Horizotalsperre Fussbodenaufbau

20.12.2013 Gaby



Hallo, unser Haus, Bj. ca. 1910, ist nicht unterkellert. Nun soll eine neuer Fussbodenaufbau gemacht werden. Über dem Erdreich befindet sich eine ca 30 cm dicke, unebene Betondecke, welche an drei kleinen Stellen leicht porös ist. Ich denke, es liegt daran, dass man damals das Verhältnis Beton u, Kies anders gemischt hat als heute. Nun soll eine Feuchtigkeitssperre eingebracht werden. Der Vorschlag eines Schreiners, der sich mit Fachwerk auskennt lautete:

Bitumenschweisbahn, Enden hochkant zur Wand
Balkenlage, dazwischen Mineralwolle
Darüber eine Dampfsperre,
massive Eichendielen.

Nun. finde ich es nicht so angenehm, im Wohnbereich unter mir eine Bitumenbahn zu haben, welche sicherlich ausduenstet. welche Alternative gibt es noch.



Bitumenschweißbahn



Hallo Gaby


Als Sperrschicht kannst Du auch Asphalt (Gußasphalt) nehmen. Nur mit der Mineralwolle kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Ich würde eher in Richtung Dämmschüttig (Perlite) nehmen. Mineralwolle, einmal ein Leck oder nass aufwischen, da wird die Mineralwolle nie wieder trocken.


Andreas



Fußbodenaufbau



Hallo Gaby,
hier ein anderer Aufbau als Alternative:

Verbundestrich auf den alten Beton als Ausgleich
Dafür reichen ein, zwei cm oder ein Ausspachteln der Fehlstellen mit Fließestrich um wieder eine glatte waagerechte Ebene zu erhalten.
Abdichtung
Wenn Sie Angst vor PAK- Ausgasungen haben geht auch mineralische Dichtschlämme.
Wärmedämmung und Höhenausgleich
Druckfeste Dämmplatten aus Weichholzfaser.
Traglattung/Dielung
Weichholzfaserplatten mit eingebetteter Traglattung, z.B. Steicofloor, darauf Dielung.

Dieser Aufbau ist sicherer da Hohlräume vermieden werden. Nichts knarzt, der Trommeleffekt ist gemindert und es besteht keine Gefahr von Konvektion und damit Kondensatausfall im Aufbau.



Horizontalsperre beim Fussbodenaufbau



Hallo, danke für die Infos.
Nun bin ich beim Stöbern. im Internet auf die Gefitas Abdichtung AL 3/300
der Firma Gefinex (Kingspan\Unidek) gestoßen. Hat schon jemand Erfahrung mit dieser Feuchtigkeitssperre.

Gut ist, dass man sie auch auf unebenen Boden legen kann. Nur die Frage ist, ob sie auch unbeschadet die Balkenauflage aushält .



Die Gefitas...



ist eine gute Alternative. Ich würde aber auf die Betondecke noch einen Verbundestrich in nivellierter Form bringen, wie Georg rät.

Oder eben einen dünnen Gußasphalt, der ist dann Nivellierung und Sperrschicht in einem.

Bringt man danach den Aufbau mit Holzweichfaserplatten und eingebetteten Lagerhölzern, wird der Unterbau flächig (statt punktuell über Lagerhölzer) belastet, und auch die Dielen liegen flächig auf, was ein sehr stabiler Aufbau ist.

Wieviel Aufbauhöhe hast Du denn?

Eine heutige Bitumenbahn hat im Übrigen mit der Teerpappe vergangener Zeiten nicht mehr als die Farbe gemeinsam.

Grüße

Thomas



Horizonalsperre über nicht unterkellerter Betondecke



An Aufbauhoehe habe ich im ersten Raum 15 cm und im zweiten Raum, welche durch zwei Stützen getrennt sind, 8 cm. In diesen Räumen soll durchgängig der massive Dielenboden verlegt werden, der 2 cm hoch ist. Um diesen Hoehenuntwrschied auszugleichen, denke ich ist eine Balkenunterkonstruktion besser.

Falls ich mich doch für die Bitumenbahn entscheiden sollte, muss diese unbedingt verklebt werden oder reicht eine lose Verlegung?



Abdichtung



Bei dieser Höhe passt 60 mm Steicofloor.

http://www.steico.com/fileadmin/steico/content/pdf/Marketing/German/Product_information/floor/STEICOfloor_de_i.pdf

Eine Schweißbahn sollte auch verschweißt werden. Wenn es da ein kleines Loch gibt ist das unerheblich.



20mm



ist nun wirklich ziemlich dünn für eine Diele. Da müssen Sie Ihre Lagerhölzer eng zusammenrücken; ich würde ein lichtes Maß von 40cm nicht überschreiten.

Nun werden das ja aber sicher Systemdielen sein, also in verschiedenen Längen? Damit wäre dann nicht mehr gegeben, daß die Kopfstöße nur auf den Lagerhölzern platziert werden.

Also ist der Unterbau aus Holzweichfaser aus 2 guten Gründen vorzuziehen. Dieser toleriert durch den flächigen Lastabtrag Kopfstöße zwischen den Lagerhölzern besser und stützt den dünnen Dielenboden insgesamt.

Sollte mit HWPl dicker aufgetragen werden, muß ein Produkt mit höherer Rohdichte (0,25) eingebaut werden. Das wäre dann die DOSER DHD mit z.B. 25mm Stärke und zwischengelegten Lagerhölzern.

Wichtig ist für die HWPl aber gleichwohl immer ein nivellierter Untergrund.

Grüße

Thomas