Dachbodendämmung, mal wieder ...

06.07.2011



Hallo,

ich habe mittlerweile viel über Dachbodendämmung gelesen, ich bin allerdings immer noch unsicher. Deswegen hier mein Anliegen:

Wir renovieren gerade ein Haus Baujahr 1955 und möchten den Dachboden dämmen.
Dieser wird nur vom Schornsteinfeger begangen, weiter wird er nicht genutzt werden.

Unsere Decke zum Dachboden sieht folgendermaßen aus:

Wenn man sich den Boden des Dachbodens anschaut, sieht man Holzbalken und so große komische Steinblöcke dazwischen (Bims...zeug???).
Von unten sind die Zimmerdecken mit Schilfrohr "abgehängt" und verputzt.
Allerdings sind in den Decken vereinzelt Risse zu sehen.
Wir wollen diese etwas zuspachteln und mit Glasfaservlies bekleben und streichen.

Unser Ingenieur hat uns folgende Dämmung angeraten:
Zuerst soll auf dem Dachboden eine Dampfbremsfolie auf die Balken/Stein Konstruktion verlegt werden, dann werden Balken verlegt und zwischen diese soll Mineralwolle 180mm verlegt werden.
Oben drauf sollen OSB Platten verlegt werden.
Da man nicht an die Schrägen des Daches drankommt und diese massiv ausgefüllt sind, sollen die Schrägen der Zimmer mit 5cm Styrodur gedämmt werden.

Heute war der Schornsteinfeger da und der meinte folgendes:
Wir sollen auf dem Dachboden nur die Mineralwolle auslegen, am Rand ruhig nach oben stehen lassen.
Keine Balken dazwischen und wenn OSB Platten, dann nur dort, wo sie absolut nötig wegen des Schornsteinfegers. Wir sollen auch keinerlei Folie verlegen.
Die Zimmerschrägen würde er auch wie unser Ingenieur mit Styrodur dämmen, die Dämmung aber bis runter auf den Fußboden (also auch den Kniestock) ziehen.

Dem nach, was ich bisher gelesen habe, würde ich sagen, dass die Empfehlung des Schornsteinfegers die bessere ist, allerdings habe ich Bedenken wegen der Luftdichtigkeit.
Einmal wegen der Risse in den Decken, dann wegen der Dachluke/Treppe zum Dach und außerdem ist zur Zeit der Elektriker im Haus, macht alle Leitungen neu und jetzt besteht unser Haus nur noch aus Löchern und Kanälen, ich weiß gar nicht, ob man das alles wieder richtig "luftdicht" bekommt.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Vielen Dank schon mal für Eure Tipps!
Freundliche Grüße



Bitte so nicht ...



"Ingenieur" klingt ja ganz gut, aber er hat keine Erfahrung für das was Ihr vorhabt.

Der Schonrnsteinfeger klingt schon besser - OSB-Platten werden deshalb aber auch nicht ohne Unterkonstruktion auf Mineralwolle schweben können.

So wie beschrieben, ist es wohl das Kehlgebälk vom Spitzboden, das da gedämmt werden soll. Wenn der Spitzboden gut durchlüftet ist, dann braucht es keine Dampfbremse. Es braucht aber auch keine 180mm.

Die Idee mit den Schaumplatten an den Dachschrägen in den Zimmern würde ich sofort streichen.

Alle anderen Ansätze - auch die bereits in Gang gesetzten Arbeiten von Elektriker u.Co. würde ich in koordinierende, fachkundige Hände legen - z.B. einem Architekten (der evtl. auch Ingenieur ist) - der aber nachweislich Referenzen für Altbausanierung hat. Evtl. aber auch ein Baumeister mit entsprechenden Empfehlungen.

Vielleicht seid Ihr auch gar nicht weit weg von dem einen oder anderen Mitschreiber hier. Einfach mal PLZ nennen und schon geht's los.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Danke für Ihre Antwort.

Eigentlich haben wir den Ingenieur von Bekannten empfohlen bekommen, weil er angeblich Erfahrung damit hat.
Vielleicht hat er diese Dinge so vorgeschlagen, weil wir es kostengünstig halten wollen.

Unser Haus steht übrigens in 64579 Gernsheim.
Der Dachboden ist gut durchlüftet, denke ich, d.h. man kann direkt die Balken und die Ziegel sehen und die beiden kleinen Fenster sind immer gekippt.

Viele Grüße