innendaemmung von fachwerk

06.11.2015 joei1230



Guten morgen!
Auch ich will die teilweise nur mit heraklitplatten und ibnneputz versehene Außenwand meines Fachwerkhauses dämmen. Da ich handwerklich brauchbar bin habe ich mir jetzt folgendes zusammengestellt:
Eine Metall Ständer Konstruktion mit Dämmstoff Hinterlegung wie sie von isover beschrieben wird. Ich möchte hier die aussebwanddaemmplatte KonturfFDP 1-032 mit 4 cm an die Wand legen, dann das staenderwerk cw50 mit 45mm trennwandfioz akustic tf-035 davor, dann Folie vario extra und beplanken mit Rigips RB.
Wäre das so i.o. ?
Kann dieser Aufbau auch im Badezimmer so erfolgen?
danke für eine kurze info!
Johannes Eissing



Innendämmung



sollte am FwH mit Holzfaserplatten (hohlraumfrei) ausgeführt werden.
Ständerkonstruktionen sind nicht zielführend.
"KonturfFDP" meinten Sie FSP?
Über Innendämmung ist hier schon viel geschrieben worden. Die Suchfunktion oben rechts hilft weiter.



Fachwerk-Innendämmung



Dein Vorschlag ist mMn ungeeignet, da Glas- und Mineralwolle nicht kapillaraktiv sind, dh keinerlei eingedrungene Feuchtigkeit auf diesem Wege wieder abgegeben werden kann.
Zudem sinkt bei diesen Dämmstoffen, selbst bei sehr geringer Feuchtigkeitsaufnahme, der Dämmwert enorm ab.

Wenn wegen großen Wandunebenheiten eine Ständerkonstruktion verwendet werden soll, dann dabei mit Folien etc zwischen den Ständern Gefache bilden und Zellulose einblasen.
Es können auch flexible Holz- oder Zellulosefaserplatten eingeklemmt werden.
Dabei immer darauf achten, dass sie in engem Kontakt zur Wand stehen, um kapillaren Feuchtigkeitsaustausch zu ermöglichen und so Wasserausfall auf der Wand zu vermeiden.

Wichtig ist in jedem Fall der Schlagregenschutz der gedämmten Wand.

Je nach Wandmaterial kann ggf auf eine Dampfbremse verzichtet werden, wenn übermäßige Luftfeuchtigkeit innen begrenzt bzw schnell abgeführt wird.

Jedoch muß die Luftdichtigkeit gegeben sein um Konvektion auszuschließen, die zu Kondensation führt. Insbesondere bei Durchdringungen, Deckenbalken etc darauf achten.
Am besten den gesamten vorhandenen Wandaufbau angeben

Andreas Teich



selbst ist der Mann



Ich habe schon so viele zur Innendämmung gelesen, dass mir schwindelig ist. Holzfaserplatten habe ich dabei auch schon gelesen. Dass wäre aber eine Arbeit die ich selbst nicht kann (verkleben, armieren, putzen) - und versuchen Sie mal im Augenblick einen Handwerker zu finden der Zeit hat. Was mir liegt wäre Metallständerwerk und mit der hinterlegten Dämmplatte erhalte ich ja einen hohlraumfreien Anschluss an die Außenwand - oder ist meine Überlegung vollkommen daneben?
Ich könnte mir auch eine Holzfaserdämmplatte als Hinterlegung vorstellen - wäre das besser?



FwH-Innendämmung



Eine Mögliclichkeit wäre folgendes:
http://www.haacke-cellco.info/daemmstoffe/waermedaemmlehm.html



Innendämmung



Zuerst die Ebenheit der Wand überprüfen.
Dann entweder beiputzen bis es eben ist oder entsprechend flexible Holz- oder Zellulosefaserplatten mit deine Ständern an die Wand drücken, wobei Kleben sicherer hohlraumfrei ist und auch keine überragenden handwerklichen Fähigkeiten verlangt.
Bei youtube gibts videos dazu.
Nur keine Glas- oder Mineralwolle verwenden.
Andreas Teich



Innendämmung



Hallo - bin wieder da.
Durch die von innen angebrachten Heraklitplatten und den Innenputz sind die Wände einigermaßen eben und gerade. Ich könnte also die erste Lage (4cm) Holzfaserplatten von z.B. Pavatex Pavatherm aufkleben, davor das Ständerwerk und weiter 4 cm Holzfaserplatte Pavaflex 4 cm in das Ständerwerk einlegen. Verkleidung mit der Pavatex Pavaroom Leibungsplatte 2 cm. K
Könnte meiner Außenwand das so gefallen?
Danke für Ihre Kommentare!
MfG Johannes Eißing



Metallständer....



... haben in einer Dämmebene nichts zu suchen. Selbst die mickrigen Blechstärken haben schon einen ganz üblen Einfluss.



Ständerwand



Nur wenn die Ständer innen vor einer schon gedämmten Wand stehen ist die Wärmebrückenwirkung zu vernachlässigen.
Holzständer wären ungünstiger trotz besserem Lambda-Wert.

