Wärmedämmung von Backsteinhaus




Hallo liebe Forums-Mitglieder,
unser Backsteinhaus hat nur eine Wandstärke von 25cm. Wir haben verschiedene Vorschläge für zusätzliche Innendämmung bekommen. Kalziumsilikatplatten, mineralische IPor-Dämmplatten oder innere Vorsatzschale vor den Außenwänden aus Porotonziegeln 11,5 cm stark und Verfüllung des Hohlraumes zwischen Außenwand und Vormauerung mit Blähtonschüttung. Wie ist die jeweilige Wärmeleitfähigkeit?
Wie verhält sich der Taupunkt in der Wand? Können die Wände jeweils weiter "atmen"? Unser Haus ist komplett trocken, Feuchtigkeitsprobleme gibt es keine. Die Bodenbeschaffenheit der Region ist vorwiegend sandig und trocken.
Für kompetente Entscheidungshilfen wären wir dankbar.
Vielen Dank schon einmal.



Innendämmung



1. Ihre Wände atmen nicht sondern es gibt einen Wärme- und Feuchtestrom.
2. eine Innendämmung sollten Sie nicht als Insellösung ausführen sondern immer im Gesamtzusammenhang mit einer Sanierung betrachten. Nur bei Beachtung der komplexen Zusammenhänge, angefangen von der Bewitterung der Wände über die Nutzung der Räume bis zum Heizungssystem kann man eine Systemauswahl treffen. Dann stehen noch Überlegungen über die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahme und die Finanzierbarkeit an.
3. Wenn ihnen jemand schreibt... ich hab das bei mir so und so gemacht, alles prima... nützt Ihnen das herzlich wenig.
Es geht um Ihr Haus und nicht um seins.

Viele Grüße



Was der...



... Georg Böttcher meint ist der Fakt, dass Ihr ohne Fachplanung und -betreuung vor Ort möglicherweise mit irgendwelchen Pauschalaussagen verschlimmbessert...

Ihr wollt also zigTausend Euro in die Hand nehmen um 20 Euro/Monat zu sparen...

Innendämmung ist grundsätzlich ein wenig kritisch, einfach so irgendwelche Dämmplatten einputzen ist nicht...

Und Wände atmen wirklich nicht... aber sie können diffusionsoffen gestaltet werden, dies ist anzustreben...

Zur Berechnung der Wärmeleitfähigkeit und auch der Dampfdiffusion möchte ich für den ersten Überblick auf die vorhandenen tools im www verweisen, eigentlich ist die rein akademische Berechnung eher einfach, es hängt aber auch vom Input ab... gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass eine energetisch effektive Bewirtschaftung eines Gebäudes nicht nur aus möglichst geringen U-Werten erwächst...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Innendämmung



Die genannten Vorschläge kamen jeweils vom Ofenbauer, einem Spezialgeschäft für biologische Baustoffe und letzterer von einem Bauunternehmer, der auch schon städtische denkmalgeschützte Objekte saniert hat und mit allen Werkstoffen Erfahrung hat. Das hatte ich nicht erwähnt und so konnte das ja keiner wissen.
Also keine "ich hab das so gemacht und funktioniert super"-Äußerungen. Jedes Objekt ist anders, das ist auch uns als absoluten Laien klar. Aber gerade Gehirn verlässt sich nicht nur auf eine Meinung. Derzeit beschäftigt sich auch ein Ingenieurbüro mit dem Objekt wegen der energetischen Maßnahmen. Der sollte sich ja wohl auskennen.

Die Überlegungen von Herrn Hausleitner von Kosten/Nutzen sind natürlich auch ein Fakt. Jeder möchte seine Produkte gerne verkaufen. Vielen Dank hierfür.
Es bleibt spannend, wird schon werden.
LG - Christiane