Hüllflächentemperierung mit Infrarot Heizfolie als alleinige Heizung?




Ein herzliches Hallo in die Runde

Wir,Haiko, meine Frau und unsere fast erwachsenen Mädels planen ein Bauernhaus von 1906 zu kaufen. Massiv und nicht kaputsaniert. Fast nicht. Zur Straßenseite sind die beliebten doppelverglasten Kunststofffenster eingebaut. Zur Hofseite herrliche einfachverglaste nach aussen zu öffnende Fenster. Instinktiv möchte ich nicht dämmen , die Fenster belasssen, die im OG verbauten Berliner Fenster gegen die zwischengelagerten einfachverglasten wieder eintauschen. Etwas verunsichert bin ich in der Wahl meiner Heizung.

Aktuell ist eine Nachtspeicherheizung verbaut. Nach langen Recherchen soll es eine Infrarot Strahlungsheizung von Gestelit werden. Diese arbeiten im Niedervoltbereich. Es ist ein Heizflies, gelocht, mit Raumthermostat. Es wird auf Wand oder Decke aufgespachtelt. Geplant war eine Deckenmontage weil augenscheinlich die geringste verschattung. Nun bin ich nach vielen Recherchen auf Konrad Fischer gestossen. Dieser befürwortet die *Hüllflächentemperierung* mittels wassergeführter Kupferrohre. In den Foren nicht unumstritten, aber es gibt auch zahlreiche Beispiele wo es funktioniert.

Da meine Wände im UG 38 cm und im OG 28 cm (aussen Klinker innen Putz ohne Dämmung) sind möchte ich diese als Speicher nutzen. Nur lese ich bisher in Sachen Hüllflächentemperierung immer von wassergeführten Rohren. Mit den Jahren haben sich auch die Möglichkeiten der Heizflächen verändert. Auch die Möglichkeit selbst produzierten Strom zu nutzen. Da Strom anliegt und ich keinen Brenner installieren möchte stellt dies Heizvlies eine individuelle Alternative dar.


*Wer hat Erfahrung?*

Kann diese Infrarotheizung auch als Sockelheizung eingesetzt werden? Oder würden die Möbel vor den Wänden eine zu große Verschattung bedeuten? Es gibt auch Heizbahnen mit 20 cm breite. Könnt ihr euch eine Kombination Sockel und Decke vorstellen?

Ich bin gern bereit ein gewisses Risiko einzugehen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit Infrarot Flächenheizkörper nachzurüsten oder in kalten Tagen auch mal einen Ofen anzuheizen.

Vielleicht hat ja auch jemand einen Link einer Firma der meine Gedanken bestätigt oder wiederlegt.

Vielen Dank und viele Grüße, Haiko Kuntze



Hüllflächentemperierung



wenn ich unterstelle, dass die Nachtspeicherheizung ausreichend Wärme geliefert hat, sollte sich aus dieser ein gängige Heizlastgröße ableiten lassen. Dann mit der Heizfolie abgleichen..., ich glaube nicht, dass es ausreicht. Habe mir allerdings noch nicht das Gestelit-System angeschaut.
Gruß Roland



Thermodynamik



Bei einer Strahlungsheizung mag man mit etwas weniger Raumtemperatur auskommen, aber am Schluss bleibt doch der Wärmeverlust durch Wände, Fenster, freiwillige und unfreiwillige Lüftung (durch die einfach verglasten Fenster).

Kann man mit dem Wärmebedarfsrechner auf u-wert.net abschätzen, dann mit dem aktuellen oder befürchteten Strompreis multiplizieren. Eine Rechnung der CO2 Belastung pro kWh könnte auch heilsam wirken.

In anderen Worten, tut es nicht...

Einfach verglaste Fenster ? Am besten einen richtigen Winter damit wohnen, dann kann man das noch einmal besprechen. Eine Möglichkeit wären innenliegende Kastenfenster mit Isolierglas. Eine andere, alle Fenster durch neue, bessere Holzfenster mit schlanken Holzprofilen zu ersetzen.

Die Elaborate von KF sind leider meist nicht zielführend.





