Mal wieder die Dämmung...

15.07.2005


Hallo miteinander,
schön ist ja, daß hier und andernorts im Netz jeder schlüssige Argumente hat und auch jeder den anderen widerlegen kann. Na dann mal meine Frage:
Altbau,1890 38 cm Ziegelwände(Feldbrandsteine)
Für mich kommt nur Innendämmung in Frage.
Also meine erste Idee:
- Mit einer dezentralen Lüftung mit Wärmetauscher sollte man doch, nach allem, was ich gehört habe, dem Schimmel aus dem Weg gehen..
- Ich würde mich für Holzfaserdämmplatte entscheiden,60-80mm,je nachdem wie schief die Wände sind
Die soll ja feucht auch noch dämmen und die beste Wärmespeicherung haben..und die flexible schließt eventuelle Hohlräume zum Mauerwerk
- Ob darauf noch ne Dampfbremse muss weiss ich jetzt nicht so genau, ist ja schon fast ne religiöse Frage
- allerdings denke ich mir, auf Hfd könnte man doch auch ne schöne Wandflächenheizung aufbringen? Dann hat man ja auch gleich noch ne schöne Installationsebene..und eine Heizschleife zu den Betondecken gegen die Wärmebrücken passt auch noch rein
- und auf dieses alles Parador-clickboard (15mm Mdf)..leicht wieder zu entfernen, wenn die Heizung mal klemmt..
Ja liebe Leute, daß ist die Summe aller Infos die man im Netz so aufsaugt zu dem Thema..und jetzt lasst euch mal so richtig dazu aus..ich bin gespannt..



Was soll das konkrete Ziel der Maßnahmen sein?



In unserem Haus haben wir beschlossen alles so zu lassen, wie es ist. Never Change a running system. Die dicken Außenwände bleiben dick, die Nicht Isofenster bleiben Kondensatanlaufstelle Nr 1; nur hinter der Heizung haben wir eine IsoAlufolie auf die Wand aufgebracht. Nicht alle Wärme soll sofort ins Mauerwerk gehen.

Interessante Literatur finden Sie unter anderem auf dieser Seite:

http://www.konrad-fischer-info.de/7waefe.htm

Viel Glück.

Ach so. Heizöl sparen wir durch genaues Beobachten unseres Heizverhalten. In jedem Raum haben wir Hygrometer und ich sehe sofort, ob das Klima stimmt.

... ach ja und ein wenig denke ich mir auch: Uwe, lass Dir nicht soviel Angst einjagen. Die ganze Welt ist nicht voll Schimmel, nur weil mein ihn nicht sofort sieht.



ich bin zwar kei Bauphysiker...



und es wird ne ganze Menge Mitglieder geben die das ganz anders sehen, aber meine Erfahrung mt Innendämmung ist gut.
Erprobt an mehreren Objekten haben wir folgenden Aufbau
Aussenwand (meist Bruchstein, mal Verputzt mal nicht)
entfernen aller "Wassersammelnden Innenschichten" wie Paier, Gipsputz usw.
Aufbringen einer Lattung (gut wäre 40x40mm), Zwischenräume mit Holzweichfaserplatten dämmen, Konterlattung und wieder Zwischenräume Dämmen, dann eine Lage HWF und dann Raumseitig eine Dampfbremse. So haben wir eine Dämmstärke von mindestens 6cm bei 20 mm pro Lage oder 120mm bei 40mm.
Die Innenschicht ist dann wieder Philosophie, dass Wort Gipskarton daf man in dieser Community ja nicht erwähnen.:)

Funktionieren tut es, in meinem Haus seit 6 Jahren, bei Freunden seit 4 1/2 Jahren und bei einigen Kunden auch.
PS Wir haben einen Hygrometer und sowieso einen Lüftungszwang, aber alle anderen nicht.
Gruß Klaus



Innendämmung



Besonders für die Innendämmung gilt: Perfekte Planung + fehlerfreie Ausführung! Vor allem auf die Anschlüsse ist zu achten und wenn Holzbalkendecken vorhanden ist muss man sich um diese Bereiche richtig Gedanken machen.
Mir persönlich sind organische Dämmstoffe als Innendämmung nicht sympathisch, ich bevorzuge mineralische Dämmstoffe wie Calciumsilikatplatten oder Mineralschaumplatten. Mit einer Dampfsperre würde ich auf keinen Fall arbeiten, wenn notwenig maximal mit einer Dampfbremse, und die am liebsten als "feuchteadaptive" Dampfbremse. Bei Innendämmung empfehle ich grundsätzlich eine feuchtetechnische Berechnung mit einem Programm, dass von realen Verhältnissen ausgeht und nicht von statischen Verhältnissen, wie z.B. Glaser.



