Horizontalsperre bei Innendämmung

13.06.2019 Harrald



Liebe Forumsgemeinde,

zurzeit renoviere ich ein altes Fachwerkhaus, welches auch zu meinem neuen Hobby geworden ist. Meine Vorstellung ist eine Innendämmung mittels Holzleichtlehm auszuführen. Die aufliegende Wandheizung anschließend mit Lehm verputzt. Die Gefache sind mit weichen Backsteinen und Kalkmörtel ausgemauert.

Ursprungszustand ist eine moderige Schwelle und ein Dielenboden auf dem blanken Lehmboden.
Die Fachwerkständer wurden um 20cm gekürzt und anschließend eine neue Schwelle eingepasst. Hierbei wurde auch ein Streifen Dachpappe unter dem obersten Sandstein eingebaut, auf welchem die Schwelle liegt.

Bauchschmerzen bereitet mir jetzt die Abdichtung der Bodenplatte zum Gebäude. Ich habe hier die Befürchtung, dass hier Feuchtigkeit durch die verbleibende Fuge zwischen Sandsteinfundament und Betonplatte in meine Dämmung steigen kann.

Auf der Skizze sind die Steine schön eben, was sie aber auf den Innenseiten nicht sind.

Eine klassische Schweißbahn möchte ich eigentlich vermeiden, da der Boden ein Dielenboden werden soll und ich hier einen Dunst der Schweißbahn im Raum befürchte. Sollte sich hierbei Feuchtigkeit hinter der Schweißbahn durchdrücken, wäre diese direkt im Holzleichtlehm :-( .

Im letzten Herbst, durch den andauernden Regen, stellte sich der max. Grundwasserstand auf 20cm unter dem Fundament heraus. Hierbei ist der Kies unter der Betonplatte staubtrocken geblieben.

Kann mir hier jemand eine Hilfestellung geben? Die Betonplatte kann leider nicht unter den Innenwänden hindurchgehen. Somit ist hier derselbe Effekt - nur keine Dämmung.

Ich bedanke mich für die Zeit und wünsche einen schönen Feierabend.


Harald



Feuchtigkeitsabdichtung



Üblich wäre das Hochziehen der Feuchtigkeitssperre des Fußbodens bis zur Oberkante des fertigen Belags.
Wenn allerdings ohnehin außen eine Drainage und sinnvollerweise Abdichtungsarbeiten vorgenommen wurden dürfte kaum Wasser eindringen.