Danke Roland für deinen / ihren Kommentar,

wenn ich den Aussagen in den Foren und dem Verkäufer glauben kann, werde ich aufgrund des Wechsels von Konvektionsheizung auf Strahlungsheizung bis zu 30 % sparen. Glauben kann ich es erst, wenn ich es selbst erlebt habe. Leider ist das Netz voller Behauptungen. Reale Schilderungen sind rar.
Danke und viele Grüße, Haiko





Danke yogumon,

KF hat hier im Forum wohl schon sein Kürzel ;-)
Mir ist schon aufgefallen das Klaus Fischer sehr polarisiert. Und manchmal muss man auch übertreiben um sichtbar zu sein. Aber was ich gelesen habe scheint mir nicht unhaltbar. Gerade sind wir in Amsterdam. Hier gibt es haufenweise einfachverglaste Fenster. Hab mich nicht getraut hier jemanden nach der Art der Heizung zu fragen. Und sicher ist es auch nicht so ein raues Klima wie bei uns.
Ich hatte schon überlegt die schönen Fenster mit doppelt verglasten Scheiben auszustatten. Aber da kommt der vorteilhafte Treibhauseffekt noch hinzu. Sonnenlicht würde bei doppelter Verglasung nicht ungehindert durchkommen. Durch die einfach verglaste Scheibe kommt die Strahlung hindurch und wird von den Wänden und Gegenständen im Raum absorbiert. Die daraus entstandene Wärmestrahlung hat eine anere Wellenlänge und wird zum großen Teil vom Fenster reflektiert undbleibt somit im Raum.
Wenn ich wieder am PC sitze sende ich mal den Link zum Bericht.
Wenn ich es wirklich wage könnte ich einen schönen Vergleich bringen, da ein Teil der Fenster schon doppelt verglast sind.

Viele Grüße, Haiko



Heizung



Lieber Heiko,
ob Einzel- oder Doppelverglasung, der Unterschied in der Strahlungsdämpfung ist so gering das er nicht spürbar sein wird. Aber was sehr wohl spürbar ist- das ist die Dämmwirkung bei Wärmeleitung Isolierglas dämmt nun mal besser als Einfachverglasung.
Der Strahlungsdurchgang funktioniert nicht nur in eine Richtung. Im Winter wird Infrarotstrahlung nach draußen durch die Verglasung abgegeben und das kann, bei entsprechend tiefen Temperaturen, weit mehr sein als am Tage durch solaren Wärmegewinn erzielt wird. Außerdem sollte sich herumgesprochen haben das im Winter nicht immer der Himmel klar und blau ist, alle Fenster nach Süden ausgerichtet sind und die Tage im Winter kürzer als im Sommer sind.
So ähnlich verhält es sich mit dem solaren Wärmegewinn durch Sonneneinstrahlung auf Wände. Himmelsrichtung, Beschattung, Feuchtegehalt, Rauhigkeit der Oberfläche, Wetter- alles das sorgt im Winter dafür das mehr Energie aus einer schlechtgedämmten Wand nachts abgestrahlt als gewonnen wird. Dazu kommen noch die erheblichen Wärmverluste durch Windchill.
Das alles kann man berechnen und simulieren.
Nichts gegen Strahlungsheizungen; ich arbeite mit einer Firma zusammen die solche Heizungen als Wandstrahler einsetzt und damit ein sehr großes Ausstellungsgebäude beheizt. Das heißt nicht das es bei Ihnen auch funktioniert. Es kommt eben auf die speziellen Umstände und auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise an.
Von einem Verkäufer der ein Produkt absetzen will können Sie kaum so eine Denkweise erwarten.



Heizung



Hi Haiko,

ein paar grundsätzliche Dinge zur Heizung.

Um das Haus auf eine angenehme Temperatur zu bringen muss geheizt werden.
Denn es findet ein permanenter Wärmestrom von warm nach kalt, also i.R. von innen nach außen, statt. Die Umschließungsflächen setzen dem Wärmeverlust einen mehr oder weniger großen Widerstand entgegen.
Zum einen Transmissions- und zum anderen Lüftungswärmeverlust.
Beides kann man beeinflussen.
Den Transmissionswärmeverlust durch eine Dämmung.
Den Lüftungswärmeverlust durch eine dichte Gebäudehülle.
Beiden sind Grenzen gesetzt.
Die ersten Zentimeter einer Dämmung sind die wirksamsten.
Und Gebäude müssen aus unterschiedlichen Gründen gelüftet werden.
Aber es ist schon ein Unterschied ob ich einen 0,5fachen oder je nach Wetterlage vielleicht 5fachen Luftwechsel habe.
Diese Parameter bestimmen die Heizlast eines Gebäudes, da ändert auch keine Neudefinition der Physik etwas dran.