Innendämmung - Nein Danke!


Kaiserzimmer

Hallo

Fakten sind:
Altbau,1890 38 cm Ziegelwände(Feldbrandsteine) ( … ist doch gut so … )

1.) Für mich kommt nur Innendämmung in Frage.
Das würde ich nicht machen - der Taupunkt rutscht weiter ins "Innere" - und die Masse der Wand wird kälter - je mehr Innendämmung - desto kälter die Wand!
Gut! Wem's gefällt! Mir nicht!

2.) … dezentrale Lüftung mit Wärmetauscher … dem Schimmel aus dem Weg gehen..
Was ist denn für ein Heizsystem angedacht??

3.) … Holzfaserdämmplatte … 60-80 mm - siehe Pkt.1 oder 4
4.) … Die soll ja feucht auch noch dämmen - Das sind ja neueste Erkenntnisse! Ziehen Sie sich mal einen Wollpulli an und dann unter die Dusche! Wenn er naß ist - ist er dann noch so warm wie vorher??
5.) … Hohlräume zum Mauerwerk - die füllen sich gerne mit Wasser
6.) … Dampfbremse … schon fast ne religiöse Frage - Dampfbremse funktionieren so gut wie ein löchriges Präservativ - vorsicht HIV Gefahr!
7.) … ne schöne Wandflächenheizung - an ne Innenwand oder dann noch auf die Außenwandkonstruktion?
8.) … noch ne schöne Installationsebene - die dann durch E-Leitungen etc die "Dämmebene" duchlöchert!?
9.) … und eine Heizschleife zu den Betondecken - na ja!
10.) … auf dieses alles Parador-clickboard - da wär mir was anderes lieber!

..ich bin gespannt..

Ich würde das eher nicht alles nicht machen!
Als Innenputz: Lehm oder Kalkputz mehrlagig! - Aber nur dann, wenn der alte nichts mehr taugt!
Das Geld für die angedachte Innendämmung sparen und in Strahlungsheizung (Temperierung, Kachelofen, …) und eine alternative, innovative Beratung investieren!
Da werden Sie dann effektiv Geld sparen und auch noch die evtl. in 10 Jahren anfallenden Sanierungskosten auch (das wäre dann die schon lang erträumte Weltreise)!
Und das Haus bleibt nachhaltig "wertvoll"!
Auch keine neuen Fenster bitte oder irgendwelche wasserabsperrenden Anstriche etc. pp.

Um das mit den "religiösen Fragen" noch zu vertiefen, empfehle ich Ihnen einige interessante Bücher:
Christentum: Das Neue Testament - insel Verlag 1999 - Klaus Berger und Christiane Nord ISBN 3-458-1-16970-9
Islam: Der Koran - Diederichs Verlag 1999 - ISBN 3-424-01498-2
Buddhismus: einige Werke von: Lama Anagarika Govinda …
Taoismus: Dsuang Dsi oder Liä Dsi - in Diederichs Gelbe Reihe

etc.

ich bin auch gespannt .....

herzlichst

Florian Kurz



so dachte ich mir das...





