Horizontalsperre durch Maueraustauschverfahren herstellen

27.12.2008



Hallo Gemeinde,

nach langem Überlegen habe ich mich für das Einbringen einer Horizontalsperre durch Maueraustauschverfahren entschlossen. Die Grundmauer besteht aus Sandstein. Da die Grundmauer an der betroffenen Wand nicht sichtbar ist (bzw. sein wird), wollte ich mit Ziegelsteinen wieder ausmauern.
Ein paar Fragen sind aber noch offen:

1. Welche Art Mörtel nutze ich zum Egalisieren der verbliebenen Sandsteinoberfläche bevor ich dort die Dachpappe + Ziegel aufbringen kann?
2. Welchen Mörtel bzw. welches Material nutze ich für den Bereich zwischen Schwellbalken und Ziegelstein?
3. Könnte ich zwischen Schwellbalken und Grundmauer nochmals einen Dachpappestreifen einfügen? Macht das Sinn, doppelt hält besser ;-) ?

Vielen Dank schon im Voraus an alle Wissensträger!

Gruss,
Stefan



Horizontalsperre



Ihr Vorhaben an sich verunsichert mich etwas.
Ein Sockel aus Sandsteinquadern, wie er früher üblich war, ist an sich eine gut funktionierende Horizontalsperre, da üblicherweise nicht kapillar wirkende Steine verwandt wurden.
Deshalb ist eine neue Sperre eigentlich unsinnig.
Was veranlaßt Sie dazu, diesen Aufwand zu betreiben?

Viele Grüße



hallo



woher wissen sie das es sich in ihren fall um eine nicht intakte horizontalsperre handelt, ich weiß dies ist keine antwort auf ihre frage obgleich ich ihnen für eine antwort dankbar wäre

mfG

c. heise



Horizontalsperre



Vielleicht erläuter ich mal die ganze Sache. Ich bin gerade dabei in meiner 150 Jahre alten Scheune weiteren Wohnraum im EG zu schaffen. Der alte Fussboden, bestehend aus einem Mix von gestampftem Lehm, altem Beton und Sandsteinplatten, ist mittlerweile raus. Beim begutachten von Grundmauer und Schwellbalken ist mir aufgefallen, dass beides, Grundmauer und Balken, eine aus meiner Sicht mäßige Feuchte aufweisen. Ich habe allerdings kein Messgerät genutzt. An manchen Stellen sind jedoch deutliche Salzausblühungen zu sehen. Auch am Balken sieht man Spuren. Der Balken ist von der Substanz her allerdings noch vollkommen intakt. Das Gefache bzw. die Wand war bislang von mindestens einer Seite offen (also nicht verputzt o.ä.), ich denke daher konnte sich die Feuchtigkeit weitestgehend verflüchtigen. Für die Nutzung als Wohnraum wollte ich die Wände entsprechend verblenden (Rigips-Platten) und ich befürchte, im jetzigend Zustand würde das irgendwann zu größeren Problemen durch die Feuchtigkeit führen...

Hinzu kommt, dass ich beim Fussboden gern eine Betonbodenplatte (mit Fussbodenheizung und Natursteinbelag) nutzen wollte, da der Raum direkten Anschluss an eine Außenterasse bzw Garten hat und von der Oberfläche her entsprechend robust sein soll. Jetzt habe ich aber hier im Forum schon dramatisches bezüglich Diffusionsdruck etc. gelesen. Ich befürchte nun, dass die Betonbodenplatte das Durchfeuchten der Grundmauer noch verschlimmert.

Mfg