Fachwerk Innendämmung

22.05.2005



Hallo liebe Fachwerker,

auch mein Problem ist die Innendämmung einer außen schönen und intakten Fachwerkfassade. Die Wand ist ca. 160-180 mm stark, innen ist ein einfacher Putz aufgebracht. Weiter konnte ich noch nicht aufmachen, das Haus steht zum Verkauf. Die Außenfassade ist jedoch sehr gut erhalten und dies bei einer 25 Jahre zurückliegenden Sanierung.

Ist hier innen mit Lehmputz ein einigermaßen annehmbarer K-Wert zu erreichen?
Oder welche Möglichkeiten in Sachen Dämmung und Dampfdiffusion sind in so einem Fall sonst noch anzuwenden?

Ich freue mich auf hilfreiche Tipps und Vorschläge um mir meine Kaufentscheidung zu erleichtern.

Vielen Dank und Gruß

Bruno Rösch



Lehmputz



alleine kann den U-Wert (früher k-Wert) nicht wesentlich verbessern. Hierzu ist schon der Einbau von wärmedämmendem Lehm in stärkeren Schichten oder Dämmschichten aus Holzweichfaserplatten erforderlich.
Zu beschten ist auch, dass die Vorgaben der EnEv eingehalten werden müssen. Andernfalls ist bei der Baubehörde eine Befreiung einzuholen.



Holzweichfaser + Lehm



Hallo Herr Heim,

danke für die schnelle Antwort. Das dachte ich mir eben, dass nur ein leichter Putz eine 16 er Wand nicht Dämmt.

Von der ENEV sollte das Haus wegen Denkmalschutz befreit werden können. Dennoch sollte ich ja nicht im Zug sitzen.

Was ist mit dem Taupunkt und der Dampfdiffusion bei Dämmung mit Holzweichfaserplatten? Bzw. sonst. Alternativen.

Danke für eine weitere Antwort

Viele Grüße

Bruno Rösch



Der Taupunkt liegt



in der Dämmung. Allerdings ist ein Dämmstoff wie Holzweichfaser in der Lage Feuchtigkeit kapillar zu transportieren. Hier sind spezielle Rechenprogramme (Simmulationsprogramme, leider ziemlich teuer) erforderlich. Der Hersteller z.B. Fa. Pavatex liefert aber die entsprechenden Nachweise auf Anfrage. Schilfplatten funktionieren auch. Entsprechende Lösungen für Innendämmung gibt es auch von der Firma Isofloc. Bei allen Innendämmungen sollen keine Luftschichten in der Konstruktion vorhanden sein und es ist natürlich so, dass der Teufel im Detail steckt. Wärmebrücken müssen weitestgehend vermieden werden und das ist nicht immer ganz einfach.



Innendämmung



Hallo
schauen Sie mal bei www.claytec.de nach - die haben so Konstruktionsblätter mit Dämmlagen aus Holzfaserplatten und Schilfplatten - und auch Konstruktionen mit Leichtlehminnenschalen ... - auch nicht schlecht.

Wie schon erwähnt: Keine Hohlräume zwischen Innenschale und Wand!!!!!!!!
und: "die Tücke liegt im Datail" ...

Wenn die "Wand" i.O. ist - evtl. nur mit Wandheizung oder Temperierung arbeiten!! ist sehr gut bei alten FWH

Gutes Gelingen

Florian Kurz