Dampfbremse außen innen oder wie jetzt?

28.01.2009


Ich hatte schon eine Frage gestellt und das Problem eines alten Holzbodens mit einer Zwischendecke - also Hohlraum, keine Verfüllung u. ä. - gestellt, durch den es mordsmäßig zieht. Nun hatten wir uns überlegt, dass dies durch den Dachüberstand geschieht, der endet in einem "Holzvorbau". Der Aufbau ist wie auf der Skizze, mit folgenden Unterschieden: Das Dach zieht sich bis ziemlich genau Fußboden des OG runter, es endet also genau da, wo der Luftzug durch den Holzboden pfeift (man kann sich dort die Haare trocknen ;- )) und zweitens ist der Fußboden eben hohl ...
Links ist genau wie hier eingezeichnet eine Rigipswand, durch die Steckdosen pfeift es auch. Die Dachschräge ist zwar mit Glaswolle ausgelegt, aber laut Dachdecker keine Dampfbremse drin. Er meinte, um das ziehen wegzubekommen, müsste komplett ! das Dach bis oben abgedeckt werden und komplett bis oben eine Dampfsperre angebracht werden. Mir erschließt sich das nicht ganz. Warum bis oben - also bis in den nicht genutzten Dachboden? Viel zu teuer.
Kann man nicht eine Dampfsperre von innen anbringen (zumindest habe ich das gelesen, dass das geht) und würde nicht reichen, die Höhe des Fußbodens abzudichten, um das Wehen von der Front rauszuhalten - gleichzeitig soll sowieso auch der Fußboden noch mit Material aufgefüllt werden (Isofloc oder Steinwolle o. ä.). Dann kann doch - rein theoretisch - nichts mehr reinziehen, oder? Dass dann die ein oder andere Windböe noch ihren Weg durch die anderen dort sehr anschaulich gezeigten Pfade durch die Steckdosen findet, ist nicht das Riesenproblem. ...
Vielen Dank für die Mühe des Lesens und des Antwortens ;- )



Mal die Dinge



nicht durcheinanderbringen. Eine Dampfbremse oder -sperre wird auf der Innenseite installiert, um den Feuchteeintrag in die Dämmung zu reduzieren. Auf der Aussenseite wird eine winddichte Ebene geschaffen, in der Regel mit einer diffusionsoffenen Unterspannbahn. Diese lässt sich in der Tat nur bei einer Umdeckung vernünftig realisieren. Ersatzmassnahmen von innen sind recht kniffelig und müssen vor Ort festgelegt werden.
MfG
dasMaurer



Mein Vorredner hat natürlich Recht.



Deswegen ist eine Ferndiagnose in Ihrem Fall schwierig bis riskant.
Eine Wärmedämmung in der Decke ist nicht nötig, wenn Sie das Dachgeschoss dauerhaft bewohnen. Die Geschossdecke sollte, wenn möglich, gegen Trittschallübertragung gedämmt werden und hierzu braucht man vor allem Gewicht bzw. Masse und Ebenen-Trennung.
Gegen Luftschallübertragung hilft durchaus die von Ihnen vorgeschlagene Dämmung mit “Isofloc“, weil der Hohlkörper der Decke nicht mehr wie ein Resonanzkörper wirkt. Vielleicht sollten Sie sich doch, bevor Sie ans Werk gehen, vom Fachmann beraten lassen. Eine Vorortberatung vom Fachmann muss nicht teuer sein und spart letztendlich mehr Arbeit und Material als sie kostet.



Wärmedämmung



Eine Ferndiagnose ist in Ihrem Fall schwierig bis riskant.
Eine Wärmedämmung in der Decke ist nicht nötig wenn, Sie das Dachgeschoss dauerhaft bewohnen. Die Geschossdecke sollte, wenn möglich, gegen Trittschallübertragung gedämmt werden und hierzu beraucht man vor allem Gewicht bzw. Masse und Ebenen-Trennung.
Gegen Luftschallübertragung hilft durchaus die von Ihnen vorgeschlagenen Dämmung mit Isofoc weil, der Hohlkörper der Decke nicht mehr wie ein Musikinstrument wirkt. Vielleicht sollten Sie sich doch, bevor Sie ans Werk gehen, vom Fachmann beraten lassen. Eine Vorortberatung vom Fachmann muss nicht teuer sein und spart letztendlich mehr Arbeit und Material als sie kostet.




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