innendämmung mit hanf

19.08.2008



Hallo!
Mein Mann und ich haben ein altes Fachwerkhaus mit Ziegelgefache erworben. Er würde am liebsten von innen eine zweite Wand hochziehen und den Zwischenraum (zw. Fachwerkwand u. Wand aus Porenbeton) mit Hanf auffüllen lassen. Der Dämmstoff Hanf soll ausreichend wasserdampfdiffusionsfähig sein und der Porenbetonstein sei ihm lieber als Lehmplatten oder Silicatplatten.
Meine Frage nun: Bekommt man dann aber nicht an der Schnittstelle Hanf-Beton Probleme mit dem Wasserdampf?

mfg
N. Heid



Allg. Info zur Innendämmung



Frau Heid,

allgemeine Infos zur Innendämmung hier:
http://www.konrad-fischer-info.de/2138bau.htm

Marita Kerr



@ M. K.



Ihre Antwortverlinkungen sind wirklich langsam nervend!
Dazu gab es aber in zurückliegenden Beiträgen bereits starke Kritik an Ihrer Person.
Besitzen Sie auch eigene Ansichten zu den jeweiligen Thamatiken oder sind Sie nur am Suchen, wer für Sie bereits Antworten parat hat?

Entschuldigung, Frau Heid!
Dies mußte auch mal sein.

Zu Ihrer Thematik und der Ansicht Ihres Mannes ist folgendes zu erläutern.
Ob Sie Hanf oder andere Naturdämmstoffe wählen, die Problematik wird die Ytong-Konstruktion bleiben.
Dieses Material wirkt zwar sehr sympatisch, hat aber im Fachwerkbereich nichts verloren.
Wählen Sie einen homogenen Innenwandaufbau mit verklebten Ebenen. Dies kann z.B. Lehm sein.
Gute Speichermasse, gutes Sorptionsverhalten, guter Holzschutz, angenehme Verarbeitbarkeit, Feuchteregulierend und vieles mehr.
Somit kann man auch mit dünneren Wandschalen arbeiten und erzielt selbige Ergebnisse.
Wie soll das Energiekonzept bei Ihnen aussehen?
Wandheizung, Fußleiste, Wärmepumpe, Gas oder Öl usw.?

Diese Fragen sind dazu auch sehr wichtig.
Sonst kann es z.B. im Winter so aussehen, wie nachfolgendes Foto.

Helfende Grüße
Udo Mühle



Hanf Innendämmung



Hallo Herr Mühle!
Nichts für ungut. ( in Bezug auf k-f)
Vielen Dank erstmal für so eine prompte Antwort. Weshalb mein Mann sich eher für Porenbeton begeistern kann, liegt wohl daran, dass er an der Stabilität von Lehm und vergleichbaren Produkten zweifelt. ( kann mann daran ein Küchenschrank aufhängen???) Da muss ich halt mal dumm nachfragen. Habe mit Lehm noch so gar keine Erfahrungen. Mein Mann hat allerdings schon mal mit Ytong so ein "zweites Haus im Haus" gebaut und war ganz begeistert, weil man so das Fachwerk vollkommen unangetastet lassen kann, sich dafür aber im Innenbereich nicht damit rumplagen musste, was denn auf dem Lehmputz so hält.
Ich bin da noch unparteiisch.
Bezüglich des Energiekonzeptes werden wir uns wohl für ein BHKW entscheiden. Das eignet sich gut, gerade für größere Häuser (unseres hat ca. 300 m² und höhe Räume, eigentlich sehr untypisch für Fachwerk, deshalb auch Denkmalschutz.)Das BHKW eignet sich natürlich sehr gut für Fuß- oder Wandheizung. Ob das auch für Sockelleistenheizung gilt, ist mir nicht bekannt. Ist aber eine interessante Lösung und meines (laienhaften) Wissens sogar eine energiesparende, da sich die Wärme besser verteilt und somit eine generell niedriegere Raumtemperatur notwendig ist. (oder so ähnlich)
Ein Endkonzept steht noch nicht fest, da wir wohl die nächste Zeit ausschließlich mit der Sanierung des Fachwerks beschäftigt sein werden. So ziemlich jeder Balken ist hin (Holzwurm) und das Ziegelgefache muss auch neu gemacht werden. Wir haben also noch ein wenig Zeit, das optimale Konzept (zur Innendämmung) für das Haus und für uns zu finden.
mfg
Natascha Heid

P.S.: Ein wahrhaft erschreckendes Beispiel der Wärme... , was auch immer man da dem armen Haus angetan hat.)



Zweite Wand ???



Ich schließe mich dem Beitrag von Herrn Mühle an.

Auch ich möchte von einer Zweitmauerung abraten.

An Lehm können sie natürlich keine Küchenschränke aufhängen. Aber seit wann installiert man Küchenschränke auch am Putz ? Sowas gehört tief ins Mauerwerk mit Dübeln.
(Nur so angemerkt)

Die Stabilität von Lehmputze können den modernen Zementputz natürlich an härte nicht mithalten. Muss es auch nicht, denn ein Putz ist nicht dafür da, schwere Gerätschaften zu installieren, sondern ein Ausgleich unebener Mauerung zu begradigen, schönerer Wandanblick und natürlich die Aufnahme von Wasserdampf. Und eben da liegen die Stärken bei Lehm. Lehm hat übrigens eine 4mal bessere Dampfdurchlässigkeit als jeder Zementputz.

Im übrigen macht Lehmarbeiten richtig Spaß. Auch Laien können damit gute Ergebnisse erzielen. Fehler oder unschöne Stellen können noch hinterher ausgebessert werden.


Gruß

Alexander Zima



Küchenschränke...



...haben an Außenwänden des Altbaues nichts verloren, da lauert der Schimmel.

Versprechen Sie sich von Heizleisten nicht zuviel, das sind nichts als kleine Radiatoren. Eine Energieersparnis konnte mir noch keiner plausibel begründen. Vielleich denken Sie über eine echte Wandheizung nach? Über die Strahlungswärme können Sie tatsächlich ein wenig sparen, da diese intensiver empfunden wird als warme Luft.

Grüße

Thomas