Schuppenanbau/ Werkstattraum- welche Baustoffe sind sinnvoll?



Schuppenanbau/ Werkstattraum- welche Baustoffe sind sinnvoll?

Hallo Forumsmitglieder.

Wir müssen unseren Schuppenanbau (unterkellert, Bruchsteingewölbekeller) abreißen und neu aufbauen.

Das soll mal eine kleine Werkstatt werden- muss also nicht dauernd beheizt werden- kriegt nur ein kleines Öfchen rein was bei Bedarf befeuert wird.

Da der Schuppen in Süd (kurze Seite) -West (lange Seite)- Richtung den ganzen Tag in de Sonne backt wäre es natürlich toll wenn man diese Wärme durch den Wandaufbau nutzen könnte.

Wegen der West-Ausrichtung wäre es glaube ich nicht so gut eine Wand völlig mit Stampflehm zu machen. Aber vielleicht kan nman ja außen mit Kalksandstein mauern und innen eine tüchtige Lehmwand machen.

Vom Schallschutz müsste das ja dann auch recht positiv sein (wäre praktisch wenn mein Mann auch mal nach 18:00 was hämmern könnte ohne dass das Echo durchs Dorf hallt :-))

Das Eternit-Dach käme natürlich weg.
Die rückwand des Anbaus ist eine wunderschöne dicke Bruchsteinmauer (Außenmauer vom Wohnhaus).

Was meinen die Lehmbau Experten und Maurer im Forum??



abreißen + wieder aufbauen =



Bauantrag...

erkundige Dich lieber vorher!

Grüße Annette (die das hinter sich hat)



Bauantrag/ Bewilligung und dann?



Hi Annette,

abreißen und neu bauen ist nach Denkmalschutz in Ordnung- der Anbau ist auch schon immer in der Liegenschaftskarte eingetragen (seit 1894). Für den einstigen Hühner Stall wurde nur Splintholz verwendet und es ist total morsch. Außerdem nur mit einem kleinen Brettchen an der Hauswand befestigt.

Muss weg- schon aus Gründen der Sicherheit.

Aus diesem Grunde ist das auch von Bauamtsseite in ordnung- so eine vorsichtige mündliche Anfrage von mir.

Aber bevor ich da groß was planen lasse, will ich erstmal hören was das Forum so meint- zwecks Inspiration... >schweb über den Wolken<

Aber danke für den Tipp! Behörden Im Vorfeld fragen ist im Allgemeinen immer gut :-) arbeite selbst bei so einer Art "Einrichtung" und kenne meine Sachbearbeiterbefindlichkeiten. Hehehe :-))



Ofen = Schornstein



Hallo Sabine,

... und ob der genehmigt wird, sagt Dir der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister. Überhaupt kann ich Dir den Tipp geben, alle Heizungsideen zusammenzuschreiben, den schwarzen Mann sehr frühzeitig zu einer Beratung vor Ort zu bitten (Adresse bei der Gemeindeverwaltung erfragen). Die Glücksbringer sind dankbar, wenn sie vorher gefragt werde, schließlich müssen sie ja auch alles abnehmen.

Westseite = Wetterseite = Schlagregen = viel Nässe übers Jahr. Dass das keine Lehmwand ab kann, hast Du ja schon folgerichtig erkannt. Innen ist das kein Problem.

Ggf. könnte man mit Ziegeln in Kalkmörtel hochmauern und anschließend mit einem Kalkputz verputzen. Bei uns allerdings hat man wohl irgendwann festgestellt, dass das nicht ausreicht und hat eine Sandsteinverkleidung vorgehängt. Inwieweit Kalksandstein geeignet ist, kann ich nicht sagen. Was sagt denn die untere Denkmalschutzbehörde, welche Materialien erwünscht sind? Meist haben die bei so was eigene Vorstellungen.

Wenn die wieder Holz verlangen, könnte man über eine Lärchenholzverschalung nachdenken, die von innen gedämmt werden könnte. So wurde unser Giebel im Anbau ausgeführt. Gesamtaufbaustärke rund 20 cm, innen kommt nun noch Lehmputz dran. Lärchenholz ist beständig, auch ohne Schutzanstrich.

Sodele, das sind meine Ideen dazu.
Grüße
Ulrike

PS: Versuche so viele Lösungen wie möglich selbst zusammenzutragen, diese Planer planen gerne an den eigenen Ideen vorbei ...
Und schreib alles möglichst geordnet auf, das erleichtert später die Entscheidung für eine Lösung.



Gute Ideen,



besonders den Schornsteigerfeger einzuschalten-das ist nämlich einer der einzigen der noch nicht "gehört" worden ist. Werde ich also schnellstmöglich nachholen.

Vom Denkmalschutz habe ich bezüglich des Schuppens noch keine Auflagen bekommen- aber wenn ich ein paar Ideen habe kann ich mich auch über Alternativen unterhalten.

danke!
Sabine