Infrarotheizung mit Photovoltaik

10.11.2019 Stefanie



Hallo liebe Community,

wir sanieren gerade ein Fachwerkhaus aus dem 19. Jahrhundert. Die Gefache bestehen hauptsächlich aus Lehm, vereinzelt ist gemauert. Wir dämmen mit Holzweichfaserplatten und Lehmputz. Es sind ca. 200 m2 Wohnraum mit hohen Räumen.
Jetzt stellt sich uns die Heizungsfrage. Hat jemand Erfahrung mit neuartigen Infrarotheizplatten und dem dazu benötigten Strom per Photovoltaikanlage und Speicher?
Vielen Dank schon mal! ??

LG aus dem Schwalm-Eder-Kreis
Stefanie



Infrarotheizung mit Photovoltaik



Bei sehr guter Dämmung und nach genauer Berechnung, nach Ermittlung der zur Verfügung stehenden Dachflächen läßt sich mehr dazu sagen.
Daneben muß noch die Warmwassererwärmung und - bedarf geklärt werden.

Da bei dem höchsten Heizwärmebedarf der geringste Solareintrag für die Photovoltaikanlage geliefert wird, zudem kaum Dämmung auf Passivhausniveau möglich sein wird bezweifle ich eine entsprechende wirtschaftliche Möglichkeit, das Haus damit zu beheizen.



Zustimmung



ich pflichte Herrn Teich bezüglich der Wirtschaftlichkeit bei. Haben Sie mal in Verbindung mit der Innendämmung an eine Wandheizung gedacht ? Dadurch werden etwas stärkere Innendämmungen möglich, die WH arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen, die ( wenn die fossilen Erzeuger mal tabu sind) durchaus auch mit einer Wärmepumpe zu erreichen sind.



"Infrarotheizungen" in dem Sinne,



sie seien reine Strahlungsheizungen, gibt es gar nicht. Jede für die Erwärmung Ihrer Wohnräume gebräuchliche Heizung hat nämlich neben dem Strahlungs (Infrarot-) Anteil auch einen Anteil konvektiver Wärme - sprich warme Luft. Interessant ist also der tatsächliche Anteil an Strahlungswärme. Den weisen nur wenige Anbieter wahrheitsgetreu aus.

All die Marmorheizungen, Glasheizungen, Keramikheizungen etc. sind nicht wirklich billig, oft sind die Vertriebswege hochdubios und ermöglichen keinen realistischen Vergleich zu Mitbewerbern. Zudem: Wenn Sie wirklich heizen wollen, scheint kaum die Sonne in hinreichendem Maß. Sie kaufen also Strom zu. Insgesamt betrachtet ist das Heizen mit Strom immer noch die teuerste Lösung, das Haus warm zu bekommen.

Sie schreiben vom "Speichern"? Wollen Sie den Strom speichern? Dann verlassen Sie den wirtschaftlichen Bereich endgültig. Das wird zur Ökospielerei mit gigantischem energetischen Fußabdruck.

Sollten Sie Ihre Wände grundsätzlich anfassen wollen oder müssen, rate ich denn eher zu einer moderaten Innendämmung, darauf eine Wandheizung in Lehmputz. Das ganze läuft auf Niedertemperatur, wäre also wärmepumpenkompatibel. Der Installationsaufwand ist höher, dafür holen Sie aus dem Strom, vermittels Erdwärme, aber viel mehr 'raus.

Und, besonders wichtig, statt von heißen und eher kleinen Flächen angeköchelt zu werden, werden die kompletten Außenwände als Niedertemperaturstrahler aktiviert. Ihr Raumklima wird so weitaus besser.

Was zum Lesen:
https://heizungsbauforum.de/echte-infrarotheizung/

Viel Erfolg

Thomas

P.S. Manche behaupten ja, daß das um elektrische Leiter entstehende Feld schädlich wäre, und schalten sogar Stromkreise nachts tot. Ich habe mir dazu keine abschließende Meinung gebildet. Sicher ist jedoch: Wo es keine (zusätzlichen und mit erheblicher Leistung arbeitenden) Stromleitungen gibt, können diese mangels Vorhandensein auch keine elekromagnetischen Felder erzeugen.



Stromheizung und Wellen



Bei Stromheizungen gibt es nix neues was nicht schon vor 100 Jahren erfunden worden wäre.
Da der Strom in der Leitung hin und auch zurück fliesst heben sich die Magnetfelder fast auf.



Es ist...



auch noch keine Welle an Land geblieben.

Trotzdem ist die Kuh ersoffen :-)

Die elektromagnetischen Felder sind messbar. Nur über deren Wirkung (oder Nichtwirkung) ist man sich uneins.

Grüße

Thomas



Warum nicht mit Holz?



Ich begreife Ihren Post einmal als Frage nach der geeignesten Heizart? Hinter der Idee mit den Infrarotheizungen die Räume wärmen zu wollen steckt ja meist der Wunsch nach kostengünstigem Heizen. Warum heizen Sie nicht mit Holz? Ich denke dabei weniger an aufwändige Pelletheizung als an moderne Holzkamine: sehen schön aus und heizen bei entsprechender Dimensionierung problemlos schön mollig und das auch bei großer Kälte (was man übrigens von den Infrarotheizungen nicht sagen kann).

Wenn das Haus unter Denkmalschutz steht ist die Ofenheizung kein Problem...wir haben unser Haus extra deswegen im Nachhinein unter Denkmalschutz stellen lassen. Und schon ist man aus vielen Dämm- und Sanierverpflichtungen raus!



Bitte keine Angst schüren bzw mit der Unwissenheit anderer spielen.



Ich will hier gar nicht den Thread kapern aber ich möchte die offene Aussage über Wirkung oder Nichtwicrkung schliessen: Es über 25.000 Studien die nichts zeigen was über statistiche Abweichung heraus geht.

Auf der anderen Seite ist der Markt für Gegenmaßnahmen natürlich sehr lukrativ und man kann mit nichts besseres Geld verdienen als der Angst die nicht mal greifbar ist.



Mit der Angst spielen



das macht Thomas nicht. Er stellt es neutral dar. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Wismut-Kumpels gewusst haben, was sie da nach oben befördern.



Und die über 25.000 Studien...



...über "statistiche" Aufladungen hast Du alle gelesen, Boiler?

Da must Du ja ein echtes Goldköpfchen sein.

Ich frag 'mal wieder bei Dir an, wenn mir etwas unklar ist. Vorher lade ich aber schnell noch mein Telefon, per Induktion natürlich...

Dankeschön

Thomas