Das Heizen mit Strom ist nach wie vor teuer.
Eine Kilowattstunde Strom kostet um 25 ct, bei Gas und Öl sind es 5-6 ct.
Hackschnitzel und Pellets sind billiger.

Die Ausführungen von Gestelit überzeugt mich nicht, für die Heizfolien findet man keine technischen Daten auf deren Website.

Für einen Altbau empfiehlt sich oft eine moderate Innendämmung mit Wandheizung.

SG
Paul





Lieben Dank Ingenieurbüro Georg Böttcher, aus meiner Geburtsstadt Aschersleben ;-)

Mit Treibhauseffekt meine ich das, was hier auch als Glashauseffekt beschrieben ist.
http://www.spektrum.de/lexikon/optik/glashauseffekt/1192
Auch Wikipedia beschreibt es anschaulich unter dem Reiter Glashauseffekt
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt
Das hat man wohl Jahrhunderte lang ausgenutzt. Gegen die Auskühlung in der Nacht hat man die Fensterläden geschlossen und auf die Gewächshäuser in Paris hat man abends Schilfmatten oder Säcke gegen die Auskühlung gelegt.
Da hier weniger die Luft durch Konvektion erwärmt wird, sondern mehr die Flächen durch Strahlung und diese Wellenlänge hauptsächlich reflektiert wird konnten die Pariser Gärtner sogar im Winter ohne Beheizen Gemüse anbauen. Und sehr wohl wirkt diese Strahlung auch im Winter ohne Sonne. Nur bei weitem nicht so intensiv. Gibt es da nicht inzwischen Studien? Oder informieren und forschen die Universitäten nur in die Richtung Dämmung?

Speicherflächen ( dicke Wände ) habe ich ja massig.

Wenn ich mich hier lese, klingt das so, als ob ich die Weisheit mit dem Löffel gefressen hätte. Tatsache ist, das ich mit einem gefährlichen Halbwissen unterwegs bin, aber eben auf diese interessanten Aspekte gestoßen bin und das gern hinterfrage. In meinem Garten würde ich das ausprobieren und wenn es nicht klappt im nächsten Jahr anders machen. In meinem Haus sollte das schon auf Anhieb funktionieren ;)

Nochmals vielen Dank und liebe Grüße auch an meine alte Heimat, Haiko Kuntze

(Übrigens gibt's in Aschersleben den Kuntze Brunnen. Mir zu Ehren? Nee, war ein Seifenfabrikant ;)



Treibhauseffekt



Das man mit solchen Konstruktionen solare Energie ernten kann ist seit langem bekannt,spätestens seit im Barock die ersten Orangerien in Mode kamen.
Leider möchten die meisten Menschen nicht in einem Gewächshaus leben.
Es gibt trotzdem genügend Beispiele in der Architektur wo vorgehängte Glsafassaden (certain wall) zur Beheizung mit genutzt werden. Das betrifft allerdings in der Regel große Fassadenflächen von Bürobauten, Hotels o.ä.
Schon das Foto oben zeigt das weder genügend Fensterfläche in so einem Altbau vorhanden ist noch ein optimaler Lichteinfall erfolgt (Sprossen- und Rahmenfläche, Laibungstiefe, Himmelsrichtung, Beschattung im Winter durch Bewuchs und Nachbarbebauung...) An dem Fenster fehlt ein Rolladen mit dem man im Winter den Abstrahleffekt mindern kann, sonst muß der Gärtner mit der Schilfmatte kommen.
Wer sich eine solare Direktheizung bauen will- warum nicht, viele Leute lassen sich für richtig viel Geld Wintergärten bauen. Die Wärmegewinne reichen in manchen Wintern (klammern wie den jetzigen mal aus) noch nicht mal aus den Zweck der Wintergärten zu erfüllen, frostfreie Temperaturen um die Pflanzen darin zu erhalten.
Wer sich, solche Gebäude gibt es, ganze Fassaden aus Glas über sein Haus stülpen lässt gewinnt nicht nur solare Energie sondern minimiert auch den Windchill- das ergibt eine viel höhere Einsparung als der solare Zugewinn unterm Strich bringt. Nur: Wer kann es sich leisten, bis zu 1.000,- € pro m² für so eine Fassade zu zahlen? Das Problem der nächtlichen Abstrahlung und des sommerlichen Wärmsschutzes ist damit allein auch nicht gelöst, jedenfalls nicht mit ein paar Schilfmatten.
Eine ordentliche Dämmung ist trotzdem noch erforderlich, zusätzlich dazu eine leistungsfähige Lüftungsanlage.
Man sollte Aufwand und Nutzen immer gegeneinander abwägen.
Um diese Disskussion nicht ganz so akademisch zu führen: In der DIN V 4108-6 stehen im Abschnitt 6.4 die Berechnungsgrundlagen für solare Wärrmegewinne.
Ein paar Zahlen: Einfachverglasung hat einen Gesamtenergiedurchlassgrad von 0,87, Doppelverglasung von 0,75.
Als solare Einstrahlung pro Jahr gilt 270 kWh/m² pro Heizperiode in Südrichtung und 100 kWh/m² pro Heizperiode in Nordrichtung. klingt erst mal viel aber im Monat Januar beträgt z.B. die durchschnittliche Strahlungsleistung eben nur 56 W pro m². Diese Größen werden dann noch gemindert durch Teilbestrahlungsfaktoren mit denen die Laibungstiefe, der Dachüberstand, Beschattung, Rahmenflächen, den Gesamtenergiedurchlassgrad, Durchlasswiderstand, die wirksame Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile, der Ausnutzungsgrad pro Zeitkonstante usw...
Da bleibt nicht viel übrig. Auf die energetische Betrachtung eines Altbaues hat das keinen Einfluss, die Fensterflächen ändern sich da kaum. Wenn die Bude vorher schon kalt war ist sie eben auch hinterher kalt denn an der solaren Einstrahlung ändert sich kaum etwas.



