Innendämmung Fensterlaibung




Hallo,

wir haben ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus und müssen unsere alten Fenster Aufarbeiten lassen, dahinter setzten wir dann ein weiteres einfach verglastes Fenster, sodass ein Kastenfenster entsteht. Nun geht es um die Problematik der Innendämmung im Fensterbereich. Um die Dämmung auch in die Fensterlaibung ziehen zu können, müsste man im Fensterbereich je 3 cm der Fachwerkbalken wegsägen und durch die Laibungsplatte ersetzen, sonst passt das alte Fenster nicht mehr. Ein Bauplaner, der selbst ein Fachwrkhaus besitzt, hat es bei sich so gelöst, dass er die Dämmung nur bis 10 cm neben dem Fenster angebracht hat und dann mit Lehmputz eine Schräge zum Fenster geputzt hat. Somit hat er den Lichtverlust durch ein riesig breites Kastenfenster minimiert, natürlich auch den Wärmeverlust erhöht. Aber das eigentliche Problem ist, dass uns die Firma, die die Innendämmung ausführen soll, wegen der Kältebrücke und dem entsprechenden Anfall von Wasser davon tunlichst abrät. Sie sagen es muss in die Laibungen gezogen werden außerdem wollen sie an den Außenwänden die Decke öffnen, um die Dämmung über die Geschossebene zu ziehen und dort wo Außen- auf Innenwand trifft die Dämmung noch einen halben Meter auf die Innenwand rumziehen, sodass an der Innenwand aber jedesmal ein ca. 11cm großer Versatz entsteht. Die Frage ist nun wie sinnvoll dieser riesige Aufwand ist. Normal fäll das Tauwasser ja an der kältesten Stelle an, das ist und bleibt ja trotzdem unsere Fensterscheibe oder nicht? Ich würde mich über Meinungen und Erfahrungen sehr freuen.



Für mich liest sich das so,



als ob die ausführende Firma kompetent ist. Das mit dem Reinziehen der Innendämmung in die Laibung und an die Innenwände und der Deckenanschluss halte ich für fachlich richtig. Funktion sollte wichtiger als Design sein.
Ralph schneidewind



Dämmung Fensterlaibung



Hi Josephine,
die Dämmung im Deckenbereich durchgehend anbringen ist i.O., ebenso das nach innen Ziehen an den angrenzenden Innenwänden.
Das Ziel ist die Minimierung von Wärmebrücken (nicht Kältebrücken).
Für die Laibungen empfiehlt sich z.B. eine Baumit X022 mit 1 bis 2 cm Stärke.
Die Ständer würde ich nicht einschneiden lassen.
Allerdings verwundert mich die Dicke von 11 cm; ist für ein FwH ziemlich viel.



Innendämmung Fensterlaibung



Hallo, danke für die Antworten. Wenn Sie die Balken nicht einschneiden lassen würden, kann man auch bei 1-2cm das alte Fenster nicht einbauen. 11cm ergeben sich als gesamter Wandaufbau (8cm Dämmung+Wandheizung+Putz)



Innendämmung Fensterlaibung



Bei einer WH ist die Dicke ok., aber die WH muss ja nicht auf die Innenwand und somit reichen dort 5 bis 6 cm und die kann man am Ende auf null auslaufen lassen.
Bei einer WH würde ich mit der Wärmebrücke der Fensterlaibung leben können.



Innendämmung Fensterlaibung



Hallo, heißt sie denken, dass man durchaus die Dämmung der Laibung weglassen könnte, wenn mit Wandheizung geheizt wird und regelmäßig gelüftet wird?



Dämmung Fensterlaibung



Im FWH bestehen i.d.R. Laibung, Sturz und Brüstung/Sohle aus Holz.
Holz hat schon einen ganz ordentlichen Dämmwert.
Und darum lautet die Antwort auf die Frage: Ja.



Innendämmung Fensterlaibung



Vielen Dank erstmal! Rs wird dann wohl wahrscheinlich auf eine Art Kompromiss herauslaufen müssen.



Glückwunsch



zur Auswahl der ausführenden Firma. Diese scheint kompetenter, als der Bauplaner. Was nicht heißen soll, dass die Konstruktion des Bauplaner zwingend zu Schäden führt.

Ob die Dämmung im Bereich der Geschossdecke überhaupt so einfach durchgezogen werden kann, muss zunächst unbeantwortet bleiben. Liegen vielleicht noch Lehmwickel in der Decke? Dann viel Spaß beim Durchbrechen und Erneuern.

Gruß
Erwin



WER … 



… im FWH eine Innendämmung macht …

… spielt mit dem Feuer … 

Die Theorie wird hier meist von der Realität in die Wirklichkeit zurück geholt … 
aber wenn das sichtbar wird sind die Schäden eklatant, und die Propaganten und Handwerker haben dann ihr Geld verdient und der Bauherr oder die Bauherrin haben den Schaden

Lassen Sie sich bitte nicht von Schlagworten wie : dämmen muss sein … oder … kapillaraktiv … blenden … 

eine Innendämmung zieht IMMER den Taupunkt nach innen …

Was früher jeder wusste, wird heutzutage einfach "wegdiskutiert" oder "wegargumentiert" … aber letztlich ist es IHR Gebäude, sind es IHRE Schäden, ist es IHR Geldbeutel … 

ICH würde es NIE machen . weder "beraten" noch gutheissen … 

Viel Erfolg

Florian Kurz



Baumit X022 / Kastenfenster



basiert auf Resol. u-Wert.net schreibt:

"Da Phenolharze ("Bakelite") immer auf Basis von Formaldehyd hergestellt werden, sollten Resoldämmplatten nicht im Innenbereich Einsatz finden."

Beim Kastenfenster würde ich ev. auch k-Glas (Pilkington) erwägen, erfordert aber sehr saubere Arbeitsweise.