Innendämmung auf bestehenden Putz

14.09.2015



Hallo,

Fachwerk mit ausgemauerten Gefachen, darauf ist ein Stroh-Lehmputz. Die Wände sollen mit 6cm Weichholzfaserplatten gedämmt werden, d.h. 1cm Lehmputz, Platten, 2-3cm Lehmputz.
Kann die Dämmung einfach auf den Stroh/lehmputz draufgesetzt werden, oder sollte der Putz komplett bis auf die Mauer runter und dann die Dämmung?

gruss



Innendämmung



Wenn der Altputz gut haftet, kann er auf der Wand verbleiben; ansonsten ist er unbedingt zu entfernen. Ggf. müssen Sie erst einmal einen mehr oder weniger dicken Ausgleichs-Lehmputz auf die Wand bringen, um eine einigermaßen lot- und fluchtgerechte Wandoberfläche herzustellen. Wenn die HoFaDä-Platten mit Nut+Feder verlegt werden, gestatteten sie keine großen Unebenheiten in der Fläche (Herstellervorgaben beachten).



Putz eventuel ausbessern



Danke für die schnelle Antwort. Der Putz scheint fest zu sitzen, an einigen Stellen ist er locker. Kann ich den Putz ausbessern und dann die Dämmung beginnen? Würde mir viel Zeit ersparen. Platten sind mit Nut und Feder.

gruss



Natürlich



kann der Putz in Teilbereichen ausgebessert werden. Die Wand sollte halt halbwegs eben sein.

Die Klebeschicht unter den Platten sollte nicht dicker als 1 cm sein.

Grüße



Fachwerk- Innendämmung



Falls das Fachwerk nicht innen überputzt wurde wäre es günstig das nachzuholen, um dadurch die Regendichtigkeit zu erhöhen.

Bei Ansetzen der Dämmplatten mit Lehm muß die Wand rauh genug sein, um einen mechanischen Verbund mit dem Kleber einzugehen.
Ggf aufrauen

Andreas Teich



Zu oberflächlich....



....was die bisherigen Antworten betrifft, ohne einige Bildbeweise noch zu haben.
Außerdem macht sich eine vor-Ort-Besichtigung eines Fachhandwerkers sicherlich notwenig, um entsprechende Details zu sichten, Analysen voruzunehmen und die direkte entsprechende Gesamtherangehensweise mit ihnen festuzulegen.
es ist auch darauf zu achten, dass ihre Innendämmmaßnahmnen durch die Deckenkonstruktionen zu führen sind und stets von Unterkante Balken bis zur nächsten Decke Oberkante Balken auszuführen sind.
Ausgleichsputze zur späteren Plattenauflegung müssen durchgetrocknet und planeben ausgeführt sein.
Desweiteren ist stets eine mechanische Befestigung zusätzlich zu empfehlen.
Aus meiner bisherigen Facherfahrung heraus würde ich mittlerweile eher zur magnesithgebundenen Heraklithplatte (50 mm) plädieren und diese empfehlen, da diese auch vom Hersteller als absolut schimmelresistent ausgewiesen sind.
Dazu kommt ihre gute nachträgliche Schraubfestigkeit, was die Holzweichfaserplatten leider vermissen lassen.

FG Udo