zitat vbg (verwaltungsberufsgenossenschaft)




"Wie oft konnten Sie beobachten, dass bauliche Unregelmäßigkeiten erhaltenswerter AlbauSubstanz durch geschicktes Verhalten ausgeglichen wurde?"

-----------------bei sich selbst

-----------------bei anderen


schöne frage für alle, bitte übers wochenende beantworten!

;-)

grüsse - christian bernard



Tut mir leid,



ich versteh' die Frage nicht!

Wie oft konnten Sie beobachten
Ok, ich beobachte

dass bauliche Unregelmäßigkeiten erhaltenswerter AlbauSubstanz
Was sind bauliche Unregelmäßigkeiten erhaltenswerter Altbausubstanz?

durch geschicktes Verhalten ausgeglichen wurde
und wie kann ich die (bauliche Unregelmäßigkeiten erhaltenswerter Altbausubstanz), durch geschicktes Verhalten ausgleichen?

Ich verstehe es einfach nicht. Aber, wie die meisten Menschen, antworte ich auch auf Fragen, die ich nicht verstanden haben: 13,7 mal.



Ich versteh sie auch nicht!





Also ,





Also ,



bei regelmäßiger Beobachtung der Unregelmäßigkeit der Fragestellung wird ganz geschickt ungehalten und unausgeglichen : Jürgen Kube 8~(



Ich verstehe die Frage sehr gut.!



Liebe Häuslebauer, der Hintergrund der Frage ist ganz einfach: Wie gehen wir Deutschen mit unserer wertvollen Altbausubstanz um, und zwar im Detail.! Können wir es ertragen, wenn irgendwo noch etwas ein klein wenig schief und uneben ist?
Die Mehrheit der Deutschen wollen heute alles glatt und abgedichtet und poliert haben wie ein neues Auto. Auch am Haus.! Eine Abweichung von 2 mm wird schon reklamiert und Wertminderung verlangt, bzw. weniger bezahlt.
Das gleiche gilt bei der Sanierung alter Häuser. Anstatt etwas mehr Handarbeit sichtbar - außen wie innen - zu lassen wird alles erst einmal glattgeschliffen, jedes Holzwurmloch zugespachtelt und dann alles "tot"gestrichen, so daß keine "Seele" früherer Generationen mehr vorhanden und nachweisbar bleibt. Wir können es kaum noch ertragen, daß irgendwo noch einpaar Alterungsspuren sichtbar sind, die ganz ehrlich die frühere Handarbeit zeigen. Wo wird heute z.B. noch ein krummer neuer Balken eingebaut. Das entspricht keiner DIN, also darf es nicht sein.
Freilich übertreibe ich etwas.! Aber sonst wird es nicht deutlich. Selbst die Denkmalpflegebetriebe sanieren heute nur so, daß der Charme alles Alten immer unwiderbringlich verloren ist. Das liegt aber nicht am fehlenden Können bzw. Unvermögen. Das liegt an unserem Zeitgeist.
Aber: In anderen (Nachbar)-Ländern geht man schon wesentlich behutsamer und sensibler mit der alten Bausubatnz um und macht nicht immer gleich alles auf Teufel-komm-raus auf neu.



Achtung Test !



Hallo,

das ist ein Test für Mitarbeiter der Straßenbaubehörden. Auf dem Bild fehlt ein Verkehrsschild.

Festgestellt werden soll, wie man aus geschicktem Verhalten Vorschriften machen kann. Also nichts für normal-denkende ;-)

Gruß aus BS

Bernd



Mein Rezept



Hallo Ihrs,
also, wenn ich mal wieder eine Reihe baulicher Unregelmäßigkeiten entdeckt habe, setze ich
mich an einen der wenigen Sitzplätze im Restaurationsgebäude und träume von 'ner ordentlichen Pulle Bier. Ob trotzdem was Geschicktes dabei raus kommt???
Kann mir ein Grinsen nicht verkneifen, Karin



Genau darum geht es doch in der o. g. "ernsthaften" Frage.!



Hallo Karin, obwohl Deine Antwort in meinem Gästebuch steht, hier meine erläuternde Antwort im Detail:
@ 26.11.04 - Hallo Dietmar,
> jetzt muß ich doch glatt mal ne Frage bei dir loswerden. Im Zusammenhang mit diesem
> VBG posting bemängelst du, dass heutige Bauherren nicht (mehr) willens sind, geringste
> Abweichungen hinzunehmen.
Genau darum geht es doch in der VBG-Frage. Ich rede von der Mehrheit der "Häuslebauer" und freue mich, wenn Du die Ausnahme bist.!

