Hylotox- belastete Hölzer maskieren

04.10.2016



Hallo Gemeinde,

Ich habe zu diesem Thema hier schon etliche Beiträge im Form gelesen. Teilweise wird die Maskierung bzw. die verschiedenen Mittelchen sehr kontrovers diskutiert. Ich möchte hier auch auf keinen Fall neue Grundsatzdiskussionen auslösen.

Bei mir geht es um den konkreten Fall, daß im DG nach erfolgtem Innenausbau in jedem Zimmer noch zwei Dachpfosten incl Kopfbändern und je ein Windbock „offen“ zugänglich sind. Mein Zimmermann geht von einer Behandlung des Dachstuhles vor dem vorherigen Dachausbau (80er Jahre) mit Hylotox aus. Es wurde aber wohl nicht übertrieben, da es nicht zur Kristallbildung gekommen ist.

Die offen zugänglichen Holzbauteile des Dachstuhls sollen jetzt im Anstrichverfahren behandelt werden um evtl. vorhandene Holzschutzmittel zum Innenraum hin abzusperren. Drei Methoden wurden hier schon besprochen:

- Versiegeln mit Schellack
- Versiegeln mit Ex Schadstoff von Badenchemie
- Versiegeln mit Remmers PU Holzverfestigung mit anschließender Beschichtung mit Induline 910

Gibt es jemanden, der in diesem Bereich Erfahrungen hat, bzw. diese Verfahren schon eingesetzt hat? Gibt es belegbare Gründe dafür, eines dieser Verfahren zu bevorzugen, oder davon abzusehen?

Mit vielen Grüßen, H. Dietrich.



Baubiologen kontaktieren.



HYLOTOX ist ja fast Nervengift!
Und wenn die Räume nunmehr thermisch ertüchtigt und neu umgenutzt werden, würde ich da sehr sehr vorsichtig sein wollen.
Ich würde sie austauschen und keine Gradwanderungen veranstelten.
Aber hier ist ein Kontrakt zur fachklärung:

http://www.baubiologie-heine.de/

Ihn können sie direkt ansprechen und zum Sachverhalt befragen.

FG Udo Mühle



Vielen Dank



...für den Kontakt Herr Mühle. In der Tat ist im Gebälk schon einiges ausgetauscht worden, aber natürlich nicht alle mutmaßlich eventuell belasteten Hölzer. Mit dem Verbliebenen werden wir uns arrangieren müssen.



Kritisch



Ich würde es aber trotzdem als sehr kritisch betrachten.
Klären sie es bitte genauestens ab.



...mal andersherum



... es gibt offensichtlich verschiedene Mittelchen für die Maskierung. Es gibt Mittel (z.B. Das von Baden Chemie), die bauen die schädlichen Substanzen chemisch um, sind selbst aber für Wasserdampf diffusionsoffen, was für einen nicht dichten Aufbau ja prinzipiell zu begrüßen ist. Allerdings entstehen als Reaktionsprodukte Salze und es ist wohl leicht sauer. Da bin ich mir nicht sicher was da langfristig mit passiert. Man muß was die Schadstoffe angeht voll und ganz auf die chemischen Umbaukünste des Mittelchens vertrauen. Dann gibt es die klassische Maskierung auf Schellakbasis, die eine sehr gute Absperrwirkung haben soll ca. 95%. Hier wird das Gift eingeschlossen, ist aber nicht für Feuchträume geeignet und der Schellack kann wohl auch reißen durch die Holzbewegung.

Ich bin jetzt etwas hin und her gerissen, welchen Tod ich sterben soll. Das Mittel von Baden Chemie ist interessant, weil man anschließend auch eine Lasur etc. aufbringen kann. Bei der Schellack- Maskierung wird der Balken ja quasi lackiert, was ich jetzt optisch nicht so ansprechend finde, aber wenn es denn den Zweck gut erfüllt damit leben könnte.

Gibt es hier im Fachwerkforum keine Erfahrungen mit diesen Maskierungsmitteln?



Hylotox



http://www.gewerbeaufsicht.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16493/6_3.pdf