Innendämmung - lohnt sie sich überhaupt?

29.01.2019



Hallo zusammen.

Wir haben ein ca. 250 Jahre altes Fachwerkhaus das wir nun etwas sanieren möchten. Das Haus steht seit ca 3 Jahren leer, zuvor haben wir noch selbst drin gewohnt.
Bisher ist das Haus in seinem Urzustand, sprich nicht gedämmt und die Fenster haben eine Dicke von ca. 1-2cm (einfach verglast). Innen ist ein Kalkputz drauf. Nun habe ich überlegt, das Haus von innen zu dämmen, mit Lehm und Holzfaserplatten und natürlich neue Fenster rein. Eine Außendämmung kommt für mich nicht in Frage. Jetzt frage ich mich, ob sich der Aufwand der Innendämmung überhaupt lohnt oder es auch reichen würde, den Kalkputz runterzuklopfen und eine Art Innendämmputz (falls es das gibt) aufzutragen oder nur neu mit lehm zu verputzen. Ich denke dass der meiste Wärmeverlust bisher von den Fenstern kam, selbst wenn die Wand nicht wirklich gedämmt ist.

Es ist auch noch nicht sicher, ob das Haus in 30 oder 40 Jahren abgerissen wird, aber selbst wenn, möchte ich es trotzdem wieder auf Vordermann bringen.

Würde sich eine Innendämmung mit Holzfaserplatten lohnen oder gibt es andere Alternativen, die mein Vorhaben erleichtern würden?

Liebe Grüße vom Bodensee,
Johannes



Pläne



die Frage ist doch eher, wie soll das Haus in näherer Zukunft genutzt werden? Ein leerstehendes Haus zu dämmen...naja. Es bringt nichts, wenn der Kalkputz ohne Not gegen einen Lehmputz getauscht wird, dämmtechnisch ändert sich nichts. Auch der Effekt eines Wärmedämmputzes ist fraglich. Innendämmmaßnahmen gehören in den Verbund mit einem Gesamtplanungskonzept, was Nutzung, Heizung, Wetterexposition etc. beinhaltet. Außerdem ist die Planung und vor allem die Ausführung wirklich nur fachkundigen Personen zu überlassen, weil es sonst sein kann, dass die Schäden schon wesentlich früher auftreten. Nur Interessehalber: Was heißt " Es ist auch noch nicht sicher, ob das Haus in 30 oder 40 Jahren abgerissen wird, " ?



Antwort



Vielen Dank für die rasche Antwort!

Das Haus wird nach der Sanierung bewohnt sein bzw. vermietet werden.
Nach genauerer Recherche habe ich die Idee mit der Dämmputz auch schon wieder verworfen, ich dachte der Kalkputz muss zwingend runter, aber sollte das nicht der Fall sein macht es das Vorhaben ja schonmal etwas leichter.

Einen Fachberater werde ich auf jeden Fall hinzuziehen, ich wollte mich nur schonmal im Vorhinaus erkundigen was für Möglichkeiten es gibt.
Dann wird es aber vermutlich doch auf die Dämmung mit Holzfaserplatten und Lehm herauslaufen. Nicht zu dämmen und trotzdem neu zu verputzen macht ja wenig Sinn!

Ob das Haus in 30-40 Jahren abgerissen wird hängt davon ab, ob ich zu meinen Rentenzeiten (oder eventuell schon vorher) auf das Grundstück ziehen werde. Die niedrigen Deckenhöhen sind halt nicht sehr komfortabel für meine Statur und sollte man wirklich viel Geld in die Hand nehmen wollen, lohnt sich dort in meiner Sicht nur ein Neubau ;) aber wer weiß was in 30 Jahren ist, bis dahin kann noch viel passieren!



Gute Frage



Ich bewohne eine Jugendstilvilla von ca. 1898 und hatte mir auch lange überlegt innen mit Holzfaserplatten zu dämmen. Neue Fenster habe ich schon bereits überall. Ich muß allerdings sagen das ich mittlerweile wieder davon ab bin zu dämmen. Für mich stehen die Kosten in keinem Verhältnis zu den höheren Heizkosten.... Das braucht ja mindestens zwanzig Jahre oder mehr bis ich die Kosten für 100m2 Wohnraum für Dämmung und putzen, gedämmt Elektrodosen etc. wieder drin habe. Und das Raumklima ist mit den neuen Fenstern sehr gut. Heizung max. auf 2 ist warm genug. Wärmebildkamera zeigt mir eine Differenz von Außenwand zu angrenzender Innenwand von ca. 2 Grad an..... Da stecke ich das Geld lieber in andere Maßnahmen der Sanierung...Ist ja auch sonst genug zu tun. Oder ich spare auf ein Nano-Blockheizkraftwerk in 10 Jahren... Da Ist dämmen dann eh kontraproduktiv.... Hihi



Gute Frage



Ich bewohne eine Jugendstilvilla von ca. 1898 und hatte mir auch lange überlegt innen mit Holzfaserplatten zu dämmen. Neue Fenster habe ich schon bereits überall. Ich muß allerdings sagen das ich mittlerweile wieder davon ab bin zu dämmen. Für mich stehen die Kosten in keinem Verhältnis zu den höheren Heizkosten.... Das braucht ja mindestens zwanzig Jahre oder mehr bis ich die Kosten für 100m2 Wohnraum für Dämmung und putzen, gedämmt Elektrodosen etc. wieder drin habe. Und das Raumklima ist mit den neuen Fenstern sehr gut. Heizung max. auf 2 ist warm genug. Wärmebildkamera zeigt mir eine Differenz von Außenwand zu angrenzender innenwand von ca. 2 Grad an..... Da stecke ich das Geld lieber in andere Maßnahmen der Sanierung...Ist ja auch sonst genug zu tun. Oder ich spare auf ein Nano-Blockheizkraftwerk in 10 Jahren... Da Ist dämmen dann eh kontraproduktiv.... Hihi



Heizkosten



Also um die Heizkosten geht es mir eigentlich weniger. Wir haben einen eigenen Wald und ich möchte mir eine Hackschnitzelanlage mit unserem Nachbarn zusammen kaufen. Von dem her wären die Heizkosten nicht von großer Bedeutung. Mir ginge es mehr darum, morgens nicht immer im kalten Raum dazustehen oder halt den Ofen nicht immer auf Pulle Laufen lassen zu müssen, aus "Bequemlichkeitsgründen", nicht aus Kostengründen.

Wieviel % an Dämmwert würden neue Fenster ca bringen? Und wieviel weitere % dann die Dämmung mit Holzfaser (gehen wir mal von 6cm HFP aus). Oder kann man das auch nur vor Ort sagen? Gibt's irgendwas wie man das berechnen kann oder an wen man sich da genau wenden kann?



Guter Kontakt am Bodensee....



...könnte ich ihnen da einfädeln.
denn vieles kann man über diese Plattform hier zwar in Erfahrung bringen, doch die Realität am Objekt ist dann halt noch einmal etwas ganz anderes.
Details, Lösungsansätze im Bestand usw, usw,

Versuchen sie doch bitte ganz einfach mal folgenden Kontakt aufzugreifen:

http://www.haeuserauslehm.de/16_impressum/index.php

http://www.haeuserauslehm.de/06_projekte_sanierungen/objekt_detail.php?objekt_ID=83%3Cbr

Richten sie Herrn Nothhelfer dabei mal ganz liebe Grüße von mir mit aus.
Wir kennen uns gut über 20 Jahre!

FG Udo Mühle