Kältespeicher im Treibhaus



Den Treibhauseffekt hinter Glas gibt es selbstverständlich.

Der reicht vielleicht Pflanzen frostfrei zu halten (auch nicht immer), aber leider nicht für eine Temperatur die wir menschlichen Weicheier behaglich finden. Siehe z.B. http://www.raumluft.org/gesunde-raumluft/raumklima-behaglichkeit/ für ein Diagramm.

Die Strahlungswärme einer Wandflächenheizung ist da durchaus spürbar. Aber bitte nicht elektrisch.

Mehr Details z.B. in "Energetisch optimiertes Bauen: technische Vereinfachung - nachhaltige Materialien - wirtschaftliche Bauweisen." von Rainer Mucha. Bin noch am lesen.



Hüllflächentemperierung



Vielen Dank Paul,

genau das ist mein Ziel, unser Haus ohne große Verluste auf eine behagliche Temperatur zu bringen.
An dieseer Stelle erinner ich mich an ein Gespräch mit Udo Böhm aus Potsdam. Er handelt mit Baustoffen, auch Dämmstoffen und verdient sein Geld damit. Die Häuser die er baut kommen komplett ohne Dämmung aus. Wenn ich das richtig verstanden habe, besteht die Aussen Hüllfläche aus einer OSB Platte, darauf Abstandshalter, Aluminium zur Strahlungsreflektion, nochmal Abstandshalter und Aluminium und Innen Hüllfläche OSB. Er heizt mit seinen selbst produzierten Strahlungsheizungen SUNERY. Ich meine er kam unter 20 Kw pro m2 und nochmals deutlich darunter im bewohnten Zustand, da die Personen und Geräte auch eigene Strahlung haben. Leider konnte ich zur Bauweise keinerlei Publikationen im Netz finden, habe es aber nicht weiter verfolgt, da meine Bedingungen andere sind.

Ich schweife ab...

*Luftwärmeverluste*
möchte ich verringern indem ich weniger die Luft sondern mehr die Flächen durch Strahlung erwärme. Die Gebäudehülle sollte schon einigermaßen dicht sein. Undichte Fenster kann ich mir da nicht leisten.

*Transmissionswärmeverluste*
müssten ja bei einer Hüllflächentemperierung dann höher sein, als bei einer herkömmlichen Konvektionsheizung. Aber ist es hier nicht so, dass die wärmeren Körper so lange ihre Wärme durch Strahlung oder Transmission abgeben bis alle die gleiche Temperatur haben? Wenn nun die Temperaturunterschiede nicht so hoch sind, findet ja auch nicht so eine große Wanderung statt.

