Infrarotheizung + Ofenheizung

25.02.2018 Fächermann



Hallo liebe Community,

ich würde gerne eure Erfahrungen wissen zum Umgang mit Infrarotheizungen.

Es geht um Folgendes: Unser Haus steht im Harz und ist in Lehm-Bauweise errichtet. Es gibt keine Dämmung, außer, dass die Vorbesitzer von außen an die Giebelseiten Mineralwolle gebracht haben. Die Wanddicke ict im Schnitt 14 bis 18 cm. Danach folgt die Außenverschalung.

Zur Zeit bewohne ich das Haus nur im EG, weil OG noch völlige Baustelle ist.
Das Bad, was ich nur kurz am Tag benutze, heize ich schnell mit einer Stromheizung auf. Küche benutze ich aktuell gar nicht, da nicht eingerichtet. Dort gibt es keine Heizquelle. Im Schlafzimmer heize ich mit einem Werkstattofen und im Wohnzimmer steht ein Grundofen.

An sich reicht mir die Wärme im Wohnzimmer, weil ich die anderen Zimmer kaum nutze. Den Grundofen heize ich zweimal am Tag: früh und abends. Durch einen Durchbruch, heizt er auch etwas die Küche mit. Werkstattofen im Schlafzimmer mache ich nur abends an, um beim Zubettgehen eine gute Wärme zu haben. Die Nacht über kühlt das Zimmer wieder aus.

Meine Frage ist: Welche Nachteile sollte ich bei der Überlegung berücksichtigen, zusätzlich mit Infrarotheizungen die Zimmer zu erwärmen?

Gerade wenn ich länger nicht im Haus bin, ist die Anfangszeit extrem kalt, ehe der Grundofen richtig "feuert". Dieses Zeitfenster würde ich gerne mit einer Infrarotheizung überbrücken. Im Schlafzimmer denke ich auch darüber nach, nachts diese Art von Heizung so laufen zu lassen, dass eine Grundtemperatur erhalten bleibt. Wenn die Küche eingerichtet ist, soll dort ein weiterer Ofen stehen sowie ggf. eine Infrarotheizung.

Mich interessiert, wie die Erfahrungen mit solchen Heizungen im Fachwerk sind und wie hoch der Verbrauch sein würde. Mir ist klar, dass das von individuellen Faktoren abhängt, aber so grobe Werte würden mich da schon interessieren; gerade weil die Heizungen nicht dauerhaft laufen sollen, sondern nur bis die Öfen richtig heiß sind oder im Schlafzimmer, wenn nachts der Werkstattofen kühler wird.

Vielen Dank für eure Hinweise und Erfahrungen.



Infrarot im Altbau



Bei derart schlecht gedämmten Wänden würde ich elektrische Heizsysteme-auch Infrarot-
nur zum kurzzeitigen Erwärmen von Räumen wie dem Bad verwenden.

Alles andere wird viel zu teuer.

Besser du montierst eine gute Außendämmung, zB Stegträger, Holzfaserplatten oder Holzverkleidung und Zellulosedämmung.

Bei sehr guter Außendämmung, die bei og Bauweise leicht in Passivhausstandard erfolgen kann,
könnte eher eine Infrarotheizung verwendet werden.
Allerdings ist diese dann wohl kaum noch notwendig.

Die Wärme wird durch die Lehmwände viel länger gespeichert wenn sie wegen guter Dämmung viel weniger Wärme verlieren.

Zuerst Fugen Abdichten und gezielte Luftzufuhr für die Öfen ermöglichen, dann ggf Fenster verbessern und Fußboden und oberste Geschoßdecke dämmen, was meist am wirtschaftlichsten ist.
Gibts Bilder vom Gebäude?

Andreas Teich