist ein System aus verschiedenen Materialien, die in ihren Eigenschaften aufeinander abgestimmt sein müssen damit das System in sich funktionieren kann. Die Hersteller bieten deshalb solche Materialsysteme an; Sie können nicht nach Gutdünken Materialien mischen.
Dann ist neben der eigentlichen Innendämmung eine Reihe von baulichen Voraussetzungen bzw. flankierenden Maßnahmen erforderlich damit das System funktioniert. Dazu gehören Schlagregensicherheit, Eigenfeuchte der Bestandswände, Salzgehalt, Einbindung von Innenwänden und Decken, Fensterlaibungen, Elektro- und Heizungsinstallation usw..

Viele Grüße

p.s. "never change a running system", schreibt mein verehrter Kollege Florian Kurz immer, wenn ein funktionierendes System ersetzt werden soll.
Er meint damit das Verhältnis Aufwand/Nutzen, zu dem auch noch das Fehlerrisiko bei Planung und Einbau eines neuen Systems kommt.



Wie



schon geasagt muss die Innendämmung im Detailö geplant werden, gerade die Schlagregenseite ist ioft die Problemseite.
Wir arbeiten sehr viel mit Weichholzufaserplatten als inneliegende Wärmedämmung und integrieren in den Aufbau eine Wandheizung.

Grüße aus Koblenz Gerd