Innendämmung Fachwerkhaus

30.10.2017 Luftgekühlt



Fachwerkhaus von 1808 gekauft

Es wurde hier schon viel geschrieben, habe aber für mich nichts gefunden.
Das Haus bekommt an der langen Seite einen neuen Grundschweller 13 Meter lang, alles total verrottet .Das ganze Haus hat sich im Lauf der vielen Jahre auf die rechte Seite geneigt, das ist das eine, das andere sind die Wände die von oben nach unten verschiedene Maße aufweisen und alles Windschief aussieht, ich möchte das gerne beheben und eine Innenwanddämmung aufbringen.
Die Gefache sind mit Lehmziegel gemauert. Wie kann ich das schnell und ökologisch beheben, stehe nämlich unter Zeitdruck. Wenn das heizen eine Rolle spielen sollte, ich heize das Haus sollte es mal fertig werden mit einem Kaminofen.
Ich möchte an diesem Haus nichts mehr falsch machen, es wurde schon so viel falsch gemacht!
Aus diesem Grund wende ich mich jetzt an Sie alle und bitte um Hilfe.



Zeit



Was willst du? Soll das Haus ausgerichtet werden, so dass es nicht mehr schief ist? Ich kenne das nur mit herausnehmen der Gefache, ausrichten, Unterbau entsprechend neu aufbauen und dann wieder neu anfangen mit ausmauern. Das ist ein ziemlicher Aufwand und meiner Ansicht nach wird dadurch der historische Bestand fast komplett zerstört. Da bleibt dann nur die Holzkonstruktion.

Wenn das Haus wandert bzw. weiter auf einer Seite absackt, wird man die Fundamente untersuchen müssen und evtl. auch entsprechend verstärken oder neu machen müssen.

Bei mir war das alles stabil und ich habe die Wände mit Lehm ausgeglichen und darauf eine moderate Innendämmung aus Holzweichfaser geklebt. Alles im System mit Lehm, aber da braucht es Sommer und einige Monate Zeit um den Lehm trocknen zu lassen. Die Decken habe ich mit Rahmen ausgeglichen und neu aufgebaut, da war der alte Deckenaufbau schon bei einer früheren Sanierung entfernt worden - leider.

Mehr Angaben machen und die richtigen Fragen stellen. So wie die Schwelle aussieht hast du in dem Fall schon die richtige Entscheidung getroffen.



Schief



Alte Häuser sind nun mal schief - teils durch Setzung, teilweise durch die damalig zugelassenen Toleranzen. Es waren ja oft die Bauern, die sich Ihr Haus selber bauen mussten mit etwas fachmänischer Hilfe, da man ja kaum Geld hatte. Das heißt aber jnicht, das man kein Lot oder eine Waage hatte.



Sorry



doppelter Post !



Schiefstellung



Plastische Verformungen an den tragenden Hölzern eines Fachwerkes lassen sich nicht wieder rückstellen, nur an den Fügungen kann man mit den Toleranzen arbeiten.





„Wie kann ich das schnell und ökologisch beheben, stehe nämlich unter Zeitdruck“

Antwort: gar nicht!

Wenn die übergeputzten Schwellen alle so aussehen, kann man sich schon vorstellen, warum das Haus schief ist.


Zum ersten: Bestandsaufnahme mit Jemand der sich auskennt. Dazu wird es nötig sein, alle Hölzer anzuschauen, insbesondere die versteckten.

Da die Entscheidung schon gefallen ist die langen Schwellen komplett zu tauschen, ist dieser Punkt wohl schon erledigt.

Um das weitere Absinken aufzuhalten müssen alle verrotteten tragenden Hölzer ausgetauscht werden. Je nach dem wie die Stiele sind, muss dafür mindestens das untere Gefach raus, und die Wand muss entsprechend gestützt werden.

Dass die Wände auch hinterher nicht gerade sind, ist sicher das geringste Problem.

Bei mir gegenüber wird gerade eine FW Kapelle restauriert, bei der der Glockenturm 25 cm aus dem Lot geraten und einsturzgefährdet war. Der Turm ist nun wieder gerade (nach 3 Monaten), es musste alles bis auf das Skelett entfernt werden, etliche Hölzer sind neu, Nun ist der Dachstuhl dran, der natürlich jetzt nicht mehr passt...
Ein Riesenaufwand.

Egal ob ökologisch oder nicht, schnell wird das nichts



Innendämmung Fachwerkhaus



Danke für die Antworten, habe mich ein wenig bestätigt gesehen mit dem Schweller, natürlich wird das Fundament mit neu Aufgebaut,die Ständer mit überprüft und saniert. Das Haus steht unter Denkmalschutz und das Bild zeigt die Wetterseite vom Haus, die Fassade muss so erhalten werden. 11,5 cm Wandstärke im Winter sehr Heizungsintensiv.
Ich möchte das Haus nicht zurecht biegen, ich will doch nur von innen gerade Wände haben, könnte man das nicht mit einer davor gestellten Wand ausgleichen? Wie müsste diese Wand dann auf gebaut werden ohne das Schäden entstehen? Ich besitze jetzt ein Haus da ist der obere Stock Komplett mit Holzständerwände umgebaut worden, OSB, Mineraldämmmatten, Holzfaserplatten und Rigips, offener Giebel da als Dämmung mit Zellulose aus geblasen. Habe schon sehr viel gelesen, dort stand auch das man eine Wand davor stellen kann aber genau wie, war für mich nicht ersichtlich!
Lässt man einen Hohlraum zwischen alter und neuer Wand? Muss man eine Dampfbremse ein bauen und wo? Hätte auch gern
eine Lehmwand und ein gutes Raumklima(Lehmbauplatten, Lehmdämmplatten)wie muss der richtige Aufbau hier sein? Mir läuft die Zeit und das Geld weg.
Auch der Boden muss neu auf gebaut werden, unter neueren Dielenbretter nur kleine Balken und 40 cm hoher Sand und Aschegemisch oder so was....! Hier ist das Haus nicht Unterkellert. Ich habe mal von Glasschaumschotter gehört, taugt das was?
Habe schon mit verschiedenen Zimmermännern gesprochen und Lehmbauern, dass Fazit war " kann ich nichts dazu sagen"!
Die Zimmermänner können mir auch nicht sagen nimmt man für die Schwelle Rückbauholz in Eiche oder Neues abgelagertes Eichenholz.
Ich weiß bald nicht mehr weiter, dieses Haus sollte eigentlich mein Traum erfüllen!!!
Aber vielleicht fällt Euch was dazu ein!

Bedanke mich schon im voraus!



Oh, oh



Viel grundsätzliche Fragen, die zu einer vorherigen Planung gehören (vor allem, wenn man das das erste Mal macht) und dazwischen "gehört", "gelesen". Ich denke mal das geht in die Hose, wenn Du keinen Fachmann vor Ort hast. Sorry für meine direkte Art ....ich verweise da nur auf meinen Spruch ! Hoffentlich findest Du rechtzeitig Hilfe, ich kann es nicht von hier aus, mir bleibt nur die Warnung!