Hypokaustenheizung

15.03.2004



Die Westseite meines Hauses hat im Erdgeschoss eine 0,60er Bruchsteinmauer,daran schliesst dort der Schuppen vom Nachbarn an. Das Obergeschoss auf dieser Seite ist eine 24er Fachwerkwand. Im Erdgeschoss sind 2 kleinere Zimmer und obern ist die gesamte Etage zu beheizen. Dies moechte ich mit einer Hypokaustenheizung machen.

Der vorhandene Kamimofen soll so umbaut werden, dass die warme Luft an den jeweiligen Waenden "verteilt" wird. Aus meiner Sicht funktioniert das wie eine Wandheizung, bloss ohne Wasser, sondern mit Luft.

Die Luft soll ja zirkulieren; da hatte ich die Idee, dies mit Rohren zu machen. Aber welche ? Plastik (in einem Fachwerkhaus*daschuetteltsmich*);Kupfer (wenn ja, welcher Durchschnitt); Tonroehren oder was ganz anderes ??? Dann denke ich noch, dass die doch relativ duennen Waende in der ersten Etage mehr Masse brauchen, um die Waerme zu speichern.

Srohlehmsteine, Kupferrohre und Kaminofen ist schon vorhanden, dieses Material wuerde ich auch gern verbauen.

Es gibt schon soo viele Fragen zum Thema Heizung, aber genaue Details zur Hypokaustenheizung habe ich bisher nicht erspaeht, mal schauen, was hier fuer Ideen auf mich zukommen. Auf jeden Fall bedanke ich mich schon mal im voraus.

Schoene Gruesse aus dem "erfruehlingten" Harz

Gruss Doris



Rohre sind zu dünn



denke ich, da Luft nicht genug Wärme speichern kann. Hypokaustenheizungen, die ich kenne haben immer große Röhren oder andere Hohlräume zur Verteilung der warmen Luft im Haus. Google spukt bei Eingabe von "Hypokaustenheizung" gleich ein paar Firmen mit Bildern aus.

PS: Kunststoff ist übrigens im Sinne der Ressourcenschonung ökologischer als Kupfer.

Viele Grüße



Hypokaustenheizung



Warum nicht oben eine Vorsatzschale, hinter der die warme Luft zirkuliert? Meinetwegen auch ein paar Züge oder Röhren, damit der Weg länger wird.
Paradigma bietet für so was ein Sytem an, da kann man sich vielleicht was abgucken: http://www.paradigma.de/waermeseiten/aura/caura_waura0.html
Oben muss die Luft dann natürlich irgenwie wieder raus. Oder man hat fifty/fifty Kanäle wo die Luft aufsteigen und wieder absinken kann, wenn sie kälter wird. Also eine Zirkulation.

Der Wandvorbau wird allerdings Stückel breiter. Oder du baust dir aus deinen Kupferrohren einen wärmetauscher der "irgendie" an den Kaminofen angeflanscht wird. 'Ne kleine Pumpe und evtl Ausdehnungsgefäss und die Wandheizung im üblichen Sinne ist fertig. Steuerungsmöglichkeit = 0 ;-)



danke schoen fuer die Antworten



werde es wahrscheinlich als Vorsatzwand machen, denn unten ist eine 0,60er Wand auf die passt auf jeden Fall von der Staerke noch eine Wand.

Herzlichen Dank



Hypokausten-Vorsatzschale



Hallo,
ich beschäftige mich seit ´85 immer wieder mit Hypokaustenheizungen und habe die Erfahrung gemacht, daß sich reine Luft-Systeme praktisch nicht voraus berechnen lassen!
Daher habe ich im Laufe der Zeit ein Hypokausten-System als Doppelkammer-Vorsatzschale aus Ziegel-Elementen marktfähig gemacht, das wir unter dem Markennamen Hypothermal-Ziegel-Wandheizung seit ca. 12 Jahren anbieten;
im Sockel der Vorsatzschale liegt ein Kupfer-Netzrohr-Wärmetauscher, durch den warmes Wasser fließt, das wiederum z.B. durch einen Wärmetauscher im Ofen, Kessel, o.ä. erwärmt wird.
In der Wand selber zirkuliert nur Luft im geschlossenen Kreislauf, ohne jeglichen Kontakt zur Raumluft!

weitere Information am besten über www.hypothermal.de

die Heizleistung der Ziegel-Wandheizung ist klar kalkulierbar; pro lfm bringt das System eine bestimmte Leistung, abhängig von der Temperatur des Heizungswassers; somit erübrigt sich die Frage nach Querschnitten, Material, Dimensionierung, etc.; wir übernehmen Auslegung und Projektierung und stehen für die Heizleistung gerade!
Hunderte Objekte - vorallem Altbauten (massiv und Fachwerk) haben wir mittlerweile mit Erfolg ausgestattet.

Würde mich über weitere Rückfragen freuen, die ich gerne auch öffentlich im Forum beantworten kann!

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.Ing. (FH) Marc Spernau