> Hast Du bei dieser Äußerung auch die Seite der Bauherren bedacht?
> Laßt Euch doch nicht auf die Schippe nehmen.!
Ich gehe mal davon aus, daß die Frage einen ganz ernsten Hintergrund hat. Die Frage ist nur: Wievile sehen das auch so.!??

> Bist du jemals in der Situation gewesen, dass Dir ein ?unmöglich? oder ?na klar, das machen wir schon, obwohl wir keine direkten Erfahrungen haben? gesagt wurde?
Ich weiß sehr wohl wovon Du sprichst, denn als Ausführender stehe ich immer dazwischen: Zwischen dem Bauherren, der amtlichen Denkmalpflege und meinen eigenen Ansprüchen.

> Nee, so einfach ist das nicht. Ich bin davon überzeugt, dass alle die, die mit persönlichem Einsatz ihr Häusle wieder in neuem (altem) Glanz erstrahlen lassen, mit Ecken und Kanten leben und leben wollen.
> Denn das ist es schließlich, was unsere Liebe ausmacht: etwas ganz Individuelles.
Genau das meine ich ja.!

> Ich bin keine Kommune, die ein Gebäude für denkmalwürdig erachtet und dessen akkurate und millimetergenaue In-den-heutigen-Stand-Versetzernswerte betrachtet.

> Und schon gar keine Berufsgenossenschaft, die die Weisheit mit Löffeln gefressen hat (Verzeihung, aber ich hab beruflich immer mal wieder mit diesen Herrschaften zu tun, die dem Beamtentum näher sind als vermutlich jeder von uns).

> Ich liebe meinen schiefen Kamin, den der Schornsteinfeger bemängeln wird. Wofür ist der Schornsteinfeger heute eigentlich noch gut? Ich brauche keinen EnEV Berater. Die Außenmauern an meinem Haus sind 60+ cm stark. Einen Heizungsbauer, der mir die Pellets-Heizung für 20k? anbietet brauche ich ebenso wenig, weil es den gibt, der das gleiche Portfolio für 2/3 des Preises anbietet.

> Und auch einen Restaurator brauche ich nicht, weil ich mich von meinem Gefühl leiten lasse. Das soll jetzt keine Schelte sein, oder vielleicht doch ein wenig, denn manchmal frage ich mich, ob ihr wirklich ahnt, was im privaten Sanierungs-/Restaurierungsbereich so abgeht.

> Ich empfinde es als Trauerspiel, dass es Fachleute gibt, die wider besseres Wissen auf Wünsche von Bauleuten eingehen.
Genau das ist das Problem: Wenn Bauherren Dich nicht bezahlen, weil Du eine andere Haltung und Auffassung hast, dann fängst Du als Ausführender an, nach Kompromissen zu suchen. Genau das ist die Eingangs geäußerte statistische Anfrage.

> Die aus Kommerzgründen lieber das Maul halten, statt einen konstruktiven Kommentar abzugeben. Da liegt m.E. ein großes Manko. Kommerz tötet Ideologie.
Da gebe ich Dir 100-%ig recht. Deshalb steht obendrüber die Frage: Was ist eigentlich Denkmalpflege???

> Versteh mich bitte nicht falsch. Deine Äußerungen haben mich einfach nachdenklich gemacht.
Ich glaube nicht, daß wir aneinander vorbeireden.

> Morgen geh ich wieder Staub fressen, werde wie immer fassungslos vor den unterschiedlichen historischen Einflüssen stehen, denen unser Haus unterlegen ist ? und werde es lieben.
Da sind wir uns 100 %ig einig, auch wenn ich Dein Haus nicht kenne.

> Nicht ganz allein fühlt sich - Karin
Danke für Deinen konstruktiven Beitrag.!
Dietmar





ich hatte mal einen bauherrn der meinte er müsse "diese störenden kopfbänder rausschneiden". zum glück hatte der erste den er in die Mangel genommen hatte soviel Spannung (also durchaus eine funktion im gefüge), das dieser, also der bauherr, einen solchen kinnhacken von dieser unregelmässigkeitr abbekam, dass er seit dem lieber einen grossen bogen um die ihm verblieben kopfbänder macht.
also: "und die moral von der geschicht..."
ist vielleicht jetzt ein bischen einfach aber die frage scheint ja mal wieder viele fragen aufzuwerfen - weiter so!
gruss: christian bernard



noch ne frage...



`...zum bild:
"hat man sich hier geschickt verhalten, oder muss man sich hier geschickt verhalten?"



Unterschiedliche Wahrnehmung



Also, mein Problem bei der Frage war wohl folgende Formulierung:

[...] dass bauliche Unregelmäßigkeiten [...]

