HOLZSCHÄDLINGSARMADA!




VERZWEIFLUNG! HOLZSCHÄDLINGE!
Ein verzweifeltes Hallo,
ich wohne seit ca 2 jahren in meiner Hütte und habe in den letzten Monaten ein verstärktes Aufkommen an verschiedenen Holzschädlingen bemerkt. Kurze Erklärung zum Begriff Hütte:
links und rechts steht jeweils ein Zirkuswagen (auf Rädern) aus Holz, verbunden durch einen selbstgebauten, sehr großzügigen Zwischenbau auch komplett aus Holz (Baujahr ca. 2002). Ein Bauwagen ist an der längstseite offen geschnitten so das sich ein ca 40-50qm großer Raum ergibt-alles aus Holz! Natürlich am Rande eines schönen wasser und moorreichen Naturschutzgebietes-also immer schon feucht!
So nun zu meinem Potpouri an Schädlingen: wir hätten da einmal die kleinen klassischen Holzwürmer in Möbeln an meiner Essgruppe, sehr große Löcher angeblich von Schlupfwespen, aktive "normale" Wurmlöcher mit Holzmehlauswurf, dann noch relativ große, breite Gänge direkt auf dem Holzdielenboden, und an den wichtigen rieseigen Stützbalken (Decke) äussere kleine Gänge die sichtlich in den letzten Monaten sich ausgebreitet haben.
Die einzige Lösung scheint mir Borsalz, ist es jetzt gesundheitsschädlich oder nicht?und wird das Holz danach schäbig und weiss? Wie wendet man es bei einem so großem Wohnraum an? Und bekomm ich das Borsalz schon fertig angerührt? Wirkt es nur vorbeugend oder krepieren die Vieher auch daran, bzw alle verschieden? Wer hat eine bessere Idee? Gibt es auch Ökoholzschutz der wirklich wirkt? Eine Fachfirma kommt für mich aus finanziellen Gründen nicht in Frage, is ja kein FWH für 100 000, sondern nur ne Hütte für 7000e, kann da ja keine 2000e für ne Fachfirma ausgeben. Wie ihr seht bin ich noch ganz am Anfang meiner Bekämpfung und meiner Verzweiflung.
Was meint ihr?
Möchte ungern dabei zu sehen wie die mir mein geliebtes Zuhause aufessen. Da hört jede Tierliebe auf!
Lieben gruss freue mich auf eure Meinung
Mareike



Holzschädlingsarmada



Hallo,

tut mir leid, aber ohne Fachfirma sieht die Sache hoffnungslos aus. Die fachfirma würde wahrscheinlich die Hütte in Plastik einschweißen und einige Stunden kontrolliert aufheizen, bis das Eiweiß der Viecher verkocht ist. Dann sind sie tot.'
Und dann ? Dann komme sie wieder, weil alles so schön nahrhaft, warm und feucht ist.
Ein Gift, das garantiert nicht wirkt , ist kein Gift.

Also: Man kann eine Generation killen, die anderen Generation kommen unter diesen Bedingungen nach .

Zieh mit Deiner Hütte auf einen trockenen windigen Hügel !

Grüße vom Niederrhein



Sekt oder Selters



Guten Tag,
Hr. Beckmann hat prinzipiell recht. Vielleicht ist es bei Abwägung von Wert, Aufwand und Pro/Contra Biozideinsatz ja auch denkbar mit einigen Insektenbefällen zu leben und statisch wichtige Holzteile gegen neue auszutauschen. Der Befallsdruck wird wohl weiterhin hoch bleiben. Mehr als diese allgemeinen Dinge kann man über das Forum nicht angeben. Großflächiger bekämpfender Holzschutz ist i. d. R. verboten zumindest mit bestimmten Auflagen verbunden. Bekämpfender Holzschutz an tragenden Teilen ist Sachkundigen vorbehalten und das hat auch seine Gründe.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Hölzschädlinge



Hallo,

grundsätzlich haben meine Vorredner recht.
Möbel(aber keine Antiquitäten) habe ich schon öfters von den Viechern befreit, indem ich sie in der Sauna einige Stunden auf mind. 60 Grad erhitzt habe.
Auch für die Hütte scheint mir die Heißluftbehandlung die einzig richtige Methode. Ich habe bei den Objekten die wir so behandelt haben keinen neuen Befall feststellen können.
Durch die Wärme verändert sich die Eiweißstruktur des Holzes und die Schädlinge mögen es dann nicht mehr so gerne. Aber ausschließen möchte ich einen Neubefall nicht.
Die großen Löcher kommen von Holzwespen, die sind aber Frischholzschädlinge und befallen altes Holz nach dem Schlüpfen nicht mehr.