Wieso "so" und wie "so" und Wieso überhaupt



dachtest Du das so ??????????????????? ;-))



so dachte ich mir das



Sehr geehrter Herr Kurz,
es war mir natürlich klar,daß Leute wie Sie mir hier gute Ratschläge geben...
wenn ich schreibe Innendämmung,dann meine ich das auch...wenn Sie ihre schöne Aussenwand Verputzen wollen steht Ihnen das natürlich frei. Außerdem hätte ich dann wohl auch nicht so viele Fragen...also wenn Sie mal konstruktive Vorschläge haben...ich bin immer dankbar...
An alle anderen schönen Dank für die Anregungen..
also ich möchte natürlich dämmen, weils schnell saukalt in der Bude wird und ich für 65 qm 2500Liter Heizöl brauche.
Und ne neue Heizung kauft man ja nicht, um die Aussenluft zu heizen. Ausserdem geben meine alten Gusseisenkörper ne Menge Staub und Luftzug ab. Meine erste Idee war ne Sockelleistenheizung, erstmal fürs Wohnzimmer..aber 1800 Euro für ca 18 lfm ? wohl doch was teuer...
Zur Wandverkleidung:da ich nicht über großartige Mittel verfüge, muss ich fast alles selbst machen..deshalb clickboard..hat ne superglatte Oberfläche,fertig zum Streichen oder tapezieren..und einfach in der Anwendung..ausserdem Holzwerkstoff, quasi fugenfrei,kein spachteln etc..(ich hab mal versucht,ne Wand zu verputzen myself...seitdem nur noch Trockenbaustoffe)
Klar ist es besser die Wände so zu lassen wie sie sind...deshalb gabs ja früher auch keine Probleme mit klemmenden Türen und verzogenen Möbeln..dafür höchstens mit Rheuma und Lungenentzündung..abgesehen von den Heizkosten (leider gibst in unserer Gegend nicht soviel getrockneten Kuhmist)..
Also ich denke, das mein Aufbau so schlecht gar nicht ist, frage mich nur ob die Wandflächenheizung sich lohnt, weil zwei grosse Fenster vorhanden sind..vielleicht Kauf ich da doch besser n schönen Kaminofen..ist ja auch strahlungswärme...in diesem Sinne..danke noch mal an alle



Heizöl



Tja, da würde ich auch überlegen. habe ich nicht geahnt.

Haben auf unseren 220 qm von Januar bis Juli noch keine 2000 Liter verbraucht. 44 KW Kessel von 1970. Heizung erst vor 1 Woche abgestellt.

Innendämmung:
Jetzt gehts ins Detail bei der weiteren Beabtwortung und da muß ich passen. Da gibt es im Forum bessere Profis.
Eine Ortsbesichtigung dürfte unumgänglich werden.



Innendämmung HWF,..



... sollte aber auf eine akkurate Ausführung bedacht sein.
Wir arbeiten bereits seit ca. 1998 mit Holzweichfaserinnendämmungen in den unterschiedlichsten Wandbereichen (Naturstein, Fachwerk, Mischmauerwerk) und innen und außen.
Es sollte dabei darauf geachtet werden, daß diese Systeme homogen in eine gute Lehmebene eingebettet weredn sollten, damit ein guten Diffussionsdurchgang geschaffen wird und dazu sollte es noch zu einer Integration einer Wandflächenheizung kommen, um energetisch sinnvoll eine gute Gebäudesymbiose zu erzielen.
Bis heute mängelfreie Funktion in sämtlichen BV's und keine jeglichen Reklamationen hinsichtlich von Bauschäden.

Grüße nach Niederkrüchten aus der Oberlausitz.



letztendlich...



Danke für die erneuten Antworten..
also Wandheizung hat ich ja schon angedacht und den Diffusionsübergang soll die flexible HFD-Platte von Steico schaffen..füllt angeblich die Unebenheiten aus.
Wie hält man das denn in der Oberlausitz mit der Dampfbremse?
Diffusionsoffen hört sich ja gut an,aber sicher ist auch manchmal sicher...
bis dann...W.Mertens



Gute Verlegung...



...ist das A und O.
Wenn eine in Lehm verlegte Holzweichfaserinnendämmung angebracht wird, so kann auf eine zusätzliche Dampfbremse verzichtet werden.
Die Ausführung der HWF-Platten sollte aber akurat ausgeführt werden.
Glattkantplatten sind da nicht das Optimum, sondern man sollte Stufenfalzplatten oder Nut-Spund-Ausführungen wählen.

Grüße aus der Oberlausitz von Udo und Jens




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