bestehende Innendämmung: Polystyrolplatten mit Giplsplatten sollen ersetzt werden.

30.03.2006



Hallo,
in meinem Haus (BJ 1938, Aussenwände Hohlblock, kein Fachwerk)wurde 1995 innen an die Außenwände 3 cm Polystyrol und darauf 9,5 mm Gipsplatten aufgeklebt.
Obwohl bisher keine sichtbaren Schäden aufgetreten sind, möchte ich diesen Aufbau ersetzen. Auf der Originalwand wurden Strom- und Heizungs- Leitungen verlegt, deshalb ist wieder ein ca. 3-6 cm starker Wandaufbau notwendig.
Welche Möglichkeiten gibt es, erhaltend zu sanieren? In diesen Räumen soll ein Ofen eingebaut werden, deshalb sollte es ein speicherfähiger Aufbau sein (und weniger die EnEv berücksichtigt werden).
Vielen Dank
Grüsse



Ist doch prima!



Hallo
machen Sie einen mehrlagigen Kalk - oder Lehmputz drauf!
3 - 6 cm sind zwar einiges an Putz aber zum Überdecken der Kabel wird es dann schon langen.
Die E-Dosen evtl noch etwas tiefer legen ....
Evtl nur mit Lehm Unterputz arbeiten ... da kommts darauf an, wie's aussehen soll ...
Lehm kann man ja gut selber machen - aber nicht so dick am Anfang auftragen!
und nachher mit Kalkkasein streichen!
Fertig


Bei dem Ofen würde ich auf hohen Strahlungsanteil und viel Masse achten! Aufpassen bei den Blechkisten - die machen zwar warm verbrennen aber den Hausstaub un bilden so ein wiederlich trockenes Klima - NIX gut für HalsNasenLungeGesundheit!

Viel Erfolg

FK



Innendämmung



und gleichzeitig speichern geht nicht. Also entweder
- Außendämmung + speicherfähige Außenand oder
- Innendämmung + speicherfähige innenwände.
M.W. spricht nichts dagegen, zur Speicherung der Wärme in einem Haus dieses Baujahres nur die Innenbauteile heranziehen zu wollen. Es ist dann genügend Speicherfähigkeit vorhanden
- um kein Barackenklima entstehen zu lassen
- um die Heizung mit vernünftigen - niedrigen - Vorlauftemperaturen zu fahren. Aber Sie wollen eh einen Ofen haben. Aus Kostengründen oder weil Sie den Frühsport brauchen ?
Eine kostengünstige Innendämmung kann man mit Holzweichfaserplatten (Gutex oder Pavatex als Putzträgerplatte) machen. 40 mm würden die Oberfläche schön warm halten.
Ansetzen in doppelt Fliesenkleber (einer nicht zertifizierten aber baupraktisch äußerst wirksamen Dampfbremse), die erste Lage auf die Wand mit dem Glätter auftragen, das egalisiert, die zweite Lage mit der Zahntraufel auf die Dämmplatte.
Damit wäre die Wand warm.
Daß die Dampfbremse in diesem Fall auf der kalten Seite liegt, macht nichts, weil die (langsame) Diffusion und winterliche Kondensatbildung vom (schnellen) Kapillartransport nach innen überlagert wird.
Das weitere Procedere betrifft die Oberflächengestaltung. Ich habe zuletzt einen Kalkputz aus Werktrockenmörtel aufziehen lassen: 1,5 cm Grundputz Körnung 0/4 gut abgerieben und mit dem Raboteisen nachbehandelt, 1 cm zweite Lage Grundputz in Glasseidengewebe eingeputzt,
3 mm Kalkglätte aufgespachtelt. Lieferant: Solubel.
Diese 3 cm Mörtel haben auch noch eine nicht ganz zu vernachlässigende Speicherfähigkeit und vor allem Sorptionsfähigkeit. Eine edle Ausführung !
Dies ist nicht ganz billig. Es geht auch mit baustellengemischtem Kalkmörtel, hat der zuviel hydraule Bestandteile, gibt es ohne Glasgewebeeinlage aber immer Risse.
Die etwas brutalere low-cost Methode:
Beto-Contact aufrollen, 1,5 cm Gipsmaschinenputz (MP 75) in Glasgewebe hinterher. Der Feuchtigkeitshaushalt wäre aber ungleich schlechter.


Einige Besonderheiten sind bei der richtig gemachten Innendämmung zu beachten:
Sie muß durch Holzbalkendecken hindurchgeführt werden, d.h. Dielen aufnehmen, Balkenköpfe ausschneiden.
Sie soll den ersten Meter der einbindenden Wände mit umfassen.

Bei der Gelegenheit würde ich die Kellerdecke unterseitig mitdämmen, weil das relativ billig ist. Aus Brandschutzgründen (F 90) bevorzuge ich Planarock 8 cm. Das läßt sich noch mit einem Spachtelputz überziehen.

Gutes Gelingen

Gutes Gelingen



Speicherfähige Platte Innenwand



Hallo,
sehen Sie sich mal die Micronal PCM Gipsbauplatte a.

die ist 15 mm dick -die thermische Speichermasse entspricht einer 10 cm dicken Betonwand.
2 aufeinander dann haben Sie eine enorme Speichermasse.

mfg Buchenau vom Ing.-Büro