Aber wie groß ist wohl der Vorteil der schlechteren Leitfähigkeit in trokenen Baustoffen? Wie groß die Energie Einsparung große Flächen auf niedrige anstatt kleine Flächen auf hohe Temperaturen zu heizen.

*Strom ist nach wie vor teurer*
Da ist der Berater von 8 Cent für Öl oder Gas ausgegangen und hat was von Faktor 4 erzählt. Das habe ich nicht verstanden, nochmal hinterfragt und wieder nicht verstanden. Habe es eben noch mal gegoogelt. Verstehe es immernoch nicht, weiß aber das es diese Stefan – Bolzmann Konstante ist, die er gemeint hat. http://energieberatung.ibs-hlk.de/grundl_wasys_fl&strahlhzg.htm
Diese Seite hat übrigens nichts mit meiner Heizung zu tun, sondern ist die erstbeste die mir Google angezeigt hat.
Jedenfalls würde ich wenn diese Gesetzmässigkeit stimmt zumindest kostenneutral im Vergleich zur Gas oder Ölheizung arbeiten und mit selbst produziertem sogar Strom sparen.

Natürlich spielen auch die Liebe zu den alten Fenstern und den sympathisch unebenen Wänden und die Verbesserung des baulichen Zustandes durch Trocknung eine wesentliche Rolle. Ich bin immer wieder am abwägen. Und ja, mich überzeugt es auch nicht zu 100 % , sonst würde ich es ja nicht hinterfragen. Derzeit spricht mehr dafür als dagegen und die grundlegende Frage war, ob ich das Heizvlies als Deckenheizung oder als Wandheizung im Sockelbereich einsetzen sollte um so den Effekt einer Sockelheizung zu erzeugen.

Ein sehr spannendes Thema und danke Paul für die Denkanstöße.
Viele Grüße, Haiko



Hüllflächentemperierung



Danke yogumon ;)

das Buch klingt interessant und hinterfragt genau diese Themen. Leider nicht als eBoock verfügbar. Mal sehen wie schnell meine Buchhandlung das ran bekommt.



Dämmung



http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Waermedaemmung_ja-nein.pdf

Hier ein Beitrag einer weisen Frau wie man den Stromverbrauch und damit die Kosten für eine Infrarotheizung berechnen kann:

http://www.helpster.de/stromverbrauch-bei-infrarotheizung-richtig-berechnen-so-geht-s_128602



Weise Frau



naja, die Aussagen über die Speicherfähigkeit von Infrarotheizungen sollte man relativieren. Ein Konvektionsheizkörper selbst speichert auch nichts, wenn ich den abdrehe ist er nach 10 min auch kalt. Im übrigen verweise ich auf Herrn Böttchers Beitrag über die Beratungskompetenz von Helpster vom 14.12..Das die Wärmemenge aus der Systemleistung und der Betriebszeit errechnet wird, ist so neu ja nicht.



Heizfolien als Gebäudeheizung



Hallo Heiko,
das meiste wurde ja schon mitgeteilt.

Schicke doch deine Gebäudedaten der Fa Gestelit und frage dort nach, ob sie dir verbindliche Daten/Verbräuche zu deren Heizsystem nennen können und inwieweit es wirtschaftlich bei dir anwendbar ist.
Ich habe bisher noch nirgendwo gelesen, dass eine Infrarotheizung als ausschließliche Gebäudeheizung für einen Altbau geeignet sein soll oder wirtschaftlich ist.

In sehr speziellen Fällen oder für einzelne Räume zur kurzfristigen Erwärmung mag es sinnvoll sein.

Selbst bei einer eigenen Fotovoltaikanlage liegt der Strompreis bei etwa 20 c/KWh- also bei einem Vielfachen von anderen Heizmaterialien-
bei Pellets zB liegt der KWh-Preis bei 4,7 c.

Alte, gut erhaltene Fenster würde ich nicht erneuern- allenfalls reparieren.
Statt dessen innen auf die Wand neue Fenster mit Isolierglas einbauen-Laibungen dämmen.
In meinem Haus habe ich auch die über 100 Jahre alten Einfachglasfenster behalten.

Bei Sonnenschein können die isolierverglasten Fenster geöffnet werden, um höhere solare Wärmeerträge zu ermöglichen.
Welche Fensterflächen gen Süden überhaupt zu Verfügung stehen kannst du selbst ermitteln-
grundsätzlich sind Einfachglasfenster aber energetisch negativ und im Winter wegen hoher Wärmeabgabe unangenehm:

Bei Youtube haben findige Leute div Selbstbaulösungen vorgestellt,zB:

https://www.youtube.com/watch?v=-bQLNlLsNfU

Andreas Teich



Hüllflächentemperierung mit Infrarot Heizfolie als alleinige Heizung?



