Kostenüberblick für Altbausanierung

02.05.2005



Hallo, ich habe gehört, dass es irgendwo eine Art Schlüssel für die Ermittlung von Modernisierungskosten bei Altbauten gibt.

Ich interessiere mich für ein Haus von 1927, ca. 150 qm Wohnfläche, ohne Heizung (aber mit funktionierenden Schornsteinen) dafür mit uralter Elektrik und ebensolchen Wasserleitungen (Blei?!). Dach ist ok, Bausubstanz auch, Keller ist an einer Stelle nass (vermutlich undichte Zisterne, Sandsteinsockel ist ok).

Hat jemand Erfahrung mit solchen Sanierungsfällen. Wir könnten ca. 80.000-100.000 Euro in die Modernisierung investieren.



ich glaube



nicht, dass es einen schlüssel gibt. jedes alte haus ist ein einzelfall.
wie sieht es mit Putz innen und außen, dämmung, fußböden, fenstern und türen aus? und für verdeckte schäden können sie auch gleich was einkalkulieren.
ganz ehrlich, mit ach und krach 100TE für eine totalsanierung - das glaube ich nicht wirklich.
aber zum glück gibt es eine nette sorte mensch - architekten. nicht ganz billig dieses volk, aber bisweilen, wenn man gar keinen Plan hat, gut investiertes geld.
also einen aussuchen, vor ort bestellen und kostenschätzung machen lassen. kostet vielleicht ein paar euro, bewahrt am ende aber hoffentlich vor der zwangsvollstreckung.
mit so bananenrechnungen kommen sie nicht weiter.



Vergleichswerte @baukosten



moin ,
da finden sich Angaben über Kosten pro m² Wohn-/Nutzfläche :
Bauten 1920 - 1929 von 650 - 950 € ! Kein Fachwerk !
Ansonsten gilt : Angucken lassen , Kostenschätzungen einholen ,
Vorplanung machen lassen !
Gruss vom Wiehen : Jürgen Kube



ist schon klar...



...dass man für eine genauere Kostenschätzung einen Fachmann braucht. Der Architekt ist auch schon bestellt (gibts was, worauf man ihn vielleicht noch gesondert hinweisen müsste?). Es kann ja aber nicht schaden, auch noch an anderer Stelle Infos zu sammeln (Literatur-Tipp?).

Putz innen ist in Ordnung, außen müsste wohl irgendwann ausgebessert werden, aber nicht sofort. Die Fenster sind schon isolierverglast, Innen- und Außentüren sind noch original, schließen gut und sind in bestem Zustand. Die Wände sind trocken und ok.

Fussböden und Wände werden wir in jedem Fall selbst in Ordnung bringen, auch für viele andere Arbeiten (Elektrik, Tischlerarbeiten, Drainage) haben wir hilfsbereite und/oder kompetente Freunde und Verwandte.

Da wir wissen, dass sich unsere finanzielle Situation in absehbarer Zeit (2-3 Jahre) signifikant verbessern wird, wollen wir zuerst nur die wichtigsten Sachen, die aber solide machen und dann nach und nach den Rest. Wir haben uns halt leider in das Haus verliebt, und das wartet nicht auf unsere "besseren Zeiten".





Hallo Jule
Also ich denke mal das wenn man vieles erhält, und vor allen sehr viel selbst macht 80 - 100000 Euro ne Menge Geld ist.
(Hängt ja auch vom eigenen Anspruch und der Größe des Objektes ab)
Hätte ich das hier zur Verfügung könnte ich anders bauen und würde die Nachbarscheune dazunehmen und diese auch noch Renovieren :-)
Gruß und viel Glück
Hartmut





hallo jule,

bedenken müssen sie auch, dass bei einem selbstbauvorhaben beträchtlich zeit ins land gehen kann - falls sie das geld durch einen Kredit aufbringen müssen, bedenken und kalkulieren sie die erhebliche doppelbelastung.
ein halbwegs ordentlicher archi weiß schon, wo er gucken muss :-)
lassen sie eine enrgieberatung (liste unter www.bafa.de - wird subventioniert)machen, denn auch wenn sie vorhaben, Fassade und dach derzeit unangetastet zu lassen (und sich daher um die EnEv nicht scheren müssen), kann das nützlich sein.