Ich habe konnte damit schlichtweg nichts anfangen, weil ich die "baulichen Unregelmäßigkeiten" meines Hauses nie als solche gesehen habe. Daher konnte ich auch nichts mit

[...] geschicktes Verhalten ausgeglichen wurde?

anfangen. Wenn etwas als "normal" empfunden wird, muß nichts ausgeglichen werden. Womit ich bei meiner Kritik an der Frage angekommen wäre:

Wenn hunderte Jahre alte Bausubstanz als bauliche Unregelmäßigkeit definiert wird, weil die letzten paar Jahrzehnte anders gebaut wurde, liegt - objektiv betrachtet - eine Fehleinschätzung in der Definition vor.


Die Académie française ist das älteste sprachpflegerische Institut der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1635 hat sie sich zur Aufgabe gemacht, das Schrifttum zu beobachten, Sprachnormen festzulegen und zu erläutern. Außerdem gibt sie das maßgebliche Wörterbuch der französischen Sprache heraus, das berühmte "Dictionnaire de l’Académie française".

Bei einer Versammlung der Akademiemitglieder Mitte des 19. Jahrhunderts wurde unter anderem über das Wort "Hummer" beraten. Ein Mitglied schlug als Definition vor: "Roter Fisch, der sich rückwärts bewegt." Da meldete sich der französische Schriftsteller Charles Nodier zu Wort, auch er ein Akademiemitglied: "Der Hummer ist nicht rot, er ist kein Fisch, er bewegt sich nur rückwärts, wenn er es gerade aus irgendeinem Grund tun will, sonst läuft er vorwärts. Doch davon abgesehen eine vorzügliche Definition."



Ringelnatz



Der Häring erzählt zur nächtlichen Zeit
Dem Walfisch die letzte Neuigkeit:
Frau Aal hat neulich den Hummer geneckt,
indem sie ihn aus dem Schlummer geweckt.
Da gab es einen großen Disput.
Der Hummer fauchte und kochte vor Wut
Und weil er kochte, so wurde er rot
Und als er rot war, da war er schon tot.

“Ja”, seufzte der Walfisch und weint gar sehr,
“Ja ROTE Hummer, die leben nicht mehr.”



Hab auch noch einen zum Thema Wahrnehmung



Einstellungstest bei einem großen Unternehmen. Der Betriebspsychologe untersucht den ersten Bewerber. Er zeichnet einen langen senkrechten Strich auf ein Blatt Papier, schiebt es zu dem jungen Mann hin und fragt: "Was ist das?" Der Bewerber: "Eine nackte Frau, die steht." Als nächstes zeichnet der Psychologe eine waagerechte Linie: "Und das hier?" Der Bewerber mustert die Zeichnung und sagt: "Eine nackte Frau, die liegt." Der Psychologe malt einen nach unten offenen Bogen, wie ein U, das auf dem Kopf steht. "Und das?" Der Bewerber nimmt das Blatt, kneift die Augen zusammen und verkündet schließlich: "Eine nackte Frau, die etwas vom Boden aufhebt." Der Psychologe ist entsetzt: "Ja, sagen Sie mal, Sie haben wohl nur nackte Frauen im Kopf?!" Der Bewerber schüttelt energisch den Kopf: "Wieso denn ich?! Ich kann doch nichts dafür, Sie haben doch die schweinischen Bilder gemalt!"





ja, so kann man es auch sehen, wenn ich also noch nie hummer gegessen habe kann ich auch nicht sagen wie er schmeckt.
ist nun nicht-hummer-essen eine abweichung von der regel, oder...?
was gibt`s eigentlich dazu, zum hummer?
grübelnd grüsst christian



@ Christian



Moin Christian,

da Hummer in den letzten Jahren reichlich demokratisiert wurde (Baby-Hummer im Supermarkt für EUR 4,95) kann man heutzutage natürlich NICHT-Hummer-Essen als Abweichung von der Regel auffassen ;-)

Zu Hummer als Fast-Food empfiehlt sich dann Aioli und Baguette. Dazu schmeckt dann eine staubtrockene Riesling-Auslese. Es darf aber auch ein Chablis sein oder ...

Es ist doch schon beachtlich, was sich doch für eine herrliche Diskussion aus Behörden-Blödsinn aufbauen läßt.

Versammlung in Behörde xy.

Der Behördenvorsteher gibt bekannt: "Der faulste Beamte erhält einen Tag Sonderurlaub. Geeignete Freiwillige bitte vortreten".

Alle treten vor, bis auf den Inspektor Bratvogel.

"Bratvogel - was ist mit Ihnen, warum treten Sie nicht vor?"

"Zu Faul!"

Gruß aus BS

Bernd