Mineraldämmplatte und Holzwand

31.10.2008


Liebe Leute,

ich würde gerne mal Eure Erfahrungen in Sachen Dämmung hören.

Mein Haus (Bj 1732, Denkmalschutz) ist im EG gemauert, im OG besteht lediglich eine 30cm-Wand.
Wandaufbau (von innen nach außen: Kalkputz mit Schilfputzträger, Vertikalbretter ca 2 – 3 cm, im Kern horizontale Holzbohlen, dann wieder Bretter, und wieder Schilfmatten mit Kalkputz.

Wie ihr Euch denken könnt: Die Wärmedämmung ist nicht wirklich gut.

Da die Bude unter Denkmalschutz steht, bin ich am Überlegen, wie ich das verbessern könnte. Fenster kriegen Kastenfenster, gut.

Dann hab ich mich für eine Außendämmung mit Schilfmatten (gibt’s in 5 cm Stärke, kann man auch doppelt nehmen) begeistert. Davon sind die Denkmalschützer nicht wirklich begeistert.
Jetzt hat mir ein befreundeter Bauingenieur vorgeschlagen, ich könnte doch innen mit Yton vormauern (ich müsste an der Wand vom EG nach oben noch ca 10cm „Fleisch“ haben, wo ich die Auflast drauf bringen könnte.

Bei Ytong haben sie mir allerdings zu ihren Mineralfaserplatten von Xella geraten.

Nun, ich halte ja von Innenisolierung grundsätzlich nicht so viel.....vor allem brauche ich wegen meinen Holzwänden etwas diffusionsoffenes.

Habt ihr da Erfahrung damit, was haltet ihr davon?
Oder soll ich ganz frech mal anfragen, ob ich die Wände oben nicht Stück für Stück mit Ziegeln ausmauern kann?



Wie begründe



denn die Denkmalschäzter Ihre ablehnende Haltung gegen die Schilfrohrdämmung?

Grüße





Naja, in einem Erstgespräch war der Einwand, weil das die ganze Oberfläche außen verändern würde.

Das weitere Problem ist auch, dass die ganzen Laibungen der Fenster dann nicht mehr stimmen.


Aber mich würden an dieser Stelle v.a. die Mineraldämmplatten interessieren, ib da jemand schon Erfahrungen mit hat. Dass die Schildaußendämmung gut ist, weiß ich.



Dämmung



Hallo,

können Sie denn nicht innen noöch 5 cm Schilfrohrmatte spendieren ?

Grüße



Bauernhaus



Hallo,
Das mit dem Wandaufbau habe ich nicht verstanden.
Ist es ein Fachwerkhaus?
Bei 30cm Wandstärke wäre das sehr ungewöhnlich.
Gibt es Luftschichten im Wandaufbau?
Wie dick sind die Holzbohlen?

Die Mineralplatte von Xella ist hydrotrop eingestellt und eigentlich nur für Massivwände geeignet.

Von Redstone gibt es eine Mineralschaumplatte , die hydrophil eingestellt ist.Handelsname :Pura
Es gibt auch andere Hersteller/Händler.

viele Grüße





Ist ein Holzhaus in Ständerbauweise.

Die Holzbohlen sind ca 15 - 20 cm stark (hab jetzt keine MAße hier)

Ob mir eine weitere Schilfmattenschicht innen wirklich was bringt?

Ein weiterer Freund hat mir jetzt geraden: Eine Vorsatzwand mit Isofloc-Füllung innen (12 cm) reinzumachen.


Aber diese Mineraldämmplatten, das hört sich nach schöner sauberer einfachere Installation an....





hi,
30 cm Holzwand-ungewöhnlich!
ihrer beschreibung zu folge ist im OG ne Bohlenständerbauweise oder nur bohlenbauweise mit nachträglicher Dämmung(schilfmatten,kalkputz,Verbretterung) (herstellungsjahr?)
im Höfstettener Haus(Mittelfranken) von 1367 sind waagerechte Bohlen 9 cm dick mit äußerlichen lehmaufbau(~9 cm)
Ihre jetzige wärmedämmung ist doch im OG sicher besser als im EG(wobei der maueraufbau mal interessieren würde)
Foto von Aussenansicht wäre mal gut
haben sie mal ne wärmebild der hausfläche(infrarot-kamera>physik)machen lassen ?
EG;OG: würde ggf. nur von innen dämmen
außenoptik ist immer relevanter für Denkmalbehörde !
Gruß




innen-Webinar Auszug


Zu den Webinaren