Gruß
Fritz



nicht von heute auf morgen..



so schnell fällt die " Hütte " nicht um,ergänzend zu den Vorrednern und dem Vorschlag schön aufwärmen und einige Stunden auf 60° halten, sollte man versuchen, die Holzfeuchte zu senken, durch mehr Heizen und lüften, dann sinkt der Befall ab.



Alles Öko



Hallo,
die Bude aufheizen ist die ökologischste Variante die auch erstmal hilft.
Ansonsten funktionieren die Öko-Mittel auch totsicher, Holzwurm fangen und solange in das Zeug mit dem Kopf halten bis er sich nicht mehr bewegt.
uwe



Meine Armada und ich!



Hallo,
erstmal ein riesen Dank für eure Meinung und Zeit und ein großes Lob an diese Seite und ihre Mitwirkenden!!!
Ach ja, schöner wohnen ist das Synonym für Widrigkeiten ohne Ende.
Die Wärmemethode hab ich mir auch schon durch den Kopf gehen lassen, insgesamt hab ich wohl einen Wohnraum von ca.80qm, was würde eine solche Behandlung in der Größe wohl kosten, kann das jemand so ungefähr abschätzen? Brauch man für diese Methode Starkstrom? Wie läuft denn sowas ab? Und sterben bei der Behandlung auch die Larven und Eier?
Wieso hat keiner von euch das Borsalz weiter erwähnt?
Und wieso kann man zum Mond fliegen aber keine kleinen, schwarzen Käfer effektiv und unkompliziert ausrotten?
Und zum Schluß mach ich euch noch eine kleine Freude mit einer großen naiven Frage: Hat schon mal jemand allein versucht sein Häusle auf 60 Grad zu bringen? Geht das?
Danke und bis sehr bald.
Mareike





Das kleine Häusle im Keller (SAUNA) bringen viele Menschen problemlos auf 100 Grad.
Das Problem im großen Haus ist nur, dass dasselbe überall undicht ist, dass überall Fläschchen und Flacons rumstehen, die schon bei 40 grad seltsame Reaktionen zeigen und dass die Inhalte von Hobbykellern dem Experiment schnell ein pyrotechnisches Ende bereiten.
Dabei sterben gewiss alle Eier und Larven.

Das Fangen von Käfern ist für sich genommen ziemlich einfach. Man benötigt
a) einen handlichen Exhaustor
b) Bodenfallen, die man mit einer Formalin- Alkoholmischung füllt
c) ein Regal voller Tötungsgläser mit etwas Essigäther oder Zyankali
d) Eine Ultraviolettfalle mit nachgeschaltetem Lichtbogen, der die Käferchen schön grillt.

Mondfahrt ist dagegen schon schwieriger.

Grüße vom Niederrhein



Profis



Sehr geehrte Mareike,
bekämpfender Holzschutz an einem größeren Objekt ist nun mal etwas für Profis. Eine Heißluftbehandlung wird idR mit Öl- oder Gasbrennern durchgeführt. Dazu muss eingehaust werden, verdecktes Holz zugänglich gemacht werden und hitzeempfindliches Material wie Elektroleitungen beseitigt werden. Für einen normalen Dachstuhl kostet eine Heißluftbehandlung ungefähr die Hälfte des Wertes deiner Hütte. Borsalz ist gerade in der Insektenbekämpfung nicht einfach erfogversprechend anzuwenden. An tragenden Bauteilen ist das Sache für Profis mit bauaufsichtlich zugelassenen mitteln. Großflächig behandelte Bereiche müssen nach den Behandlung abgedeckt werden.
Es gibt halt nicht für alle Probleme die schnelle billige vom Laien ausführbare Lösung. Für mich stellt sich die Frage, ob Sie nicht dem gestern von mir angedachten Konzept folgen oder sich einen erfahrenen Holzschützer mit Sachkundenachweis nach Gefahrstoffrecht zur Einschätzung und Entwicklung eines Konzepts holen sollten. Das gibt es jedoch nicht für einige wenige Euros. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



borsalz-



ist ein mindergiftiges Salz, - wird oft mit der Giftigkeit von Kochsalz verglichen, ist in der Vergangenheit im ökol. Bereich vielfältig für den vorbeugenden ! Holzschutz, - nicht für den bekämpfenden Holzschutz!!! eingesetzt worden. Nach momentaner Rechtslage ( EU), darf es nur noch eingeschränkt in Verkehr gebracht werden. Untersuchungen ( USA) haben ergeben, das bei intensiver Aufnahme die Zeugungsfähigkeit der männlichen Bevölkerung abnimmt.
Ratschlag: keiner .....