Innendämmung sinnvoll

10.03.2014 Rico



Hallo erstmal liebe Forumsgemeinde:-)

Ich habe ein anliegen, und zwar habe ich gerade begonnen das Brucksteinhaus meiner Eltern zu sanieren.
Baujahr 1839 (derzeit Nachtspeicheröfen:-( )
Im momenmt möchte ich die EG Wohnung für meine Eltern herrichten. Leider haben wir im Haus das Problem das in den Fensterlaibungen sowie in einigen Wandbereichen regelmäßig die Tapeten schwarz werden. (Schimmel)
Dies ist aber nur oberflächlich, denn sobald man die Tapeten entfernt ist drunter nix zusehen.

Des weiteren hat das Haus auch einen großen Wärmebedarf und eigentlich wollte ich erstma nix dämmen sondern nur die Tapeten runter und die Wände wieder hübsch machen neuerkalkputz und Kalkfarbe.
Nun hat mich aber ein Bekannter auf die Multipor Innendämmung Aufmerksam gemacht. (Höchstens 5cm)
Das System hört sich gut an nur habe ich bedenken Zwecks
der Deckenschlüsse bzw. nicht das mir dabei eventuell die Deckenbalken Schaden nehmen?

Oder wie gesagt lieber lassen und maximal die Fensterlaibung. Wände in Ordnung bringen und vernüftige Heizung rein und gut lüften.

Was denkt ihr? bin für alle Anregungen offen:-)

Gruß Rico



Innendämmung Bruchsteinhaus



Hallo,

wenn man eine Innendämmung konzipiert, sollte man keine halben Sachen machen. Sie haben mit Ihrer Skepsis bezüglich unter anderem der Holzbalken nämlich völlig recht. Wenn die Innendämmung gut sein soll, muss sie auch den Deckenzwischenraum umfassen. Wie das z.B.bei eng angesetzten Streichbalken funktionieren soll, ist rätselhaft. Was man wirklich machen kann, sieht man nur vor Ort, meistens dann, wenn solche kritischen Bauteile geöffnet sind.
Die Laibungen können gedämmt werden, wenn die Öffnungen ausreichend groß sind und noch Blendrahmenholz übrig bleibt.

Vielleicht hilft aber auch die bessere Eindichtung der Fenster:
außen neues Kompriband reinpfriemeln mit der Schraubendrherklinge,
Altputz innen abschlagen
was auch immer in der Fuge steckt: rausholen
Fuge mit Stopfhanf fest vollstopfen
Fensteranschlussfolie kleben
Neu mit Kalkputz (zementfrei) einputzen.

Meistens ist es nämlich die Fuge, die für Auskühlung sorgt.

Grüße vom Niederrhein





Hallo Herr Beckmann,

Danke für Ihren Beitrag.
Da werde ich das lassen mit der Innendämmung und lieber mal über eine Aussendämmung in der Zukunft nachdenken.

Mit dem Stopfhanf hört sich gut an;-) geht das auch bei Kunststofffenster da solche drin sind und diese einfach nur eingeschäumt sind.
Mit dem Kompriband aussen werd ich ni so einfach realisieren können.
Im Innenbereich kratze ich so zusagen den ganzen Schaum raus und stopfe dann das Hanf hinein und anschließend die Folie und Putz drauf und gut. Richtig?

Gruß Rico





Hallo,

genau so. Beim Kunststofffenster können Sie den Schaum auch drin lassen. Ich war vom Holzfenster ausgegangen, das durch die kapillare Saugwirkung des Hanfes geschützt wird.
Wichtig ist die Luftdichtheit .

Grüße





Hallo,

Herr Beckmann also müsste ich nur die Folie anbringen und einputzen oder das Hanf zusätzlich mit in den Schaum reindrücken?

Gruß Rico





Hallo,

nein, ich meine Hanf oder Schaum ist dem Plastik egal, dem Holz nicht.
Sie können sich mit dem Anbringen einer Folie und dem Neueinputzen begügen, spart ja Arbeit.

Grüße



Vielen Dank



Nochmals vielen Dank für ihre Hilfe werde das so machen :-)

Gruß Rico