Grundsätzlichkeiten Wandaufbau

12.02.2013 Danny



Hallo,

ich lese ja immer wieder hier gerne, auch wenn das doch teils heftige aufeinander herum gehacke manchmal abschreckt.

Meine Frage bezieht sich auf die Machbarkeit eines sinnvollen Wandaufbaus im low-budget Bereich.

Das Objekt ist eine ca 50 Jahre alte Scheune mit 2 Räumen je 8 x 4 Meter, deren Balken noch top fit sind. Von außen ist die Wetterseite mit Verschalungsbretten plus direkt drauf genagelten Schieferschindeln (ohne Sperrfolie/Belüftung/Dachpappe) versehen. Die anderen 3 Seiten haben nur die Verschalungsbretter.

Das Ziel ist, die Scheune frostfrei und mäusefrei zu bekommen, um darin eine vorüber gehend genutzten Werkstattraum und eine Unterstellmöglichkeit für ein Auto zu schaffen. Vorüber gehend heißt, es genügt wenn es für 2-3 Jahre taugt.

Ich habe schon gelesen, dass man mit Leicht-Lehm-Ziegeln und vielen anderen teuren Komponenten eine sinnvolle Geldversenkung betreiben kann. In diesem Falle sollte es bezahlbar, aber dennoch sinnvoll bleiben.

Beheizt wird die Scheune mit einem Holzofen von Hark mit Außenkamin. Einfach, schnell angebracht und ;-) bezahlbar.

Meine Frage daher:

Welchen Wandaufbau empfehlt ihr?

Herzlichen Dank für die Tipps

Danny



Als



Werkstatt ohne Wohnnutzung.. Da reichen Abrißziegel mit selbergemischtem Luftkalkmörtel vollkommen aus, schau mal in der Umgebung rum, vielleicht kannst Du da ja irgendwo nen guten Deal machen wenn jemand abreißt
Beim schrauben wirds Dir von alleine warm ;-)

Grüße aus Thüringen
Micha



aber



den Zahn mit dem Mäusefrei mußt Du Dir ziehen lassen ! Das gbit es nicht - es sei denn, Du quartierst dort eine Katze ein.
Bei meiner Blech-Garagentür ist selbst die Gummidichtung angenagt - drinnen trockne ich Brot für meine Hasen - mehrerer haben es auch durch eine angelehnte Tür bis rein geschafft. Und wenn die Scheune aus Bruchsteinen (Sockel reicht) "gemauert" ist - dann ist eien frostfreie Scheune im Winter ein gesuchtes Quartier. Sprech mal mit dem Schornsteinfeger - vielelicht geht ein Werkstattofen mit einem prov. Blechrohr durch die Wand. Das hilft, wenn man arbeitet ... und das Bier friert nicht ein :-)



Werkstatt oder Garage



… auch mal schauen, was die LandesBauOrdnung dazu sagt …

Zitat:
"Genehmigungsfrei bedeutet nicht, losgelöst von allen Vorschriften zu bauen!"

Wenn gedacht wird: "Wo kein Kläger, da kein Richter" kann der Schuss versicherungstechnisch nach hinten losgehen …

Brandschutz ist primär …

für 2-3 Jahre …
Pappe-Gips-Platten 1 oder 2 schalig an die Wände und decken tackern anstreichen ist Luxus

Kaminrohr ummanteln Brandschutz

billig, schnell und einfach

Florian Kurz



soweit ...



... soweit so gut ...

Günstig soll nicht heißen kostenlos ;-)

Der Sinn dieser Konstellation liegt darin begründet, dass die nächsten 2 bis 3 Jahre auf der anderen Seite des Grundstücks in aller Ruhe gearbeitet wird und ich für diese Zeit eine warme, trockene Räumlichkeit für Auto und Werkraum benötige.

Alle "teuren" Teile wie Rolltor und Ofen und Außenkamin wird nach Ablauf der Nutzung der Scheune anderweitig genutzt. Von daher rentiert sich die Anschaffung.

Für mein Verständnis inkl. Materialwahl bezieht sich der sinnvolle Wandaufbau. Ich möchte vermeiden in 1-2 Jahren Feuchtigkeit, Schimmel und Co in den beiden Räumen zu haben. Wir haben hier bis zu 6 Monate heftigen Winter, viel Regen und Wind.

Ich investiere gerne in Dämmung, Schutzfolie & Co ... nur was macht wirklich Sinn, damit der Feuchtigkeitstransport funktioniert.

Bei Porotonausmauerung las ich viel Übles. Bei Dämmungen ebenso, jedoch scheinbar zu oft Anwendungsfehler.

Was also tun? Die Verschalungsbretter von außen haben viele, breite Ritzen, wo es derzeit durchpfeifft.

Von Innen vermauern und von außen mit semipermabler Folie arbeiten oder nur günstige Dämmung von Innen mit Folie und Rigips?

