Schrägdach Schichtaufbau: Aussen DWD, innen PE-Folie. Wäre pro clima bzw. vario besser?

03.10.2006


Hallo,

mein Schrägdach hat aussen diffusionsoffene DWD drauf. Zwischensparrendämmung, ohne Hinterlüftung 200mm Holzfaserdämmung. Innen ist als Dampfbremse /-sperre die blau-weisse PE-Folie (107m).

Grundsätzlich stelle ich mir die Frage, ob dies grundsätzlich als problemlos anzusehen ist, oder ob es doch beser gewesen wäre, die feuchteadaptiven Dampfbremsen pro clima, bzw. Vario km ode wie die heissen zu verwenden.

Spielt hier die sommerliche Umkehrdiffusion eine Rolle?
Auf jeden Fall ist ein Abtrocknen der Konstruktion nach innen nicht möglich. Dafür bin ich ja nach aussen offen.
Und die Dämmung trocknet durch die DWD sehr gut ab, dass habe ich letztes Frühjahr beobachten können, hier war im Winter die Dampffolie noch nicht drauf, da hatte sich die Dämmung etwas vollgesaugt.


Jedenfalls glaube ich, dass die feuchteadaptiven Produkte
zwar auch für mich geeignet und evtl. ein wenig besser wären, jedoch eher vor allem für aussen dampfdichte Konstruktionen wichtig ist.

Oder kann mir jemand die Sache noch genauer erläutern?

Gruß Wolfgangerl



Die Konstruktion



ist mit der DWD außen Tauwasserfrei, wenn die Folie in allen Anschlüssen sauber und korrekt verarbeitet wurde. Aus dieser Richtung aind also keine Probleme zu erwarten. Schade ist nur, dass die positive Wirkung des Dämmmaterials auf das Raumklima nicht mehr zur Geltung kommen kann.



Ja das stimmt



Dass ich von den Eigenschaften der Homatherm nur mehr den sommerlichen Hitzeschutz behalte.
Aber ich denke dass es sich immer ausschließt, die Sorptionsfähigkeit zu nutzen und trotzdem tauwasserfrei zu sein, wenn die Dämmung gleichzeitig die Sorption übernehmen soll. ???
Oder gibt es da andere Konstrukte die mir nicht einfallen?

Gruß Wolfgangerl



Natürlich,



wenn sie wie beschrieben innen mit einer Bahn von 2,3 m (DB+) arbeiten statt mit einer Folie 107 m, hat die Gesamtkonstruktion einen anderen Einfluss auf die Raumluftqualität.



OSB im Vergleich



Hallo Herr Heim,

eine letzte Frage noch: Ich habe sowohl an den Aussenwänden
als auch den inneren Ständerwänden Homatherm, wobei ich an den
Aussenwänden auch OSB als Dampfbremse verwendet habe.

So müßte ich doch noch von der Sorptionsfähigkeit der Homatherm profitieren, oder was meinen Sie?

Wie muß ich die Verbesserung der Raumluftqualität verstehen?
Handelt es sich hier um eine Art Amplitudendämpfung bei der Luftfeuchte, oder ist hier an einen Feuchteausgleich zwischen innen und aussen gedacht? Der sollte ja wohl durch Lüften geschehen, dachte ich bisher.

Würde mich noch interessieren, ob ich nicht zumindest im Wandbereich auf der Höhe der bauökologischen Zeit bin.

Wobei bei der OSB die Feuchtevariabilität fehlt....

Gruß Wolfgangerl



Die OSB-Platte



besteht zu einem hohen %Satz aus Holz (leider gebunden durch Isocyanat-Leim) und hat eine entsprechende Wirkung. Es handelt sich wohl wirklich um eine "Amplitudendämpfung". Aber auch wenn der größte Teil des Feuchteausgleichs durch Lüften geschied, findet eine Diffusion durch die Wand statt.
Jedes Bauteil, dass nicht durch Folien abgesperrt ist hat einen günstigen Einfluss auf das Raumklima.