Insgesamt wäre es wohl einfacher, Holzfasreplatten anzusetzen,was auf ebenen Wänden leicht geht, und die zu verputzen.
Haftputz aufbringen und Gewebe einputzen schafft jeder einigermaaßen geschickte Mensch.
Wer noch keine Putzerfahrung hat kann zumindest die letzte Putzschicht mit Lehmputz herstellen.
Dann gibts keine Wärmebrücken und keine Hohlstellen.
Am besten vorher an einer Probefläche ausprobieren.

Andreas Teich





Hallo,
die Innendämmung egal wie ausgeführt, wird immer den Temperaturnullpunkt weiter nach innen ziehen. Dadurch kann es an den Holzfachwerk oder in den Gefachen zu Kondensaterscheinungen kommen. Gerade der Übergang von Wand in den Deckenbereich ist gewaltig zu beachten. Es muss zu Problemen führen, denn keiner kann zu 100 % von innen die Feuchtezufuhr verhindern (dazu gibt es viele Löcher, Fugen, Schlitze ...). Sinnvoll ist hier immer ein homogener Wandaufbau. Also wo innen die Feuchte vom Putz aufgenommen werden kann und nach außen transportiert wird. Wenn lehmbaustoffe verwendet werden, schützen Sie geichzeigig die umhüllten Holzbauteile. Und gerade der Lehmbau kann selbst und mit Freunden vorgenommen werden. Und das wichtigste ist, sie erhalten ein geniales Klima im Haus. Besuchen Sie Häuser die so aufgebaut wurden. Es gibt auch einige Ferienhäuser zum "sogenannten Probewohnen". Schauen Sie sich vor der Entscheidung alle Detaile an und durchdenken Sie diese realistisch.
gutes Gelingen,
Michael Reisinger



Fassadeninnendämmung Fachwerk - so wird jetzt gedämmt



Nach fachlicher Beratung durch einen Hersteller steht jetzt folgender Aufbau fest: alte Heraklithwände raus - auch wenn die Entsorgung als Restmüll teuer ist - Mauerwerk egalisieren durch Lehmputz - 10 cm flexible Holzfaserplatte davor, dann eine Dampfbremsbahn und als Abschluss eine 3 cm Holzfaserplatte. Verspachteln, grundieren, Streichen - und: FERTIG!! Hoffentlich gelingt's!



Fachwerk-Innendämmung



Wichtig in jedem Fall:
- Schlagregenschutz kontrollieren oder schaffen
- Wand komplett überputzen inkl Fachwerkträger- auch um eine
Pufferungebene zu haben und eine zusätzliche
Abdichtungsschicht,falls Schlagregen eindringen sollte.
- für einwandfreie Luftdichtheit sorgen durch dichte
Unterputzdosen (zB von Kaiser), Abkleben aller Fugen und
Durchdringungen, Fensteranschlüsse etc.
- abhängig von den Wandmaterialien und Außenbeschichtungen
kann eine feuchtevariable Dampfbremsbahn günstig sein, um
Rückdiffusion nach innen zu ermöglichen-
somit schnellere Austrocknung nach innen und außen.

Farbe und Spachtemasse innen sollten zur Schimmelverhinderung auf mineralischer/hoochalkalischer Basis sein.
Soll die Holzfaserplatte auf Ständer geschraubt werden?

Welche Produkte sin vorgesehen (genaue Bezeichnung)
und hat sich der Hersteller nach Sd-Werten und dem genauen Wandaufbau erkundigt?
Welche U- Werte ergeben sich aus dem Aufbau?
Ist die Wand beschattet oder von der Sonne beschienen?
Spritzwasserschutz ist gewährleistet?

Mit 13 cm ist die Innendämmung sehr stark, sodaß bei Fehlern Kondensation stattfinden kann

Eine eingeputzte Wandheizung- ggf mit Rücklaufleitung unter der Decke zur Temperierung der Balkenköpfe- würde Sicherheit gegen Tauwasserausfall in diesem Bereich geben.

Möglichste Bild der Wand von innen und außen einstellen

Andreas Teich



fachliche Beratung - Innendämmung Fachwerkfassade



Ich bin inzwischen durch viel Lesen und durch Email- und Telefonkontakte ausreichend sensibilisiert, dass ich den gerechneten Vorschlag und die Vorgaben des Herstellers mit allen dazugehörigen Vorgaben zur Luft- und Wasser-, incl. Dampfdichtheit nach bestem Wissen und Gewissen berücksichtigen werde.
Der berechnete U-Wert liegt bei 0,296. Wegen großer Dachüberstände, Ostseite, bzw. Südseite mit nahestehendem Anbau kann Schlagregeneintrag nahezu ausgeschlossen werden. 100 %ige Luftdichtheit kann es bei Fachwerk nie geben, wird aber angestrebt. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren habe ich die Entscheidung getroffen jetzt wie beschrieben zu dämmen. Immer wieder neu zu diskutieren bringt dann nur weitere Unsicherheiten und die hatte ich zu Beginn meiner Überlegungen genug - jetzt wird gearbeitet!
Johannes Eißing



Der berechnete U-Wert liegt bei 0,296



Das ist schon sehr niedrig! Wie wird mit einem möglichen Tauwasserausfall an den Wärmebrücken umgegangen?

So ganz schnell würde ich das ganze nicht durchwinken!

Grüße