Innendämmung

20.02.2009



Ein freundliches Hallo mit der Bitte um Gedankenaustausch.

Aufgabenstellung :
Ein Kasernengebäude der 30-Jahre aus Ziegelmauerwerk (massiv) soll mit einer Innendämmung versehen werden. Die Regelwand - Stärke liegt bei 50cm, im Bereich von sanierten Kriegsschäden bei 36cm. Die Räumlichkeiten befinden sich durchgehend in Nutzung - entsprechend müssen handwerkliche Eingriffe zeitlich gestrafft und möglichst "schmutzsensibel" durchgeführt werden.

Angedacht wurde alternativ eine Innendämmung mit Schilfrohr eingebettet in Lehmmörtel sowie mit Lehm verputzt - oder und diese Variante ist aufgrund der einfacheren Anarbeitung an die vorhandene Substanz zur Zeit in die engeren Wahl gekommen, eine Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten.

Die Fassade wurde erstmalig gestrichen in den 80-Jahren. Nachfolgend nocheinmal in 2008. In beiden Fällen wurde Keim verwendet. Zudem wurde das Gebäude 2003 im erdberührenden Sockelbereich vertikal trockengelegt. Alle zu dämmenden Wände befinden sich im Erd- und Obergeschoss. Das Sockelgeschoss besteht aus Sandsteinbruch, dass EG liegt mindestens 50cm über Oberkante Erdreich. Aufsteigende Feuchtigkeit bzw. Feuchte Stellen sind im Innenbereich nicht erkennbar vorhanden. Dies gilt auch für die nachfolgend beschriebenen Problem-Bereiche. Die örtliche Situation selbst ist seit 5 Jahren bekannt.

das Problem :
Innenseitig der Aussenwände wurden ehemals bereits großflächig ungedämmte Vorsatzschalen aufgebracht. Hinter den Platten befindet sich zum Mauerwerk eine stehende Luftschicht.
Hintergrund der baulichen Maßnahme ist vermutlich der Wunsch gewesen, geschädigte Wandbereiche ( Kriegsschäden ) optisch dem Bestand anzupassen.
Die Trockenbauplatten aus Gips dürften teilweise geklebt und teilweise über Lattung montiert sein.
Dass man sich bereits damals für Trockenbau statt für ein Aufputzen entschieden hat, legt nahe, dass extreme Unebenheiten vorliegen.
Dies wiederum bedeutet, dass ein Rückbau und ein entsprechender Wandaufbau in mehrlagigen Putz-Schichten viele zeitintensive Arbeitsgänge, viel Verschmutzung und viel Wasser sowie hohe Kosten beinhaltet
(zur Erinnerung, die Räumlichkeiten sind vermietet, eine professionell naheliegende wie umfängliche Sanierung scheidet aus ).

die Frage :
gibt es Erfahrungswerte / Tipps und Denkanstöße bezüglich der Verwendung von CaSi-Platten auf GK-Platten zudem mit stehender Luftschicht.

Besten Dank im Voraus
Frank Landwehr





Hallo,

vergessen Sie das !
Machen Sie es ordentlich, notfalls eben selber und mit Helfern. Aber um teilweisen Rückbau kommen Sie nicht umhin.

Grüße



innendämmung



wenn ich das als Handwerker lese kann ich nur zu einer aussendämmung raten.unter den gegebenheiten würde ich den auftrag als handwerksbetrieb dankend ablehnen.das schreit nach problemen.
gruß thomas



Aussenmassnahme ist relativ schmutzsensiebel



Bei den von Ihnen genannten Vorgaben bezüglich der handwerklichen Eingriffen scheidet eine Innendämmung eigentlich aus. Daher wäre eine Massnahme von aussen, wie Herr Weisbrich anmerkte am Sinnvollsten.

Grüsse Thomas