Daher ... frage eines sinnvollen Wandaufbaus ...

Herzlichen Dank



Die



anfallende Feuchte dürfte in der Werkstatt wohl eher unerheblich sein, es sei denn Du kochst, trocknest nebenbei die Wäsche und gehst danach im großen Aquarium baden... ;-)Also eher winddicht und bissl warm..
Wenn die Scheune nach 2-3 Jahren recycelt wird nimm halt das was Du danach noch gut gebrauchen kannst....
Oder Schieferfassade, sitzt doch an der Quelle.. ;-)

Grüße Micha



wenn



es um ein Prov. geht, dann von Innen OSB mit Nut und Feder. Als Dämmung das, was Du kenommen kannst- Durch die Interlüftung von Außen dürfte es keine Probleme geben. Duchdie OSB wird es hinreichend Winddicht, gegebenfalls Klebeband auf die Stöße.



Knackpunkt



Hier liegt doch der Knackpunkt.

Die Außenverschalung ist so klüftig, dass ich eben Sorge habe, dass Regen und Feuchtigkeit nach innen eindringt. Packe ich nun Hanf oder sonstige Dämmung zwischen die Balken, wird das kaum förderlich sein.

Bei dem Gestank der Ausgasung der OSB Platten ist das vermutlich nur etwas für Hardcore-Chemie-Schnüffler :-)))) und auf Dauer kaum angenehm.

Meine bisherige Idee innerhalb des angedachten Budgets von 5T€ war:

Außen auf die Holzverschaltungsbretter Bitumenschindeln nageln.

Innen Hanf- oder ähnliche Dämmung zwischen die Balken, dann eine semipermeable Folie und darauf 2600 x 1250er Rigipsplatten schrauben.

An die Deckenbalken eine einfache Lattung und einfache Nut- & Federbretter tackern.

Obergeschoss komplett ist ja unwichtig.

any thoughts?



Holzofen und Auto



wenn ein Auto reinkommt, wäre es eine Garagennutzung. Da ist ein Holzofen sicher nicht die richtige Heizung. außer es geht um einen warmen Abbruch........



Hallo Danny



Vielleicht ist meine Idee für ihr Projekt interessant????

Ich habe einige Objekten mit eine Innenschale aus Isopaneelen (Sandwichplatten von beiden Seiten 0,6mm Blech, innen einen Schaumkern) in 100mm Stärke ausgestattet. Es gibt sie preiswert mit Farbfehlern als 2. Wahl. Hier gibt es Händler aber auch bei eBay sind sie zu finden. Sie sind "dicht". Feuchtigkeit kommt weder von außen noch von innen in den Raum oder die Platten. Dein Gebäude kann von außen bleiben wie es ist. In der Dämmebene kannst du innen ein (Kunststoff-) Fenster einbauen und von außen dein vielleicht marodes Fenster optisch so lassen und dein Gebäude wird nicht verschandelt.

Von innen eine Unterkonstruktion anbringen und darauf die Platten festschrauben. Die evtl. Fugen mit Stopfhanf oder Montageschaum dicht machen. Evtl. Kantbleche in den Ecken anbringen und Fugen bei Stößen mit Diffusionsband (wegen der Wind Dichtigkeit) abdichten.

Wenn die Optik innen stört kann mit Blechschrauben direkt auf den Isopaneelen eine Gipskartonplatte geschraubt werden. Möglich ist es auch zwischen den Platten zusätzlich 4 cm Styropor einzubauen. Dann hat man eine Installationsebene für Strom und Wasserleitungen.

Der U-Wert dieser Konstruktion liegt unter 0,2 eine Schimmelbildung gibt es nicht.

Heinz-Josef Burhorst



...



Der Holzofen ist die perfekte Heizung, denn er wird im Werkstattraum stehen. Das stand ja im Eingangsposting. 2 Räume = 1x Werkstattraum 4 x 8m und 1x provisorische Garage 4 x 8m. ;-)

Die Idee mit wasserdichten Platten zu arbeiten hatte ich ganz am Anfang. Allerdings waren das keine Blechplatten sondern ich hatte die Wedi-Platte im Visier.

Allerdings sprach dagegen, dass derartige Lösung beim Abbriss dann "Sondermüll" sind. Auch einer der Gründe warum mir das Bitumenschindeln auf Außenseite so gar nicht schmeckt, weil die Container-Guys bei uns auf Bitumen/Pappe grantig reagieren und dann ein Container ganz zackig 750+ € kostet.



dann



kauf Dir doch einen Werkstattcontainer - einfach schnell und bezahlbar !
Arbeite 3 Jahre drin und verkaufe ihn dann wieder. Und im Sommer kannst Du in der ungeheizten Scheuen arbeiten. Es soll doch nur warm sein für Dich - oder auch fürs Auto ? Ich weiß ja nicht, an was Du arbeitest und wie warm Du es brauchst.