Lieber Georg Bötcher,

vielen Dank für den umfassenden Beitrag. Wollte ich anfangs nur wissen, ob ich das Heizvlies an der Decke oder an der Wand anbringe, so komme ich ins Grübeln, ob ich überhaupt diese Variante nutzen werde. Wir Sebstsanierer sind oft mit einem gefährlichen Halbwissen unterwegs und leichtgläubig verfallen wir den Prophezeiungen der Anbieter.
Ich werde ihren Beitrag noch mal verinnerlichen und sicher werden sich weitere Fragen ergeben. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir bei Detailfragen noch weitere Erläuterungen geben können.

Danke und viele Grüße, Haiko Kuntze



Infrarot Deckenheizung elektrisch



Danke Andreas Teich,

der freundliche Mitarbeiter war bereits Vorort und hat auch ein schriftliches Angebot erstellt. Auf belastbare Daten und Verbräuche wird sich wohl keiner einlassen. Auch nicht in der konventionellen Heizungsbranche. Ich werde mir Referenzobjekte nennen lassen. In den Büroräumen habe ich die Technik schon erlebt. Das hat aber mit dem richtigen Leben wenig zu tun.

http://www.gestelit.com/downloads.html

Es ist nicht so, das es noch keine Objekte gibt. Im Moment herscht da richtig Goldgräberstimmung.



Viele Grüße Haiko Kuntze



Hüllflächenheizung



Hi Haiko,
ich habe mir nochmal die Gestelit-Site angesehen.
Dabei sind mir einige seltsame Formelzeichen aufgefallen. Das deutet nicht unbedingt auf Fachwissen hin. Es scheint, die Firma vertreibt das Produkt Lofatec Ultra. Das nur als Randbemerkung.
Diese Geschichte mit der Strahlung von Claus Meier wird ganz gut von Jochen Ebel kommentiert. Dazu der Link:
http://www.ing-buero-ebel.de/Meier/index.htm
Die Veröffentlichungen von Konrad Fischer sind an Polemik kaum zu überbieten.
CM und KF sind auch als Ziegelphysiker bekannt. Für ihre Thesen sind sie die Beweise schuldig geblieben.
Meine fachliche Meinung zur Beheizung habe ich weiter oben geschrieben.
Solltest du dich trotzdem für das eingangs zitierte System entscheiden, würde mich deine Erfahrung nach dem ersten strengen Winter interessieren.
Viel Erfolg
Paul
@ Georg Böttcher
Den Ausführungen auf deiner Website stimme ich im wesentlichen zu. Nur Transmissionswärmeverlust und Lüftungswärmeverlust sind nicht stringent getrennt und daher etwas missverständlich dargestellt.
Paul



Wärmeverluste



Danke.
Ich bin sowieso gerade dabei meine Homepage zu überarbeiten.



Infrarot Heizvlies



Danke Paul für den Hinweis und dein Interesse.
Lofatec Ultra habe ich vorher noch nie gehört und Google hat da auch nichts ausgespuckt.
Der Hersteller ist aus Süddeutschland und hat vorher glaube ich für Wohnwagen produziert. Auch Sunrey von Udo Böhm lässt wohl dort fertigen. Gestelit scheint auch noch recht neu zu sein. Juli 2014 glaube ich. Sobald ich ein Referenzobjekt habe, werde ich berichten. Wenn ich es installiere natürlich auch.

Das die Herren CM und KF recht aggessiv unterwegs sind ist mir aufgefallen. Durch KF habe ich mich intensiver mit der Materie beschäftigt und bin auf das Forum gestossen.

Wirklich sehr spannend.

Noch mal herzlichen Dank und viele Grüße, Haiko



E-Heizung



Hier ein Link
http://www.ultra24v.de/fileadmin/lofec/images/pdf/Verarbeitungsrichtlinie_LofecUltra24_V_Neu_18.09.14.pdf



Infrarot Heizvlies



Danke Paul,

das Material scheint vom gleichen Hersteller zu sein. Sogar die Symbole. Ledegliche Trafo und Steuereinheiten unterscheiden sich.

Viele Grüße, Haiko